#449 Kann ein wirksamer Arbeitsschutz ein unternehmerischer Erfolgsfaktor sein?
Shownotes
In der neuen Folge des WandelWerker Podcasts spricht Stefan Ganzke darüber, ob und wie wirksamer Arbeitsschutz zu einem unternehmerischen Erfolgsfaktor werden kann.
Anhand eines Rechenbeispiels zeigt Stefan, wie sich Ausfalltage über die Unternehmensmarge in tatsächlichen Umsatzbedarf übersetzen lassen und warum diese Zahlen für Management und Controlling oft überzeugender sind als reine Ausfallkosten. Er ordnet diese wirtschaftliche Betrachtung ein, verweist auf den Return on Prevention aus dem Jahr 2013 und erläutert, warum aus seiner Sicht weniger Arbeitsunfälle direkt mit höherer Produktivität und Qualität zusammenhängen, etwa durch geringere Personalverschiebungen und stabilere Abläufe. Auch der Stellenwert von Arbeitssicherheit bei Bewerbungsgesprächen und für das Unternehmensimage kommt zur Sprache.
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00:00:00: Anna Ganzke: Die Wandelwerker haben eine Mission: den Arbeitsschutz in den Unternehmen auf ein neues Level heben.
00:00:05: Anna Ganzke: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge des Wandelwerker Podcasts, dem ersten deutschen Arbeitsschutz-Podcast für ganzheitliche und innovative Ideen für den Arbeitsschutz.
00:00:13: Anna Ganzke: Heutzutage können Informationen schnell verbreitet werden. Experten, die mit neuen Strategien und Methoden Arbeitsunfälle nachhaltig reduzieren, sind gefragter denn je.
00:00:23: Anna Ganzke: Wir zeigen Geschäftsführern, Sicherheitsingenieuren und Fachkräften für Arbeitssicherheit Schritt für Schritt, wie genau das funktioniert und wie damit den stagnierenden Unfallzahlen ein Ende gesetzt wird.
00:00:33: Anna Ganzke: Es gibt keinen Grund, länger zu warten. Jetzt ist der Zeitpunkt, Arbeitsunfälle zu reduzieren.
00:00:39: Stefan Ganzke: Kann ein wirksamer Arbeitsschutz ein unternehmerischer Erfolgsfaktor sein? Mit dieser Frage beschäftigen wir uns heute hier in der neuen WandelWerker Podcast-Folge.
00:00:48: Stefan Ganzke: Mein Name ist Stefan, Geschäftsführer der WandelWerker Consulting GmbH, und zusammen mit unseren knapp 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unterstützen wir Unternehmen aus Mittelstand und Konzernen in Deutschland und ganz Europa dabei, einen ganzheitlichen Ansatz zu verfolgen, um Arbeitsunfälle und unsichere Situationen nachhaltig zu senken.
00:01:09: Stefan Ganzke: Und ich möchte jetzt die Frage aufgreifen: Kann Arbeitsschutz ein unternehmerischer Erfolgsfaktor sein? Ich möchte vorwegnehmen: Ich glaube schon, und werde jetzt erklären, wieso.
00:01:21: Stefan Ganzke: Also vom Grundsatz her: kein Arbeitgeber möchte, dass sich ein Mitarbeiter, eine Mitarbeiterin während der Arbeit verletzt. Das wünscht sich niemand, das möchte niemand haben.
00:01:35: Stefan Ganzke: Trotzdem passiert es, aber es ist nicht der Wunsch, es ist nicht der Wille. Ich glaube schon, dass Unternehmen gewillt sind, Maßnahmen zu ergreifen, um genau dieses Szenario zu vermeiden.
00:01:45: Stefan Ganzke: Trotzdem sehen wir es: In der betrieblichen Praxis kommt es immer wieder zu Unfällen. Wir wissen, Menschen machen Fehler. Und dann ist die Frage: Wie gehen wir mit diesen Fehlern um? Aber vom Grundsatz her: gute Absicht. Unternehmen möchten nicht, dass sich jemand verletzt.
00:01:59: Stefan Ganzke: Wenn wir mal schauen: Unternehmerischer Erfolgsfaktor heißt im ersten Schritt auch Kosten. Wir sehen gerade in der Wirtschaftskrise, dass immer wieder von Kostensenkungspotenzial gesprochen wird.
00:02:12: Stefan Ganzke: Und wenn dann Arbeitssicherheit oder der Arbeits- und Gesundheitsschutz als Kür gesehen wird, als das I-Tüpfelchen, oder als etwas, das nur Geld kostet und wo man jetzt sparen muss, weil ja Wirtschaftskrise ist, dann kann sich das Unternehmen unter Umständen vertun.
