#456 Bessere Fragen im Arbeitsschutz: Ursachen statt Schuldige finden
Shownotes
In der neuen Folge des Wandelwerker Podcasts spricht Stefan mit Max Merz über die Wirkung von Fragetechniken im Arbeitsschutz und wie Führungskräfte sowie Sicherheitsverantwortliche den Schritt von geschlossenen Schuldfragen hin zu systemischen Lösungsansätzen meistern. Max Merz, Arbeits- und Organisationspsychologe sowie Trainer und Berater bei Wandelwerker, zeigt gemeinsam mit Stefan auf, warum pauschale Warum-Fragen oft zu Abwehrreaktionen führen und wie die passenden Fragetechniken helfen, die tatsächlichen Ursachen unsicherer Verhaltensweisen freizulegen.
Anhand konkreter Praxisbeispiele erläutern sie, wie Werkzeuge wie Skalierungsfragen oder paradoxe Fragen eingesetzt werden, um die Selbstwirksamkeit der Beschäftigten zu stärken und das Silodenken aufzubrechen. Hörerinnen und Hörer erfahren, wie eine wertschätzende Gesprächskultur den betrieblichen Kulturwandel vorantreibt und warum nachhaltige Sicherheit bereits bei den alltäglichen Nachfragen auf der Fläche beginnt.
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00:00:00: Warum manche Fragen im Arbeitsschutz eher unglücklich sind?
00:00:03: Welche Fragen vielleicht auch besser geeignet sind, um halt zu erfahren was die wirklichen Ursachen von unsicheren Verhaltensweisen oder Arbeitsunfällen sind.
00:00:13: Daher sprechen wir heute mein Name ist Stefan Geschäftsführer der Wannewerker Consulting GmbH und zusammen mit unseren ja knapp dreißig Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unterstützen wir Unternehmen aus Deutschland und Europa dabei einem ganzheitlichen Ansatz die Sicherheitskultur weiterzuentwickeln Und mit dabei ist heute nicht die Anna, sondern der Max.
00:00:32: Hi Stefan!
00:00:33: Ich bin Max, Trainer und Berater bei Wandelwerk jetzt auch schon seit einiger Zeit mit dabei und begleite eben diese Kunden vor Ort gerade zu diesem wichtigen Thema des richtigen Fragenstellens im Arbeitsschutz in unterschiedlichsten Situationen sei es in Begehung, Unterweisungen um sehr einfach Lebendinger zu gestalten oder einfach insgesamt in der tagtäglichen Praxis.
00:00:50: Deswegen freue ich mich hier heute darüber sprechen zu können.
00:00:53: Ja, und was du da mitbringst ist ja quasi nicht der Sicherheitsingenieur den wir haben sondern es ist ja der Wunsch, den wir hatten bei unserer Firma auch zusammen.
00:01:02: Wir brauchen halt ein interdisziplinäres Team weil in vielen Bereichen kommt dann doch der Techniker der Ingenieur seine Grenzen und dann brauchst du gerade im Kulturwandel jemand anderes mit einer anderen Qualifizierung und du bist ja Arbeits- und Organisationpsychologe.
00:01:14: Vielleicht hast du dazu noch ein kleines bisschen bevor wir dich rein starten?
00:01:17: Ja absolut also grade das merken wir immer wieder dass das eben ganz ganz wichtig auf diese duale Perspektive sozusagen einzugehen, darüber auch draufzuschauen.
00:01:26: Du hast gerade schon gesagt eben ich bin jetzt ein Organisationspsychologe und ergänze damit glaube ich einfach sehr gut unser Team aus den Ingenieuren.
00:01:32: und eben dieser psychologischen Sicht und grade das wie wir die Leute erreichen, wie wir an sie rankommen sowohl motivational als auch emotional eben über Dinge anders zu reflektieren, nachzudenken an den Glaubenssätzen für sich zu arbeiten.
00:01:45: Alte vielleicht Erhinderliche abzubauen neue positive aufzubauen Das ist eben genau mein Fachgebiet und das auch von manchen Kollegen.
00:01:52: Und genau da spielen auch die Fragen im Arbeitsschutz eine ganz entscheidende Rolle weil darüber kommen wir in die Gespräche und allein diese Gespräche die sich daraus ergeben sind Vielleicht aus Ingenieurs Sicht manchmal eben sehr technisch orientiert aber gerade eben dass Verhalten die Einstellung die Motivation die dahinter steckt Das sind ja eben auch die interessanten Themen, die wie du gesagt hast auch zum Kulturwandel vor allem beitragen können.
00:02:13: Ja und gerade diese verschiedenen Perspektiven machen mir immer Spaß weil wir haben ja auch schon das eine mal diskutiert über Vorgehensweisen wo man sich originsich befruchtet und daraus lernt also auch aus geschäftsführlicher Weise wenn man nicht lernen möchte hat man euch auch verloren.
00:02:26: Da gibt es da Sachen die man gut mitnehmen kann.
00:02:28: und deswegen glaube ich ist diese Methodik die wir haben oder dieser Ansatz glaube ich auch der für den Unternehmer sich betrachtet bei den Kunden auch so erfolgreich.
00:02:37: Was ist mal jetzt mal drauf schauen wirklich, welche Fragen stellen wir oftmals im Arbeitsschutz und welche sollten wir lieber stellen.
00:02:45: Denn ich glaube wir haben oftmals ein Problem das ging mir früher ja in der Praxis sehr genauso dass wir sehr oft geschlossene Fragen stellen oder halt auch nur fast gar keine Frage.
00:02:57: Ich sage mal das Beispiel man hat den Schutzbrille nicht dabei dann wird etwas nur Zeichen gegeben auf Brille aufsetzen da bin ich damit fertig.
00:03:05: Oder ich sage ja, setze die Schutzbrille auf oder vielleicht sagst du doch noch warum.
00:03:10: Warum trägst du die SchutzBrille nicht?
00:03:12: Und dann wundere ich mich oftmals, dass dann keine richtige Antwort kommt, sondern nur gesagt wird.
00:03:16: Ja, setz dich mal eben auf!
00:03:17: Also das ist eine geschlossene Frage und es ist auch ein Produkt daraus weil ich glaube... ...dass der gegenüber das Problem oder die das Risiko genauso wahrnimmt wie ich selbst.
00:03:29: Das ist leider oftmals eben nichts für den Fall.
00:03:31: Definitiv also erst einmal ganz... Grundsätzliche Sache.
00:03:35: Es gibt immer unterschiedliche Perspektiven, nur gehen wir häufig sehr häufig zumindest auch in Gespräche rein mit der Wahrnehmung eben es gibt nur eine Perspektive.
00:03:43: das ist mein und das ist die richtige.
00:03:45: Der Fall oder der Fakt ist aber tatsächlich es gibt unterschiedlichste Wahrnehnungen und wir wissen ja auch in der Regel Menschen machen jetzt keinen absichtlichen Fehler.
