#465 Warum Arbeitsschutz eine Chance gegen Fachkräftemangel ist
Shownotes
In der neuen Folge des Wandelwerker Podcasts spricht Anna mit Sascha Tetzlaff über den Zusammenhang zwischen Fachkräftemangel, Arbeitsfähigkeit und sicheren sowie gesunden Arbeitsbedingungen. Sie beleuchten, wie unbesetzte Stellen, hohe Belastungen und längere Ausfallzeiten sich gegenseitig verstärken können – und warum Unternehmen neben der Gewinnung neuer Mitarbeitender auch die vorhandenen Beschäftigten im Blick behalten sollten.
Außerdem geht es darum, wie Arbeitsschutz, Gesundheitsförderung, Arbeitsmedizin und BEM in einem ganzheitlichen BGM zusammenspielen können, welche Unterstützung Führungskräfte benötigen und wann Digitalisierung und KI entlasten oder zusätzliche Belastungen schaffen. Die Folge ordnet praxisnah ein, wie Prävention, Beschäftigtenbeteiligung und gesundheitsgerechte Arbeitsbedingungen in die Personal- und Organisationsstrategie einfließen können.
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00:00:00: Anna: Die Wandelwerker haben eine Mission. Den Arbeitsschutz in den Unternehmen auf ein neues Level heben.
00:00:05: Anna: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge des Wandelwerker Podcasts, dem ersten deutschen Arbeitsschutz-Podcast für ganzheitliche und innovative Ideen für den Arbeitsschutz.
00:00:13: Anna: Heutzutage können Informationen schnell gegoogelt werden. Experten, die mit neuen Strategien und Methoden Arbeitsunfälle nachhaltig reduzieren, sind gefragter denn je.
00:00:23: Anna: Wir zeigen Geschäftsführern, Sicherheitsingenieuren und Fachkräften für Arbeitssicherheit Schritt für Schritt, wie genau das funktioniert und wie damit den stagnierenden Unfallzahlen ein Ende gesetzt wird.
00:00:33: Anna: Es gibt keinen Grund, länger zu warten. Jetzt ist der Zeitpunkt, um Arbeitsunfälle zu reduzieren.
00:00:39: Anna: Hallo und herzlich willkommen hier zu einer neuen Podcast-Folge im Wandelwerker Podcast. Heute haben wir wieder eine tolle Podcast-Folge, die wir gerade aufnehmen, und zwar mit einem externen Gast. Herzlich willkommen, Sascha Tetzlaff.
00:00:52: Sascha Tetzlaff: Hi!
00:00:54: Anna: Ja, wir freuen uns, dass du der Einladung gefolgt bist. Erzähl doch mal ganz kurz: Wer bist du und was machst du?
00:01:00: Sascha Tetzlaff: Ja, was gibt es Wichtiges zu mir zu sagen? Also, Jahrgang 1985, ich komme ursprünglich beruflich aus der Industrie. Ich habe dann aber nach meiner Ausbildung und ein, zwei Jahren Tätigkeit dort relativ schnell meine eigentlichen beruflichen Leidenschaften gefunden.
00:01:20: Sascha Tetzlaff: Das ist zum einen das Thema Gesundheit und zum anderen das Thema Befähigung von Menschen, was sich eben sehr gut miteinander verbinden lässt. Nichtsdestotrotz hat mich die Zeit geprägt für meine späteren Tätigkeiten.
00:01:35: Sascha Tetzlaff: Ich konnte da einfach Eigenerfahrungen sammeln, wenn es um Themen geht wie Schichtarbeit, Wochenendarbeit, körperlich belastende Tätigkeiten, aber auch so etwas wie die Anziehungskraft von ungesunden Gerichten in der Kantine.
00:01:51: Sascha Tetzlaff: Ich war dann einige Jahre bei Dienstleistern in der individuellen Gesundheitsförderung tätig, habe Prävention und Gesundheitsmanagement studiert und spätestens ab dem Masterstudium habe ich mich dann auf das Thema Gesundheit in der Arbeitswelt spezialisiert.
00:02:10: Sascha Tetzlaff: Und nachdem ich fünf Jahre in der Lehre bei einer Hochschule für die Bereiche BGM und auch BEM tätig war, hat mich dann nochmal die Praxis gepackt. So bin ich heute in einer BGM-Abteilung einer Großstadt tätig.
00:02:29: Sascha Tetzlaff: Zum anderen bin ich aber auch freiberuflich mit Vorträgen oder Fachbeiträgen aktiv. Und ja, jetzt bin ich hier zu Gast. Das ist mein allererster Podcast und wieder eine neue Erfahrung. Ich bin gespannt.