00:02:32: Stefan Ganzke: Denn man sagt ja statistisch betrachtet, im Durchschnitt kostet ein Ausfalltag eines Mitarbeiters um die 500 Euro. Ich weiß, manche Unternehmen sagen auch 1.000, andere sagen 200. Aber lasst uns mal den Mittelwert nehmen, der passt, glaube ich, sehr gut: 500 Euro.
00:02:51: Stefan Ganzke: Jetzt nehmen wir ein Unternehmen A. Im Unternehmen A fallen in einem Jahr 20 Tage aus. Das sind 20 Ausfalltage mal 500 Euro, macht 10.000 Euro.
00:03:12: Stefan Ganzke: In einem Unternehmen B sind es 100 Ausfalltage, also 100 mal 500, macht 50.000 Euro.
00:03:19: Stefan Ganzke: Jetzt kann man natürlich rein betriebswirtschaftlich draufschauen – bitte nicht moralisch verwerflich, sondern rein sachlich – und sagen: Okay, 10.000 Euro, 50.000 Euro, das fällt ja nicht so richtig ins Gewicht bei den Summen, die Unternehmen ausgeben.
00:03:36: Stefan Ganzke: Und das ist der Denkfehler. Denn oftmals kriegt der Controller, aber auch die eine oder andere Führungskraft, den Brückenschlag nicht hin: dass diese 10.000 oder 50.000 Euro gar nicht der Umsatz sind, der erwirtschaftet werden muss, sondern dass es der reine Gewinn ist, der verloren geht.
00:03:59: Stefan Ganzke: Und da geht es natürlich darum zu schauen: Welche Marge hat denn das Unternehmen? Wir gucken jetzt mal auf Produktionsunternehmen. Es ist eher selten, dass Produktionen 10 % Marge haben. Wir nehmen trotzdem mal 10 % Marge an.
00:04:11: Stefan Ganzke: Bei Unternehmen A gehen 10.000 Euro Gewinn flöten. Oder andersrum: Wenn ich 10.000 Euro Gewinn erst erarbeiten möchte, brauche ich bei 10 % Marge dafür 100.000 Euro Umsatz.
00:04:26: Stefan Ganzke: Wenn ich nur 5 % Marge habe, was in vielen Unternehmen in Produktion und Handwerk näher an der Realität ist, sind wir schon bei 200.000 Euro. Das ist schon eine andere Hausnummer.
00:04:43: Stefan Ganzke: Lasst uns mal auf Unternehmen B gucken. 50.000 Euro Schaden durch Ausfallzeit. Das heißt, der Vertrieb muss einen Umsatz verkaufen oder die Produktion muss einen Umsatz abwerfen. Bei 10 % Marge sind das schon 500.000 Euro, und bei 5 % Marge eine Million Euro.
00:05:05: Stefan Ganzke: Also: Eine Million Euro kosten 100 Ausfalltage ein Unternehmen bei einer Marge von 5 %. Und diese Zahlen wirken schon mal ganz anders als nur 10.000 oder 50.000 Euro.
00:05:21: Stefan Ganzke: Wenn du als Fachkraft für Arbeitssicherheit oder als Führungskraft mit dem Management sprechen möchtest, dann hol ruhig mal diese Zahlen vor. Sprich ruhig mal mit dem Personalwesen und frag nach, was ein Ausfalltag eines Mitarbeiters bei euch im Durchschnitt kostet.
00:05:37: Stefan Ganzke: Und dann rechne das einfach mal mit der Marge hoch. Die Marge müsste im Controlling bekannt sein. Wenn nicht, kann man auch grob schätzen – es gibt genug Werte online, die man einsehen kann.
00:05:47: Stefan Ganzke: Also, an der Stelle kann man das gut nachrechnen, dann hat man ganz andere Summen. Und meine Erfahrung ist: Dann kriegt das Thema Arbeitssicherheit einen ganz anderen Stellenwert, weil es zumindest wirtschaftlich aus dieser Brille ein Erfolgsfaktor für das Unternehmen ist.
00:06:02: Stefan Ganzke: Eine Million Umsatz zu erwirtschaften ist schon für das eine oder andere Unternehmen eine große Herausforderung. Nur ein kleiner Teil der Unternehmen in Deutschland macht überhaupt eine Million Euro Umsatz – die meisten kleineren Unternehmen haben dann wahrscheinlich auch weniger Ausfalltage, aber nur zur Orientierung, was eine Million Umsatz überhaupt bedeutet.