00:03:52: niemand macht absichtlich irgendwie oder setzt sich Schutzblut nicht auf weil man sagt ich will jetzt mich mal im Auge verletzen sondern grundsätzlich gibt's wahrscheinlich irgendwelche Gründe, die dazu führen, dass die Personen das nicht magen.
00:04:03: Machen aber gerade durch solche Fragen, die wir dann häufig stellen entweder ad hoc in den Situation, sagen wir mal warum hast du die Schutzbrille nicht auf?
00:04:09: oder ähnliches?
00:04:10: Führt es eher dazu, dass wir dann einfach ablocken oder vielleicht auch ausreden suchen und finden und damit antworten oder eben beispielsweise nur kurzfristig die Verhaltensänderung anstreben.
00:04:21: Ja jetzt wird die Brille aufgesetzt ja ich weiß Bescheid danke fürs Hinweis geben.
00:04:25: Aber das Problem ist damit nicht außer Welt geschaffen.
00:04:28: Es bleibt weiterhin bestehen, die Leute werden auch beim nächsten Mal wieder angetroffen werden und ein häufiges Problem zeigt sich gerade in den Trainings-TV veranstalten dass dieses Thema Fragestellen auch nicht nur in der Art Hock Situation eben zu deutlichen Probleme für oder auch in der Artenweise wie das Ganze wahrgenommen wird sondern beispielsweise auch wenn es um Unfallaufbereitung geht.
00:04:45: Wenn's darum geht unsichere Verhaltensweisen auch beinahe Unfälle aufzubereiten dann wird das meistens zwar richtigerweise auch mit den Leuten gemacht, die daran beteiligt sind oder vielleicht um andere, die das mitbekommen haben.
00:04:56: Um unterschiedliche Perspektiven aufzugreifen ist da erst mal gut.
00:05:00: aber meistens eben so dass sie Leute an Pranger gestellt werden mit der Art und Weise wie die Fragen gestellt werden.
00:05:05: es wird irgendwie eher schuldzuweisend gefragt warum hast du das gemacht?
00:05:09: quasi?
00:05:09: Mit dem Unterton Du Idiot kann er nicht sein.
00:05:11: wir haben noch tausendmal drüber gesprochen Und genau das kommt eben auch beim Gegenüber an.
00:05:16: Auch da wird abgeblockt, wird eine Abwehrreaktion in Gang getreten.
00:05:19: die Leute trauen sich gar nicht mehr richtig was dann zu öffnen oder dazu erzählen und das ist ja im Endeffekt das was dann auch als Spiegel für den Arbeitsschutz insgesamt sozusagen für die Leute wahrgenommen wird dass hier einfach insgesamt sagen der Arbeitsschuss heißt dann auch für mich ich werde dann Pranger gestellt Ich kriege einen auf dem Deckel wenn man schiefläuft.
00:05:36: es ist immer ne negative Grundstimmung Und allein da steckt ja so viel Potenzial darin, einfach in der Art und Weise wie wir in die Gespräche reinkommen mit den Leuten um auf der einen Seite eben was zu öffnen.
00:05:47: Auf der anderen Seite eben den Leuten wirklich auch ein gutes Gefühl dabei zu vermitteln.
00:05:52: es geht darum aus denen Situationen die nicht gut liefen zu lernen oder eben auch aus denen sie gut liefern.
00:05:58: Einfach das beizubehalten nach einer Exzellenz zu streben beispielsweise auch Genau!
00:06:03: Da steht man sich meistens einfach ein bisschen selbst im Weg traurigerweise alleine durch die Art und Weise.
00:06:09: Zwei Gedanken dazu, also wo kommen diese vorhin zweisänglich her?
00:06:12: Welche Auswirkungen hat sie denn?
00:06:13: Wie kommen wir über das Thema Arbeitssicherheit.
00:06:15: Wir sagen ja immer Sicherheitskultur und jetzt wissen natürlich fast alle auch die dem Podcast hören es gibt nur eine Kultur Unternehmenskultur ja und Sicherheit ist halt eine wichtige Säule davon so dass es ein und ich glaube das macht schon mal klar wenn wir jetzt über unseren Weg den wiedergehen über Sicherheit, Sicherheitsgutun-Ampführungszeichen bessere Fragen reinbekommen hat das ja auch eine Auswirkung auf den Rest der Unternehmenskultur, weil die Fragen, die ja die Führungskräfte, Management oder Mitarbeiter, Arbeitsschützer.
00:06:45: Betriebsräte?
00:06:46: Alle sind ja Betriebe.
00:06:49: Die, die da stellen, stellen die auch in einem anderen Kontext ja genauso.
00:06:52: Die sagen dann nicht okay ich stelle jetzt beim Qualitätsmanagement oder wenn wir über die Produktion reden, warum haben wir so viel Ausschuss, stell ich andere Fragen als sag ich mal im Arbeitsschutz, das läuft ja nicht.
00:07:03: Also von da glaube ich schon, ist der Hebel die man ja hat.
00:07:05: Wenn ich jetzt über Sicherheit gehe und gebe offene Fragen, hat es eine Auswirkung auf alles andere auch.
00:07:10: Erster Gedanke und zweiter Gedankel ist glaube ich warum stellen wir die Fragen eigentlich geschlossen?
00:07:15: Warum geben wir das Schulzuweisung rein?
00:07:17: Und nicht glaube weil wir tatsächlich der Meinung sind oftmals wenn etwas nicht funktioniert hat ist immer diese eine Person oder dieses eine Team Schuld was er gearbeitet hat.
00:07:27: Meistens ist er eine Person, nicht das Team.
00:07:28: Das ist dieser eine Person Schuld dran.
00:07:31: Also sagst du schon, dass Schuld zu weise natürlich nichts bringt?
00:07:33: Das wissen wir ja aus diversen wissenschaftlichen Perspektiven.
00:07:38: Ja das ist nix bringt.
00:07:39: Hauptsache was ähnliches als Philosophie.
00:07:42: So der Punkt ist aber jetzt hier, wir müssen uns mal klar machen und es ist auch ein Bestandteil mit unseren Trainings.
00:07:48: also ich wirklich verstehe, dass der Auslöser vielleicht den Mitarbeiter oder auch eine Führungskraft ist Aber dahinter ja viel mehr in der Verkettung stattfindet, stehe ich vor als Schweizer Käsemodell.
00:08:00: Und da wird es jetzt spannend mit den richtigen Fragen rauszufinden was hat eigentlich dazu geführt?
00:08:07: Wenn ich diese Warum-Frage stelle wäre das wahrscheinlich die meisten Fälle nicht herausfinden.
00:08:11: und wenn ich nur auf die Brille zeige oder nur die Staplerfahrer sage hier drossel mal die Geschwindigkeit bezeichnen um zu sagen wirst du jemanden umfahren dann wird wahrscheinlich keine Erkenntnis daraus erfolgen warum es wirklich so ist
00:08:25: Total.