00:02:47: Anna: Wir sind auf dich aufmerksam geworden, weil du einen Beitrag in der betrieblichen Prävention geschrieben hast. Da ging es um Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit als Chancen in Zeiten des Fachkräftemangels.
00:03:00: Anna: Da wollen wir in dieser Podcast-Folge gemeinsam drauf schauen. Vielleicht fangen wir mal vorne an: Wie hat die Situation des Fachkräftemangels einen Zusammenhang zu Arbeitsschutz und Gesundheit?
00:03:16: Sascha Tetzlaff: Ja, in dem Kontext muss man vielleicht erstmal ein bisschen ausholen. Fachkräftemangel ist ja nicht nur ein reines HR- und Rekrutierungsproblem, sondern wird zunehmend auch ein Problem der Arbeitsfähigkeit.
00:03:34: Sascha Tetzlaff: Unternehmen müssen eben nicht nur neue Fachkräfte gewinnen, sondern vor allen Dingen auch die vorhandenen Beschäftigten gesund und arbeitsfähig halten und sie motivieren, bei dem entsprechenden Arbeitgeber zu bleiben.
00:03:52: Sascha Tetzlaff: Der Fachkräftemangel und die aktuellen Meldungen über relativ hohe Krankenstände verstärken sich natürlich gegenseitig. Wenn Stellen unbesetzt bleiben, steigen Arbeitsdichte, Zeitdruck und körperliche Belastungen für die verbliebenen Beschäftigten.
00:04:14: Sascha Tetzlaff: Das wiederum erhöht das Risiko weiterer Ausfälle. Das ist letztendlich ein Teufelskreis, den es zu durchbrechen gilt. Deswegen ist das Thema in diesem Kontext spannend und lässt sich gar nicht voneinander trennen.
00:04:33: Anna: Jetzt haben wir ja durch die aktuellen Arbeitsbedingungen vermutlich auch eher einen Anstieg von psychischen Erkrankungen, wenn man auf die Statistiken schaut. Und was auch nicht weniger geworden ist, ist das Thema Muskel- und Skeletterkrankungen.
00:05:01: Anna: Das entwickelt sich dann, und dann kommt vielleicht noch der Fachkräftemangel dazu. Ich finde nicht die richtigen Mitarbeiter, die unterstützen können. Und dann habe ich im Grunde genommen eine Negativspirale. Wenig Leute, hohe Belastung.
00:05:10: Anna: Dann habe ich eine psychische Beanspruchung, und so verschärft sich diese Negativspirale immer weiter, anstatt sich zu verbessern.
00:05:19: Sascha Tetzlaff: Absolut. Vor allen Dingen bei den gerade angesprochenen Erkrankungen. Psychische Erkrankungen sind seit Jahren steigend, und Muskel-Skelett-Erkrankungen sind der Klassiker des Erkrankungsgeschehens.
00:05:39: Sascha Tetzlaff: Beide haben etwas gemeinsam: Sie sorgen für sehr lange Ausfallzeiten der Mitarbeitenden. Bei den Muskel-Skelett-Erkrankungen kommt noch hinzu, dass die Dauer mit dem Alter zunehmend steigt.
00:05:56: Sascha Tetzlaff: Je älter die Mitarbeitenden werden – da sind wir wieder beim demografischen Wandel –, desto länger fallen sie aus. Das verschärft die Situation zunehmend.
00:06:12: Sascha Tetzlaff: Und die psychischen Erkrankungen sind eben auch der Nummer-eins-Grund für Frühverrentungen. Das verschärft das Ganze zusätzlich, weil nicht nur junge Leute fehlen, sondern bestimmte Mitarbeiter auch früher wegbrechen.
00:06:33: Anna: In deinem Artikel ging es ja insbesondere darum, die Chancen im Fachkräftemangel zu nutzen. Wo siehst du bezogen auf den Arbeitsschutz und die Gesundheitsförderung die Chance, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken?
00:06:55: Sascha Tetzlaff: Es gibt da sehr gute Chancen. Es geht letztendlich um Prävention, Gesundheit und Sicherheit bei der Arbeit. Man muss vor allen Dingen an den Arbeitsbedingungen ansetzen. Das bedeutet gute und vollständige Gefährdungsbeurteilungen.
00:07:21: Sascha Tetzlaff: Da möchte ich auch nochmal an die psychische Gefährdungsbeurteilung appellieren, die schon seit vielen Jahren gesetzlich vorgeschrieben ist. Mir begegnen in der Praxis immer wieder Unternehmen, die sich da nicht herantrauen oder das aufgeschoben haben.