00:08:25: Ja, und das ist ja auch noch mal ein wichtiger Punkt den du genannt hast im Endeffekt ich kann das irgendwo nachvollziehen dass man diese geschlossenen Fragen stellt oder auch diese Fragen mit dem unterliegenden und unterschwelligen Schulzug-Weisungskarakter weil es eben schneller thematischer Abschluss ist.
00:08:40: Man hat direkt eine Ursache für sich gefunden vielleicht aber mit der man schon in die Situation reingegangen ist Weil man sie eben finden wollte ohne es wirklich neutral objektiv zu betrachten Gerade auch durch solche Fragestellungen, eben mit geschlossenen Ja-Nein-Fragen.
00:08:54: oder beispielsweise auch eben diese Frage Warum hast du das gemacht?
00:08:58: Können wir auch da schnell abschließen.
00:08:59: Weil die Person sagt dann vielleicht naja ich hab's vergessen.
00:09:01: Kann ja durchaus mal auch passieren kann Grund sein aber vielleicht steckt ja noch viel mehr dahinter hat sie auch gerade gesagt und Wir geben uns aber auch mit der Antwort zufrieden habe ich vergessen.
00:09:11: Dann ist es ein menschlicher Fehler wurde vergessen alles klar dann ist die person da auch Schuld dran.
00:09:16: viel mehr können wir da gar nicht machen.
00:09:17: Aber eben was vielleicht dahinter steckt, warum die Person es vergessen hat oder ob's vielleicht gar kein Vergessen ist oder so einen vorwandenden Einwand sogar nur ist.
00:09:24: Weil beispielsweise die Schutzbrille einfach ganz unangenehm zu tragen ist weil vielleicht nicht ausreichend kommuniziert wurde das bei diesem Arbeitsschritt in diesem Bereich oder wo auch immer die Brille wirklich zu tragen isst oder dass die eigenen Führungskräfte Mitarbeiter drum herum selbst die Brilde nicht tragen und das wirkt sich ja auch wieder auf andere aus.
00:09:42: Das wird viel zu selten noch weiter gefragt und man gibt sich mit dieser ersten Antwort komplett zufrieden.
00:09:49: Und das ist im Endeffekt auch so eine Sache, wo einfach noch viel Potenzial dahinter schlummert.
00:09:53: Wo ich es natürlich verstehen kann aus Effizienzgründen.
00:09:56: Es ist ein schneller Abschluss der Situation aber keiner, der langfristig wirklich wirkt.
00:10:01: Ich habe kurz gedacht am Ende des Tages hast du über die Zeitschiene hinaus viele kurze Gespräche.
00:10:09: Wenn du das zusammenrechnen würdest wahrscheinlich und du ziehst jetzt noch den Arbeitsunfall ab, sparst du dir Zeit hinten raus.
00:10:15: Das ist ja wie so oftmals.
00:10:16: Also wenn du im Baum singen willst dann schaffe ich sechs Stunden die Säge.
00:10:20: Wenn du acht Stunden Zeit hast um mal das Ding durchzuziehen saubern.
00:10:24: Und so ist es da glaube ich auch.
00:10:25: Das muss man aber die Führungskriften auch als Erkläre, weil sie machen sich nicht aus böse Absicht.
00:10:30: Die wissen's ja oftmals nicht besser.
00:10:31: Sie sehen es ja in Trainings.
00:10:32: Die meisten sagen ja macht Sinn andere Fragen zu stellen.
00:10:37: Wenn man gleich, kommen wir gleich zu über die Art und Weise der systemischen Fragen mal spricht.
00:10:42: Dann wird so ein bisschen ... Zu Beginn zumindest meiner Erfahrung, ja, kriege gerne was anderes ist.
00:10:47: So ein bisschen eine Abwehrenerhaltung erst einmal als Neues.
00:10:52: Und auch ungewohnt, so eine Frage zu stellen.
00:10:55: Ein bisschen schwieriger noch aber die Erkenntnis zu sagen ich muss andere Fragen stellen um wirklich herauszufinden wo er liegt.
00:11:01: Die ist relativ schnell da aus meiner Erfahrung.
00:11:02: Total!
00:11:03: Also grundsätzlich, ich glaube die erste große Erkenntnis wo auch alle d'accord mitgehen das ist eben mehr mit W-Fragen zu arbeiten also wirklich das ganz offen zu gestalten.
00:11:10: Bei Mit Ja oder Nein weiß man wirklich nicht viel weiter hinterher oder kann dann auch nicht wirklich mehr damit anfangen.
00:11:16: vor allem aber bringt es einen dazu einfach man kann schnell auch antworten so man muss sich gar nicht intensiv damit auseinandersetzen gar nicht verschiedene Sachen beleuchten und ich glaube dir erkenntens dies von vornherein eigentlich bei allen immer da direkt ja okay offene fragen das bringt auf jeden Fall was.
00:11:30: Aber gerade diese systemische Ansatz, mehr dahinter noch mal zu schauen.
00:11:33: Nicht nur in der Oberfläche zu kratzen sondern wirklich die tiefer liegenden Gründe oder auch Situationen Prozesse Wechselwirkungen Strukturen und ähnliches zu hinterfragen da sehe ich das auch kommt immer wieder erstmal eine gewisse Ablenungshaltung oder Abverhaltung auf weil man sich eben sagt ist es aber viel komplizierter das zu machen.
00:11:50: aber im Endeffekt ist ja auch so ein Fall Arbeitsschutz ist ja kein Thema insgesamt.
00:11:54: jetzt, was von heute auf morgen irgendwie auf einmal beendet ist.
00:11:56: Das ist immer mit einem Aufwand verbunden.
00:11:58: nur die Art und Weise des Aufwands.
00:12:00: Die ändert sich eben genauso wie auch die Art-und-weise, wie wir Fragen stellen.
00:12:03: Und das Schöne ist, dass wir haben ja die Möglichkeiten uns da anzupassen und eben so zu fragen, dass es vielleicht im ersten Moment ein bisschen ungewohnt ist.
00:12:10: Ein bisschen mehr Aufwand auch bedeutet, die Fragen zu formulieren, sich Gedanken zu machen.
00:12:13: Was will ich genau erreichen?
00:12:14: Mit der Frage, was könnten auch Antworten sein?
00:12:17: Aber der Effekt, der hinten rauskommt, spart einem dann wieder extrem viel Zeit bringt eben gleichzeitig noch den positiven Nebeneffekt, dass die Leute einfach merken hier geht es nicht nur darum jetzt irgendwelche Dokumente auszufüllen irgendwo Häkchen zu setzen.
00:12:29: Sondern hier geht's um mich und uns um die gemeinsamen Ziele und Werte, die wir versuchen zu erreichen nämlich übergeordnet natürlich sicher und gesund Hause zu kommen.
00:12:37: Das ist ein guter Punkt was du gerade sagst in der Mitarbeiter die Mitarbeiterinnen oder auch die Führungskrätern vom Management ihnen mal rauf gucken.
00:12:43: ich glaube sie spülen wirklich bei offenen Fragen.
00:12:46: das ist halt nicht.
00:12:46: nur geht es auf einen Haken zu sitzen.
00:12:51: oder sich als Begehung, wie man es nennen möchte jetzt.
00:12:53: Ich habe die Checkliste, ich hake alles ab, sondern ich gehe mal in die Diskussion rein und ich stelle diese offenen Fragen, die muss ich anschauen.
00:12:59: Und da wird mich deutlich schon, dass wir A merken, Interesse ist da.
00:13:05: Wichtig ist, das muss auch Ehrliches Interesse sein.
00:13:07: Das ist ein anderer Punkt, können wir mal darüber sprechen?
00:13:10: Also es ist Interesse da, Ehrlichs Interesse Geht um mich, ich werde gefragt.
00:13:14: Meine Expertise wird ja auch gewertschätzt.
00:13:16: Ist ja auch ein Punkt.
00:13:17: Da ist ja auch Wertschätzung aus.
00:13:19: Ich werde gefragt.
00:13:19: meine Meinung ist wichtig und was wir ja auch sehen bei diversen Kunden ist er schon dass wenn das durchgeführt wird und ich sage mal hundert Prozent werden sie niemals machen aber den großen Anteil macht es und der stellt quasi fest, dass dann Informationen bekommt dadurch die ihr vorher nicht kannte Auch für Gefährungsbrotteilung übrigens ganz spannend Aber auch Probleme löst, wir sind beide Brillenträger.
00:13:42: Von daher wenn die Brille drückt, ich sag mal das ein Europfirmand Produkt ist, so was welche unglücklich jetzt ist an der Situation kriege es halt durch solche Fragen eher raus als wenn ich sage Brille auf etcvp.
00:13:55: Und das ist ja auch noch so ein Irrglaube, den viele Führungskräfte häufig haben.
00:13:58: Dass sie im Endeffekt alle Lösungen haben müssen.
00:14:01: Dass Sie alles im Blick haben müssen über Ihre Augen und Ohren haben und alles schon quasi wissen müssten.
00:14:06: Dabei sind es gerade eben auch vielerlei die Mitarbeiter vor Ort, die wirklich die Experten sind, die tatsächlich mit dem Risik, mit der Gefahrensituation jeden Tag konfrontiert sind sich wahrscheinlich schon viele Gedanken machen wie können's besser laufen was läuft nicht ganz optimal usw.
00:14:23: Aber denen wird eben häufig gar nicht die Plattform dafür gegeben, genau dieses Wissen auch zu teilen und über das richtige Fragestellen.
00:14:30: Und natürlich du sagst es auch, ja, über das authentische Fragestell.
00:14:33: Das gehört natürlich auch mit dazu dass man auf wirklich ehrliches Interesse zeigt und nicht einfach nur dann abliest wieder und sich seine Notizen macht sondern natürlich auch das braucht Übung wird mit der Zeit besser.
00:14:43: aber dann hat man eben da wirklich den Mitarbeitern das Gehör geschenkt, die Beteiligung wieder gefördert und das führt wie gesagt insgesamt zu einer offeneren Kultur.
00:14:51: was einfach die gemeinsame Problemlösung Ja, Optimierung einfach angeht.
00:14:57: Da hingen ja Führungskräfte, also Firmen und Unternehmen die mit uns zusammenarbeiten in unserem Jahresprogramm, die kriegen ja auch Monatsthemen zum Beispiel, da liegen ja auch die Führungskräfte Handlungsanleitungen zu jedem Thema wo wir explizit systemische Fragen zu diesem Thema passend auch schon rein tragen so unser Marketing Team.
00:15:15: was das macht damit ihr auch schon eine kleine Hilfestellung haben muss man nicht nutzen in den Unternehmen man kann es nutzen.
00:15:21: viele nutzen das gerade zu Beginn ... um eine Orientierung zu haben, weil es auch Zeit spart.
00:15:26: Ja, so was.
00:15:28: Es hat natürlich viel über das Thema offene Fragen schon gesprochen und wie wertvoll die sind... Und das ist Wertschätzung auslös im anderen.
00:15:34: Jetzt kommen wir zu, was sind denn eigentlich diese offenen Fragen?
00:15:37: Bevor wir da reingehen, eine für die gleich kurze Geschichte auch noch,... ...die ich mal miterlebt habe tatsächlich bei einem Kunden vor Ort, um nochmal darauf einzugehen, wie wertful das denn wirklich sein kann.
00:15:46: Da war ich nämlich tatsächlich vor Ort gewesen und da wird mir erzählt, dass auch die systemischen Fragen natürlich am Anfang ein bisschen kompliziert sind zu stellen, ein bisschen Kreativität erfordern Aber man sich mit der Zeit dran gewöhnt hat, auch die Mitarbeiter dann das Gefühl hatten hey geht's wirklich drum.
00:15:58: und da wurde mir von der Fachkraft für Arbeitssicherheit eben erzählt.
00:16:01: Da war ein Kollege bei dem bei der Firma auf dem Werk galt insgesamt Helm-Tragepflichten.
00:16:06: Die hatten eben auch das Thema dass der Helm immer mit Kinderriemen getragen werden sollte.
00:16:10: Ein Kollege hatte den Helm immer auf aber den Kind riemen nie her gehabt oder nicht zugemacht wird immer wieder darauf angesprochen gesagt ja warum ziehst du denn Kinderriem denn nicht an?
00:16:19: Das ist doch kein großer Aufwand!
00:16:20: Den Helm hast er schon auf.
00:16:21: eigentlich eine richtig gute Sache.
00:16:23: Macht den doch zu.
00:16:24: Ja, ja mach ich!
00:16:25: Alles klar.
00:16:25: Nächsten Tag wieder den Kollegen gesehen und darauf angesprochen.
00:16:28: Kannst du vorstellen was passiert ist?
00:16:30: Helfen wir auch im Kopf aber der Kind riemen war nicht so.
00:16:33: Wieder drauf angesprochen noch mit dem Hinweis wenn er irgendwie dich stört oder kratzt oder ähnliches kannst einen neuen Helm besorgen.
00:16:41: Ein zwei Tage später wieder den Kolleginnen getroffen.
00:16:44: Wieder den Helm.
00:16:45: Nicht mit Kind riemgetragen.
00:16:46: Und dann wurde man schon ein bisschen nervöser.
00:16:48: Aber hat dann gesagt na komm bevor wir dem jetzt eine Ermahnung aussprechen oder sonst was weil das ist ein wiederholtes Vergehen.
00:16:53: Irgendwann muss man auch durchgreifen, nee wir gehen lieber dem Weg nochmal wirklich systemische Fragen zu stellen.
00:16:58: Noch mal ein bisschen tiefer zu graben noch einmal ein bisschen mehr versuchen auf den Mitarbeiter uns einzulassen verschiedene Sachen eben auch ihnen selbst zum Nachdenken anzuregen nochmal andere Sichtweisen einzunehmen.