00:07:39: Sascha Tetzlaff: Das Thema realistische Arbeitsmengen ist häufig ein Thema. Gesundheitsgerechte Führung, ergonomische Arbeitsplätze und ausreichende Erholung. Damit habe ich die Möglichkeit, auf einer Verhältnisebene dieser Abwärtsspirale entgegenzuwirken.
00:08:05: Sascha Tetzlaff: So kann ich Ressourcen für das Unternehmen aufbauen, um den Mitarbeitern zu helfen, möglichst lange gut arbeitsfähig zu bleiben. Zum anderen ist es ein Thema für das Recruiting. Die Arbeitgeberattraktivität kann ich damit perspektivisch steigern.
00:08:33: Anna: Die meisten im Unternehmen würden wahrscheinlich sagen, dass der Fachkräftemangel bereits ein Kostenfaktor ist. Sie sehen oft noch nicht den positiven Benefit.
00:08:46: Sascha Tetzlaff: Absolut. Das ist korrekt. Ich muss bei dem Thema immer ein bisschen schmunzeln, weil ich Vortragstitel von Personalmessen im Kopf habe, die suggerieren: "Erfolgreiches BGM komplett ohne Kosten."
00:09:02: Sascha Tetzlaff: Das ist aus meiner Sicht Quatsch. Ich muss Ressourcen bereitstellen, um dann strategisch auch monetär wieder profitieren zu können, zum Beispiel durch weniger Lohnfortzahlungskosten oder geringere Recruitingkosten.
00:09:22: Sascha Tetzlaff: Das gelingt aber nur, wenn ich diese Ressourcen strategisch aufbaue und dabei die Verhältnisse sowie das Verhalten der Mitarbeiter berücksichtige. In der Praxis starten die meisten eher auf der Verhaltensebene. Das hat langfristig nicht den gewünschten Effekt.
00:09:49: Anna: Jetzt haben Arbeitgeber die Herausforderung, dass sie ein BGM machen sollen, dass es im Arbeits- und Gesundheitsschutz Themen gibt und dass sie sich mit dem Betrieblichen Eingliederungsmanagement beschäftigen müssen.
00:10:10: Anna: Das verursacht in ihren Augen erstmal Kosten. Wie ist deine Erfahrung dazu, diese Synergien zu nutzen? Und was ist der Benefit im Kontext des Fachkräftemangels?
00:10:27: Sascha Tetzlaff: Ich glaube, der größte Mehrwert eines ganzheitlichen BGMs liegt darin, dass ich Gesundheitsförderung, Arbeitsschutz, Arbeitsmedizin und BEM nicht als starre Säulen betrachte, sondern daraus ein lernendes System bilde.
00:10:56: Sascha Tetzlaff: Das heißt, dass ich Erkenntnisse aus diesen Bereichen miteinander verbinde und für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen nutze. Ich mache das mal an einem Beispiel fest.
00:11:13: Sascha Tetzlaff: Im Belastungs-Beanspruchungs-Modell haben wir neutrale Belastungen, die im Arbeitsschutz analysiert und reduziert werden. Diese treffen auf die Ressourcen der Mitarbeiter, die durch die Gesundheitsförderung gestärkt werden können.
00:11:32: Sascha Tetzlaff: Kommt es trotzdem zu negativen Beanspruchungen und Mitarbeiter landen im BEM, habe ich die Möglichkeit, über Gespräche zu analysieren, wo in der Wirkungskette Schwachstellen oder Optimierungsbedarfe liegen.
00:11:48: Sascha Tetzlaff: Das funktioniert nur, wenn ich diese Säulen nicht strikt voneinander trenne, sondern durch eine gemeinsame Steuerung verzahne.
00:12:03: Sascha Tetzlaff: Zeigen sich beispielsweise wiederholt ergonomische Probleme oder hohe psychische Belastungen, kann ich aus dem BGM heraus strukturelle Präventionsmaßnahmen für ganze Bereiche ableiten. So wird aus der Reaktion auf eine einzelne Erkrankung ein organisationelles Lernen.
00:12:37: Sascha Tetzlaff: Gleichzeitig werden Doppelstrukturen vermieden, Ressourcen gezielter eingesetzt und Maßnahmen stärker am tatsächlichen Bedarf ausgerichtet.
00:12:52: Sascha Tetzlaff: Eine ganzheitliche Steuerung bedeutet natürlich nicht, dass alle Bereiche organisatorisch oder datenschutzrechtlich vermischt werden. Das BEM benötigt natürlich einen anderen geschützten Rahmen als die Gesundheitsförderung.