00:17:08: und dann über dieses Gespräch kam tatsächlich erst raus dass der Kollege schon seit Ewigkeiten in der Firma ist und immer noch seine Grundausstattung hatte von damals einen ersten Elm den er gefühlt bekommen hat oder zumindest schon lange Jahre Natürlich auch gewisse Verschleißeffekte eingetreten sind.
00:17:23: Der Kind Riem war wirklich irgendwann nicht mehr angenehm zu tragen, aber der Kollege wusste einfach gar nicht mehr wo er sich einen neuen Helm schaffen kann oder soll oder muss und er wollte sich das aber nicht eingestehen weil er schon so lange mit dabei ist, weil er noch nie was gebraucht hat, einfach dieses Unwissen zu haben, womit muss ich dann überhaupt da hingehen?
00:17:41: Wo kann ich mich überhaupt daran hinwenden?
00:17:44: Und dieses Eingeständnis wollte halt einfach nicht machen Hat aber dazu geführt, dass alle anderen das wahrgenommen haben als warum trägst du jetzt den Helm nicht?
00:17:51: Das ist doch gar kein Problem.
00:17:52: Und er selbst hat dabei einen ganz anderen Grund und erst über das Gespräch kam dann raus und ganz offen sagt ja es ist auch überhaupt kein Problem da und da musst du hin hol dir ein Helm alles gut wunderbar wird gezeigt hab da kein Problem mehr gewesen.
00:18:05: also auch das zeigt ja einfach noch mal diese Kraft oder diese diese diese ja diese diese Möglichkeiten die wir damit haben einfach mit den Fragen Wirklich Ergebnisse zu erzielen, die auch langfristiger wirken als jetzt eben immer nur zu fragen.
00:18:16: Warum hast du den Helm jetzt nicht mit Kindern an?
00:18:18: Das
00:18:19: ist ein ganz spannender Punkt weil das heißt ja schon auch einen Kulturwandel.
00:18:22: Das wirst du in der Kultur, wenn man die Bradley Cobel mit allen ihren Schwächten, die sie hat erstmal nehmen dann wirst auf Stufe zwei noch zu Beginn noch bist diese Fragen gar nicht stellen.
00:18:32: Dann tun Sie alle statt bis wir aus hundert Unternehmen, mit denen wir schon Arbeit haben wissen wir es.
00:18:36: So und jetzt siehst Du ja quasi die Stufe Zwei und wer okay ist beim dritten Mal kommt jetzt die Abmanung Das ist Stufe zwei, Kontrolle oder Abmahnung.
00:18:46: Also das heißt der Schritt zu machen ist ja auch eine Entwicklung für die Person, die jetzt das Gespräch gefühlt hat, sagen abmahnungen vielleicht ist der Fehler auch woanders.
00:18:56: Ist ja ein Eingestelltenes und wiederher haben wir unser Systemfehler.
00:19:00: Der ist ja unbewusst.
00:19:02: ablaufen muss und sag ich komm es geht hin du bist schuld.
00:19:05: Und an dieser Frage zu stellen heisst ja schon kulturelles da einiges passiert.
00:19:08: Total.
00:19:09: Ich glaube diesen Spogen haben Noch viel Unternehmen glaube ich vor sich.
00:19:14: Manche glauben, wir sind schon relativ weit.
00:19:16: Wenn man mal hinguckt... Wir haben ja jetzt nicht bei uns Gespräche.
00:19:19: und noch der Vertrieb, weil sie haben ja gut aufgestellt, wir machen das schon.
00:19:23: Dann gehst du halt ins Gespräch mal rein und dann schätzt ihr fest in eurer Wahrnehmung, da sind wir wieder, ne?
00:19:28: In eurer wahrnehmungen Ja, aber in der Praxis was man jetzt so feststeht, kochen alle mit Wasser.
00:19:34: Und ihr leider auch.
00:19:36: Eure Wahrnehnung.
00:19:38: Das ist immer Raufschauen!
00:19:40: Eine stehmische Frage hat ja auch ein paar Merkmale.
00:19:42: Das eine ist, dass wir nicht auf die Schuldfrage gehen, sondern wir gucken immer in die Zukunft auch rein.
00:19:47: Wir wollen lösungsorientiert arbeiten
00:19:51: und mehr vor allem aus dem Grund.
00:19:53: Beispielsweise wenn es darum geht Fehler, Unfälle oder ähnliches aufzubreiten die sind schon passiert.
00:19:57: Das werden wir nicht mehr ändern können.
00:19:58: was wir ändern können ist eben die Zukunft also das was wir ab da machen wie wir daraus lernen wie wir's eben besser gestalten oder auch eben dass was wir gut haben beibehalten können oder sicherstellen dass es auch immer so ist.
00:20:08: und deswegen absolut ja zukunftsorientiert
00:20:10: Ja ist ein wichtiger Punkt das finde ich mal.
00:20:12: zurückschrauben das machen wir in Deutschland sehr oft immer alles schlecht rückgucken.
00:20:16: früher war alles besser wirklich diesen Step nach vorne zu gehen.
00:20:19: wichtiger punkt Außer man zu sagen, okay wir gucken jetzt mal auf das positive.
00:20:24: Also sieht man auch mehr in den Fragen meistens auch.
00:20:27: In meiner Reihe gibt es noch ein paar Abweichungen weil die fragen sich schon positiv gestellt und da sind ja auch schon ein paar Aspekte wo wir mal sagen müssen Arbeitssicherheit ja auch positiv verkaufen wenn wir wollen dass Menschen etwas aus freien Stücken machen kann ich heutzutage nicht mal in die Angstkreude bis um geht nicht mehr schwingen.
00:20:43: die habe ich draußen genug wenn ich rausgucke in die Welt.
00:20:46: also ich muss gucken dass ich einen anderen Weg finde Und da gibt es ja jetzt diverse Möglichkeiten, die stellen kann.
00:20:53: Vielleicht kannst du mal berichten und so.
00:20:55: Gebt den Hörer mal drei oder vier Varianten mit, die es gibt.
00:20:59: Dann können wir ein paar Beispiele sprechen.
00:21:01: Jawohl!
00:21:02: Also grundsätzlich nochmal zu dem positiven Charakter auf allen einen Seite, damit die Leute nicht unter Druck gesetzt werden.
00:21:07: Das hatten wir vorhin schon keine Schuldzuweisung sondern wirklich eine offene Gesprächsatmosphäre das ehrliche Interesse zeigen und eben auch nicht immer nur nach den Worst Case Fragen zumindest in den meisten Fällen bei den systemischen Fragen.
00:21:19: Eben eher da aufschauen was wollen wir erreichen?
00:21:22: Was wollen wir mit dem Zukunft orientierten?
00:21:24: was ist der positive Zustand, den wir haben wollen statt?
00:21:27: Was ist der negative, den we vermeiden wollen?
00:21:28: Grundsätzlich gleicher Ansatz.
00:21:30: Gleiches Ergebnis am Ende des Tages aber eine ganz andere Gewichtung sozusagen wie es auch aufgenommen wahrgenommen wird.
00:21:35: und Thema Werbung eigentlich passendes Beispiel.
00:21:37: Da versucht man ja eben möglichst positiv zu reden und da haben wir die Möglichkeit einfach von der Frage Art oder Fragestellungen das so umzuformulieren dass es eher in die Richtung geht wo wir hinwollen statt in die wo wir etwas vermeiden.
00:21:50: Grundsätzlich hast du recht, es gibt extrem viele systemische Frage-Techniken die man anwenden kann.
00:21:54: Unterschiedlichste Intentionen auch die dahinter stecken unterschiedliche Situation wo man sie anwende kann.
00:22:01: grundsätzlich glaube ich auch dass nicht jede Frage für jeden Situation für jeden Mitarbeiter immer die perfekte oder geeignete ist.
00:22:07: und ich habe auch häufig schon mal in Workshops die ein bisschen mehr Ablehnung oder Widerstände bei den einen oder anderen Fragentechniken auch von ganz unterschiedlichen Personengruppen gemerkt, wo ich dann auch sage, man muss ja nicht alle sofort anwenden.
00:22:18: Man kann sich erst mal mit denen vertraut machen, wo man selbst das Gefühl hat.
00:22:20: da kann ich das authentisch vermitteln und das kommt auch bei meinen Leuten gut an beispielsweise... wo es um Skalierungsfragen geht, ja?
00:22:28: Wo man eine Scala vorweg nimmt.
00:22:29: Um einfach einen kurzen Schätzwert zu haben.
00:22:31: Vielleicht bei Ingenieuren gerade super weil eben viel mit zahlen Datenfakten direkt irgendwie mal ne kurze Einschätzung da ist statt jetzt ich sag mal ein psychologisches Thema aufzumachen aber Skalierungsfragen eben einfach ne Frage gestellt wo's um beispielsweise Gefühleemotionen geht etwas was sehr schwer greifbar ist wo die Leute vielleicht ja viel zu lange nachdenken müssten um dann ausführlicher Antwort zu geben, können uns Abhilfe mit schaffen, indem wir einfach sagen hey von der Scala von eins bis zehn.
00:22:56: Wie bewertest du das denn?
00:22:57: Wie sicher fühlst du dich gerade?
00:22:59: Wie zufrieden bist du mit der PSA die Ditze Verfügung gestellt wird?
00:23:02: Wie gut findest du unseren Werksverkehr geregelt?
00:23:05: Was auch immer es ist, Scala kann von Eins bis Zehn sein, Eins schlecht sehen super Kann Schulnotensystem sein beispielsweise Eins bis Sechs oder muss man sich nur darauf einigen?
00:23:14: in Deutschland heißt das noch mal was anderes vielleicht als in der Schweiz mit Eins bis sechs.
00:23:17: aber natürlich klar weiß man Bescheid.
00:23:19: oder auch zum Beispiel ein Ranking kann man machen lassen und in Prozentzahlen angeben lassen.
00:23:23: Das sind die Top drei, was ist dein Liebstes?
00:23:25: Was denn wenigstens liebstes?
00:23:26: PSA-Gutenziele wie auch immer auf jeden Fall möglichst irgendwie mit Zahlen das Ganze verknüpfen um einfach ganz schnell einen Eindruck zu haben, irgendein Referenzwert zu haben um zu schauen hey was bedeutet das jetzt für die Person?
00:23:38: weil wenn ich dich einfach nur frage jetzt ganz offen gesprochen wie geht es dir heute?
00:23:42: kommt hoffentlich die Antwort gut
00:23:44: Männerdialog.
00:23:45: Genau, gut!
00:23:46: Aber was genau dahintersteckt?
00:23:47: Gut kriege ich dadurch nicht wirklich raus.
00:23:49: vielleicht heißt das für dich ist absolut toller Tag die geht's richtig klasse oder es ist halt einfach nur ein Standardtag.
00:23:54: aber wenn ich einen Skala dran packe eins bis zehn und du sagst ja mir gehts gut so eine sechs dann habe ich den Referenzwert und kannst damit eben viel viel besser einschätzen.
00:24:02: dann eben natürlich auch danach drauf schauen wie da in die Zukunft geblickt.
00:24:06: ok sexus von mir aus erst mal in Ordnung ist besser als der Mittelwert aber irgendwas fehlt ja noch zu zehn Und da kann ich dich auch danach fragen, oder zum Beispiel auf das PSA-Thema bezogen.
00:24:16: Was fehlt denn jetzt noch damit die PSA wirklich bei einer neuen von zehn, zehn von zehn bei der Bewertung ist?
00:24:21: Irgendwas gibt es ja was noch zu optimieren ist.
00:24:23: Dann hast
00:24:23: du mal für die Brille nicht drückten oder beschlägt
00:24:26: z.B.,
00:24:26: ne?
00:24:27: Oder
00:24:28: ich bräuchte eine, die noch mit Sehstärke ist.
00:24:30: Da bräucht ihr nicht zwei Brillen tragen oder einen Korbbrillen oder was auch immer.
00:24:33: Auch das sind ja dann Möglichkeiten, wo die Person direkt durch so eine weitere Nachfrage nochmal Lösungsorientiert sozusagen auch antwortet beziehungsweise auch Lösungen anbietet.
00:24:43: Der schöne Nebeneffekt ist man kann dann zum Beispiel auch nach einer gewissen Zeit, nach ein paar Monaten vielleicht nachdem man es versucht hat umzusetzen auf was er vorschlägen kann noch mal fragen und kann dann eben auch schauen hat sie's denn im positiven Sinne entwickelt oder ist es vielleicht rückläufig sogar gewesen?
00:24:58: kann ja durchaus passieren.
00:24:59: Wenn wir Fragen stellen, wenn wir Dinge ändern dann kann das nicht immer vielleicht den perfekten Ausgang haben.
00:25:04: aber wir haben trotzdem mehr Erkenntnis daraus gewonnen es mal probiert zu haben als dann im Endeffekt gar nichts getan zu haben.
00:25:09: also auch dass ist ein schöner Nebeneffekt von diesen Skalierungsfragen von Entwicklungen Tendenzen sich auch da anzuschauen wo gehen wir hin?
00:25:18: Wo wollen wir hin was gibt's noch zu verbessern oder auch einfach den aktuellen Ist stand mal zur Frage wie stellen wir denn sicher dass es aktuell so ist wie es ist.
00:25:26: Zum Beispiel PSA wird bewertet mit einer absoluten zehn von zehn, die sind total super.
00:25:29: alle konnten sich ihre eigene auswählen mehr oder weniger und sind total zufrieden.
00:25:33: dann kann man auch das einfach noch mal als Bestätigung, als Bestärkung nutzen oder eben nach dieser Exzellenz streben also auch da eher mehr in diese lösungsorientierte Richtung gehen sozusagen das ist auch eine weitere Frage Technik die man sehr gut damit auch koppeln kann genau eben zu schauen wie stellen wir's aktuell sicher?