00:13:10: Anna: Auf jeden Fall. Du hast gesagt, der Fachkräftemangel ist eine Chance. Für die Umsetzung von Arbeits- und Gesundheitsschutzmaßnahmen sind ja die Führungskräfte verantwortlich und im Lead.
00:13:31: Anna: Führungskräfte als Schlüsselrolle ist, glaube ich, ein klares gemeinsames Verständnis. Welche Kompetenzen müssen sie mitbringen und wie können sie dazu beitragen, dass sich diese Negativspirale nicht fortsetzt?
00:13:51: Sascha Tetzlaff: Das ist eine der wichtigsten Fragen. Führungskräfte nehmen eine absolute Schlüsselrolle bei Sicherheits- und Gesundheitsmaßnahmen ein: beim Thema Fürsorge, Kommunikation und als Vorbildfunktion.
00:14:14: Sascha Tetzlaff: Man muss aber aufpassen, dass man Führungskräfte nicht überfordert. Sie haben noch ganz andere Aufgaben im Unternehmen und stehen oft in einem Spannungsfeld zwischen Effizienz und Gesundheit.
00:14:35: Sascha Tetzlaff: Wenn wir sie verlieren, bauen sie eine Barriere gegen das Thema auf. Der Appell an alle Unternehmen lautet daher: Ich kann von Führungskräften nicht verlangen, das Thema vorzuleben, wenn ich keine Rahmenbedingungen schaffe, die das zulassen.
00:15:10: Sascha Tetzlaff: Führungskräfte selbst sind eine wichtige Arbeitsbedingung. Sie müssen keine Gesundheitsexperten sein, aber sie sollten Belastungen erkennen, Beschäftigte wertschätzend ansprechen und wissen, wenn Unterstützung erforderlich ist.
00:15:35: Sascha Tetzlaff: Besonders wichtig ist die Kompetenz, arbeitsgesundheitsgerecht zu organisieren. Das heißt: Prioritäten klären, Ressourcen realistisch planen, Erholung ermöglichen und die Beschäftigten mit einbeziehen.
00:15:58: Sascha Tetzlaff: Unternehmen müssen die Führungskräfte unterstützen, indem sie eine klare Erwartungshaltung skizzieren, sie praxisnah qualifizieren und bei Bedarf Unterstützung bereitstellen. Führungskräfte brauchen für das Thema Gesundheit und Arbeitsschutz eine gewisse Ressource und Zeit.
00:16:36: Anna: Welchen Einfluss spielt die Digitalisierung dabei? Führt sie dazu, dass sich Dinge im Sinne des Fachkräftemangels verbessern, oder verstärkt sie in deiner Wahrnehmung die Beanspruchung?
00:17:02: Sascha Tetzlaff: Das ist eine klassische Frage: Kann sein. Digitalisierung und KI können Beschäftigte entlasten, Gefährdungen früher sichtbar machen und Wissen im Unternehmen halten.
00:17:26: Sascha Tetzlaff: Sie sind aber nicht automatisch gesundheitsförderlich. Entscheidend ist, ob die Technik den Menschen unterstützt oder ob sie die Arbeitsintensität und Kontrolle erhöht.
00:17:42: Sascha Tetzlaff: Wir haben im Arbeitsschutz mittlerweile unendlich viele Möglichkeiten durch Sensoren für Lärm, Hitze oder Gefahrstoffe. Es gibt intelligente Schutzsysteme, Kamerasysteme für ergonomisch ungünstige Bewegungen und Assistenzsysteme, die schwere Aufgaben oder Dokumentationen übernehmen.
00:18:18: Sascha Tetzlaff: Sie können auch Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen ganz neue Beschäftigungsmöglichkeiten eröffnen. Entscheidend ist aber die Art der Einführung.
00:18:31: Sascha Tetzlaff: Wenn KI nur das Arbeitstempo erhöht oder Beschäftigte sich permanent überwacht fühlen, entstehen neue psychische Belastungen aus Unsicherheit und Ängsten. Deswegen müssen Beschäftigte unbedingt beteiligt werden.
00:18:50: Sascha Tetzlaff: Datenschutz ist ein wichtiges Thema, und auch die Auswirkungen durch KI und Digitalisierung müssen im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung geprüft werden.
00:19:10: Sascha Tetzlaff: Grundsätzlich sehe ich darin aber eine große Chance. Das Image von Arbeitsschutz ist für viele Mitarbeitende nicht so attraktiv. Gerade für jüngere und technikaffine Zielgruppen können solche Tools die Attraktivität erhöhen.