00:25:50: Oder was kann jeder einzelne tun um eben zu einer Lösung beizutragen.
00:25:55: Und das ist ja eben auch ein sehr, sehr schöner Vorteil wenn wir diese Frage stellen den Mitarbeitern die vielleicht immer nur davon ausgehen Arbeitsschutz heißt dass da kümmert sich die Fachkraft für Arbeitssicherheit oder meine Führungskraft drum und wir wirklich hergehen mit dem Ansatz zu fragen was kannst du zu einer Lösung beitragen?
00:26:11: Dann hat es eben ganz, ganz großen Effekt darauf dass die Person nachdenkt die eigene Selbstwirksamkeit steigt wenn man Das erste Mal vielleicht das Gefühl bekommt, ja ich bin Teil der Sicherheit.
00:26:20: Ich bin nicht einfach nur jemand, der das Ganze irgendwie ausbaden muss sondern ich kann mitgestalten und vielleicht ist es auch keine Riesenlösung die ich irgendwo dazu beitragen kann aber es ist zumindest ein kleiner Stein der das ganze in Rollenbring ins Rollen bringen zu einer Lawine wird und dann insgesamt sich eben auch bessert.
00:26:35: Die
00:26:35: Reaktion wahrscheinlich bei Fehlendem so Uuh!
00:26:37: Ja total!
00:26:40: Also natürlich manchmal kannst du auch vielleicht erstmal überfordern im Sinne von oh jetzt muss ich was tun.
00:26:45: Häufig ist es ja eben trotzdem eher das Gefühl, ich kann endlich mal was tun.
00:26:49: Und es muss ja auch nichts Großes sein.
00:26:50: Aber ja eine Frage wie kannst du beispielsweise die Sicherheitskultur in deinem Bereich vorantreiben?
00:26:54: Man kann die Person vielleicht nur antworten ab und zu muss sich meiner Führungskraft den Hinweis geben dass wir andere bessere Informationen brauchen mehr Transparenz oder ähnliches.
00:27:03: dann hat man selbst nicht die Kommunikation verbessert aber zumindest der Führungskraft den Hinweise gegeben dass die das machen können.
00:27:09: also auch da wie gesagt diesen Steinen Rollen gebracht.
00:27:11: Und das ist ja schon mal besser, als einfach nur auszusitzen und zu warten bis die Führungskraft vielleicht selbst mal drauf kommt.
00:27:16: Ein wichtiger Punkt ist glaube ich, weil die Frage gibt es in den Tränen auch ab und zu.
00:27:19: Wie steige ich jetzt einfach ein?
00:27:21: Gehe ich jetzt hinterher, Skala eins bis zehn natürlich nicht.
00:27:24: Also immer von der Seite an schon sagen wir auf Skala Eins bis zehn wie sicher sind wir?
00:27:27: Nee, da ist natürlich Quatsch.
00:27:28: Also hier auch einen guten Einstieg zum machen ist wichtig bevor euch mit systemischen Fragen starten.
00:27:33: Das ist schon bisschen... Kurios vielleicht.
00:27:36: Ja und wie gesagt, ich glaube das kommt auch mit der Routine dass man sich da einfach ein bisschen mehr dran gewöhnt an diese Frage Techniken Dass es einfach im Gesprächsfluss mehr oder weniger mit drin ist Und eben nicht so vorgelesen wirkt dass man sagt auf einer Skala von eins bis zehn Wie sicher fühlst du dich sondern einfach hey Ich sehe dich gerade beim Arbeiten Wie sicher füllst du Dich denn?
00:27:54: Eins bis zehn.
00:27:55: Das ist ja deutlich lockerer deutlich einfacher Gerade wenn man's vielleicht auch einleitet gerade am Anfang umsonsten die Routinen bei den Mitarbeitern aufzubauen durchaus sinnvoll.
00:28:05: Du hast aber vorhin ja schon erwähnt, es gibt natürlich auch ein paar Fragetechniken die so ein bisschen in die andere Richtung gehen, die eigentlich mit dem grundsätzlichen positiven Charakter der systemischen Fragen brechen gerade dann vor allem wenn man an so wirklich Denkplokaten angekommen ist.
00:28:17: Man selbst oder auch dagegen über, weil man merkt irgendwie so richtig erreicht haben wir sie noch nicht oder richtig weiter wissen wir auch noch nicht.
00:28:24: und gibt's beispielsweise auch die wunderbare Paradoxifrage wie man stellen kann Für mich immer in den Trainings einer der Lieblingsfragen, weil da kommen die kreativsten Sachen raus.
00:28:34: Weil es einfach mal ein bisschen anders ist.
00:28:35: Weil's den Fragesteller aber vor allem auch die Person, die gefragt wird, einfach ein bisschen verblüfft.
00:28:40: Wer vielleicht den einen oder anderen Lacher hervorruft.
00:28:42: Oder zumindest so eine Reaktion führt wo man wirklich nachdenkt.
00:28:46: Weil im Endeffekt fragen wir nach dem kompletten Gegenteil von dem was wir eigentlich haben wollen.
00:28:50: Also gehen quasi auf das ein, was der unwünschenswerteste Fall ist... Aber gerade diese Frage, auch zum Einstieg vielleicht teilweise.
00:28:58: Muss man ein bisschen aufpassen ist ähnlich wie beim Thema Humor.
00:29:01: Ironie, Sarkasmus kommt auch nicht bei jedem Top an.
00:29:03: aber gerade auch dann wenn man es einleitet sagt mag bis ein komisch klingen aber könnte trotzdem spannend vielleicht sein was da jetzt rauskommt.
00:29:10: kann man diese Fragen sehr gut auch anwenden um eben auch vielleicht auf die eine oder andere Sache zu schauen die man selbst gar nicht auf dem Schirm hat die noch nicht ganz so optimal läuft oder einfach mal die Leute darüber nachdenken zu lassen, was denn alles schlecht möglichst passieren kann.
00:29:24: Um das natürlich dann auch wieder hinten rauszunutzen und dabei nicht zu belassen sondern dann zu schauen okay jetzt haben wir drüber gesprochen was nicht gut läuft.
00:29:30: wie können wir es denn besser machen zum Beispiel?
00:29:32: Also
00:29:33: es wäre quasi so, wo könnte aus meiner Sicht demnächst der nächste schwere Unfall passieren?
00:29:37: als Beispiel?
00:29:37: Zum Beispiel
00:29:38: ein anderer Denkmuster dahinter von der Vorgehensweise um dann mal zu irritieren weil die Erfahrung zeigt ja es gibt dann die entsprechenden Rückmeldungen weil die Mitarbeiter genau wissen oder die Mitarbeiterinnen Wo Risiken sind, wo vielleicht auch mal eine Maschine manipuliert wird in welchem Schritt.
00:29:57: Wo vielleicht auch Arbeitsmittel anders genutzt werden weil vielleicht nicht das richtige da ist und so weiter und sofort.
00:30:05: Das kommt oftmals dann beiläufig quasi raus.
00:30:10: Und damit du sagst kann man wir umswitschen.
00:30:14: Gerade die Frage braucht natürlich ein gewisses Vertrauensverhältnis, gerade wenn es darum geht vielleicht wirklich Missstände aufzuzeigen dass sich die Personen bisher gar nicht getraut haben das zu machen.
00:30:22: Deswegen auch das wie gesagt entweder durch Einleitung oder so ein bisschen durch das Rand hast und durch die anderen Fragetechniken auch durchaus eine Möglichkeit.
00:30:28: aber Gerade das durch dieses kurze Verblöfen, durch dieses Drüber nachdenken eben.
00:30:33: Du hast gerade schon gesagt was müsste ich jetzt tun damit mich möglichst schwere in dem Bereich verletze?
00:30:38: oder muss ja auch nicht nach den Worst Case vielleicht genau fragen sondern auch also nicht das schlimmste mögliche Ausgang mit schlimmen Unfällen aber auch zu fragen hey wie müsst ihr beispielsweise deine Schutzbrille gestaltet sein dass du gar keine Lust mehr hast sie zu tragen?
00:30:51: Oder was ich persönlich auch eine super Möglichkeit finde Paradox zu fragen zu sagen Hey was sind denn deine top drei ausreden um die PSA nicht zu tragen, um in den Gefahrenbereich nicht doch reinzugehen oder die Zutrittsverbote zu vermeiden oder ähnliches.
00:31:04: Also gerade diese Ausreden, die kommen ja immer wieder und ich glaube jeder hat sich schon mal irgendwo gehört grad auf Mitarbeiter-Ebene untereinander auch.
00:31:11: Auch das kann man ja durchaus mal fragen was wären denn so ausreden?
00:31:14: Um dann darauf aufbauen zu schauen okay da läuft ja irgendwas dann nicht ganz perfekt, dann müssen wir wahrscheinlich dran arbeiten.
00:31:21: also auch dass eine super Möglichkeit einfach drauf zu schauen, auf selbst vielleicht Gefahrenstellen Risiken nochmal hingewiesen zu werden die man selbst nicht auf dem Schirm hat oder auch zu sensibilisieren.
00:31:31: Die Leute die vor Ort sind und eben so ein bisschen mal auch vielleicht den einen oder anderen Lacher rauszukriegen.
00:31:36: also gerade da merke ich in den Trainings auch immer kommen kreativsten Lösungen zum Thema Arbeitswege, Autofahren oder ähnliches.
00:31:42: Eine meiner Lieblingsfragen ist wie müsstest du deinen Fahrverhalten anpassen dass du möglichst schnell keinen Beifahrer mehr in deiner Seite hast?
00:31:48: Da finde ich einfach irgendwie sympathisch.
00:31:49: gefragt Ist jetzt nicht Worst Case mit schlimmen Unfällen oder sonst was.
00:31:53: Aber trotzdem lässt einem einfach wirklich nachdenken Was man denn vielleicht schon tut und was man vielleicht lassen sollte Wie man es auch besser kann.
00:32:00: Also das durch eine coole Möglichkeit Einfach so ein bisschen Lockerheit auch in das Thema reinzubringen.
00:32:05: Ja, Radlockerheit ist ein wichtiges Thema, was wir ja auch in den Trainings haben.
00:32:08: Es geht nicht darum, Versteil rüberzubringen, sondern wirklich in der sicheren Zone des Raumes etwas lockerer und humorvoller zu agieren, weil dann macht es im Führungskräften ja auch Spaß, etwas zu lernen und entsprechend herumzusetzen.
00:32:24: Du hast gerade schon gesagt, das bedarf ja auch gewisse Vorbereitungen um so etwas einzuführen.
00:32:30: Das ist ein wichtiger Punkt, das Training ist immer ein Baustein.
00:32:34: Wie ich jetzt nur sagen würde, ich mache es alleine nur einen Work-Shops und thema systemische Fragen.
00:32:40: Nur das!
00:32:41: Da ist die Wahrscheinlichkeit unserer Erfahrungen zumindest sehr groß dass es vielleicht ein kleines Hoch gibt.
00:32:46: Und gerade bei systemischen Fragen wahrscheinlich auch weniger.
00:32:48: wenn ich nur das gemacht habe weil am Ende des Tages der Prozess hinterlegt ist, weil die Kommunikation auch draußen nicht klar ist.
00:32:56: Weil es vielleicht ein Kickoffgrab ist was passiert jetzt?
00:32:58: Deswegen haben wir bei uns auch wenn wir in die strategische Umsetzung gehen ja auch mehrere Bausteine.
00:33:04: das heißt wir arbeiten ja im Vierhandlungsfeldern zum Beispiel sie als Grußgespräche, vor allem diese Maßnahmen und das Thema Kommunikationskampagnen, Shopfloorboard-Kommunikation sprechen auch.
00:33:14: Das Thema Organisation Prozesse anpassen, Strukturen schaffen damit z.B auf Führungskraft systemische Fragen anwenden kann Handlungsfeld-Vierkommunikation.
00:33:23: Dann wirst du auch ordentlich in die Fläche reinkriegen.
00:33:26: und dann halt wieder die Befähigung, wo du unterwegs bist in den Trainings um da die Basis zu schaffen.
00:33:32: Und wenn Du als Hörer des Podcasts jetzt sagst was auf hier das ist ein spannendes Thema.
00:33:37: Asystemische Fragen stellen.
00:33:38: wir stellen nur warum fragen oder zeigen nur auf dem Brille oder zeigen statt der Fahrer langsamer Heldragen, wie auch immer.
00:33:46: Oder sagen du weißt schon was du falsch gemacht hast oder?
00:33:49: Du weißt ja
00:33:49: schon was so falsch gemacht.
00:33:50: Genau richtig!
00:33:51: Ja nochmal richtig ein mitgehen und da kommt die richtige Freude auf.
00:33:55: Also wenn du sagst das machen wir heute noch nicht so gut darin andere Fragen zu stellen.
00:34:00: Wir müssen auch an der psychischen Sicherheit arbeiten weil es ist eine ganz wichtige Voraussetzung.
00:34:03: Ich stehe von Lerner Organisationen.
00:34:05: Dann sind wir, glaube ich die beste Ansprechpartner für dich in Deutschsprachengeraum und auch Europa.
00:34:09: Geht auf unsere Webseite www.wanderwerker.com slashterminen bucht ihr jetzt ein Kurs um das Erstgespräch.
00:34:15: Lass uns mal raufschauen wo hakt es genau?
00:34:17: Und wenn wir eine Lösung finden, so dir zu deinem Unternehmen passt.
00:34:20: Lieber Max, danke.
00:34:21: so da was!
00:34:21: Jawoll, danke auch!
00:34:22: Ja
00:34:23: und bis zum nächsten Mal.
00:34:24: Ciao!
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