00:19:56: Sascha Tetzlaff: Aber Vorsicht: Die Geschwindigkeit der Digitalisierung kann Mitarbeitende auch überfordern. Dann erreichen wir genau das Gegenteil und machen die Menschen kränker statt gesünder.
00:20:23: Anna: Was würdest du Unternehmern in Bezug auf den Fachkräftemangel empfehlen? Wie nutze ich Arbeits- und Gesundheitsschutz als Chance?
00:20:39: Sascha Tetzlaff: Zunächst einmal ist es wichtig, die Einstellung und das Bewusstsein zu schaffen, dass es eine Chance ist. Es benötigt Ressourcen und die Bereitschaft, Dinge auf Verhaltens- und Verhältnisebene umzusetzen.
00:21:14: Sascha Tetzlaff: Der Fachkräftemangel wird sich nicht allein dadurch lösen, dass Unternehmen immer intensiver nach neuem Personal suchen. Es wird mindestens genauso wichtig sein, die Menschen, die bereits da sind, gesund, sicher und langfristig arbeitsfähig zu halten.
00:21:36: Sascha Tetzlaff: Der Appell lautet: Arbeitsschutz, Gesundheitsförderung und BEM nicht nur als gesetzliche Pflicht wahrzunehmen, sondern als Chance und elementaren Bestandteil einer zukunftsfähigen Personalstrategie.
00:22:05: Sascha Tetzlaff: Dafür braucht es gesundheitsgerechte Arbeitsbedingungen, qualifizierte Führungskräfte und die Beteiligung der Beschäftigten. Wenn Digitalisierung eingesetzt wird, dann so, dass sie entlastet und nicht belastet.
00:22:24: Sascha Tetzlaff: Abschließend ist entscheidend, nicht erst zu reagieren, wenn Menschen ausfallen und die Arbeitsunfähigkeitszahlen in die Höhe schießen. Die Arbeit muss von Anfang an so gestaltet werden, dass sie dauerhaft bewältigbar bleibt.
00:22:48: Sascha Tetzlaff: Wer Fachkräfte gewinnen will, muss gute Arbeit anbieten. Und wer sie halten will, muss sichere und gesunde Arbeit ermöglichen, um Belastungen entgegenzuwirken.
00:23:04: Anna: Ja, auf jeden Fall. Sascha, vielen, vielen Dank für den Einblick in deine Perspektive. Ich glaube, dass viele Unternehmen mit diesen Herausforderungen zu tun haben, und da hat sich sicherlich der eine oder andere gedacht: Das ist eine gute Idee.
00:23:22: Sascha Tetzlaff: Das würde mich freuen.
00:23:24: Anna: Danke dir, dass du da warst. Ich wünsche dir beruflich und bei deiner nebenberuflichen Tätigkeit weiterhin viel Erfolg und hoffe, dass wir noch viel von dir lesen können.
00:23:37: Sascha Tetzlaff: Super, vielen Dank.
00:23:39: Anna: Danke dir. Ciao.
00:23:40: Anna: Vielen Dank, dass du heute wieder dabei warst. Wenn dir gefallen hat, was du heute gehört hast, dann war das nur die Kostprobe.
00:23:46: Anna: Willst du wissen, ob du für eine Zusammenarbeit geeignet bist, dann gehe jetzt auf www.wandelwerker.com/termin und buche dir einen Termin.
00:23:55: Anna: In diesem 45-minütigen Beratungsgespräch wird eine Strategie für dich erstellt. Du erfährst, in welchen Schritten du an der Einstellung der Menschen im Unternehmen arbeitest, sichere Gewohnheiten schaffst und somit die Arbeitsunfälle nachhaltig reduzierst.
00:24:09: Anna: Vergiss eine Sache bitte nicht: Wenn seit Jahren die Unfallzahlen bei dir stagnieren, dann verbessert sich der Zustand nicht von alleine. Du brauchst einen Berater, der dir zeigt, welche Schritte du befolgen sollst und welche lieber nicht.
00:24:22: Anna: Wir haben Geschäftsführern, Sicherheitsingenieuren und Fachkräften für Arbeitssicherheit in Deutschland, Österreich und der Schweiz dabei geholfen, die Sicherheitskultur in deren Unternehmen und bei deren Kunden zu verbessern.
00:24:33: Anna: Als Kooperationspartner des Verbandes für Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz bei der Arbeit liegt es uns am Herzen, dir das notwendige Handwerkszeug auf dem Weg zur Vision Zero zu zeigen und bei der Umsetzung zu unterstützen.
00:24:45: Anna: Wenn du wissen willst, ob du für eine Zusammenarbeit geeignet bist, dann sichere dir jetzt unter www.wandelwerker.com/termin deinen persönlichen Termin.
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