00:06:29: Stefan Ganzke: Man kann natürlich sagen, anhand dieser wirtschaftlichen Zahlen ist der Grundtenor klar. Auch wenn der Return on Prevention aus dem Jahr 2013, der von der DGUV und ein paar anderen Instituten ermittelt wurde, methodisch durchaus diskutiert werden kann – der Impuls und die Idee dahinter waren gut, auch wenn man als Ingenieur oder Faktenmensch bei der Erarbeitung im Detail kritisch draufschauen kann.
00:06:55: Stefan Ganzke: Aber wenn wir jetzt nur auf diese Zahlen schauen, anhand der Marge gerechnet, und man kann auch andere Faktoren mit reinrechnen, dann ist klar: Weniger Arbeitsunfälle ist definitiv lukrativer. Und es lohnt sich, an einem wirksamen Arbeitsschutz und an der Sicherheitskultur zu arbeiten – wir wissen alle, es gibt eine Unternehmenskultur, und Sicherheit ist ein Bestandteil davon.
00:07:18: Stefan Ganzke: Das geht noch weiter, wenn wir auf Qualität schauen. Am Ende des Tages: Wenn jemand fehlt, dann fehlt er am Arbeitsplatz. Es stehen ja nicht so viele Menschen in einer Firma bereit, die nur darauf warten, dass jemand ausfällt – die gibt es relativ selten.
00:07:34: Stefan Ganzke: Deswegen gibt es eine Verschiebung von Personal, also von Team A zu Team B, von Anlage A zu Anlage B. Wenn man Pech hat, ist die Anlage anders, und der Mitarbeiter muss notdürftig eingewiesen werden – im besten Fall wird er eingewiesen, ist aber nicht routiniert an der Maschine.
00:07:53: Stefan Ganzke: Das heißt, das Risiko von Qualitätsproblemen, von Ausschuss oder Mängeln steigt, wenn man in der Produktion bleibt. Der ist schon gegeben, also nicht gering. Oder der Stressfaktor steigt, weil Mitarbeiter die Lücke der fehlenden Person auffangen müssen. Oder vielleicht stehen die Maschinen sogar still. Das ist alles gar nicht so richtig in die 500 Euro reingerechnet, das müssen wir auch bewerten.
00:08:21: Stefan Ganzke: Reputationsschaden durch Medienwirksamkeit würde ich erstmal etwas ausklammern, das ist eher seltener der Fall. Es gibt zum Beispiel ein Unternehmen bei uns in Wuppertal, das regelmäßig Besuch von der Feuerwehr hat und das regelmäßig in der Presse zu lesen ist – das ist schon ein Reputationsthema in dem Sinne.
00:08:40: Stefan Ganzke: Aber in den meisten Fällen kommt es nicht so weit. Deswegen würde ich Reputationsschaden erstmal ausklammern – ein Faktor, den man nicht vergessen darf, auf den man sich kommunikativ vorbereiten muss, aber ich würde das Thema unternehmerischer Erfolgsfaktor erstmal mit den genannten Punkten betrachten.
00:08:57: Stefan Ganzke: Wo ist es noch wichtig? Man merkt schon, das höre ich immer wieder von unseren Kundinnen und Kunden: Das wird mittlerweile auch in Bewerbungsgesprächen nachgefragt. Was macht ihr denn im Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz? Diese Fragen werden zunehmend häufiger gestellt, nicht immer, aber immer öfter – wirklich mit dem Hintergrund: Was macht ihr, damit ich hier gesund wieder nach Hause gehen kann?
00:09:19: Stefan Ganzke: Und dann muss man diese Frage gründlich beantworten können. Auch das sieht man: Gute Leute gehen dorthin, wo nicht nur das Geld stimmt, sondern auch das Thema Sicherheit und Gesundheit gelebt wird. Und oftmals geht das sogar miteinander einher.
00:09:35: Stefan Ganzke: Das heißt, wir haben hier viele Aspekte, auch das Thema Image. Reputationsschaden würde ich da etwas ausklammern, aber zum positiven Image: Wenn man im Bereich Arbeitssicherheit und Kulturentwicklung einiges tut, spricht sich das auch herum. Menschen sprechen miteinander, auch das hat entsprechende Auswirkungen.
00:09:55: Stefan Ganzke: Aber nicht nur Image, nicht nur Wirtschaftlichkeit – wir reden auch von übertragbaren Prozessen, auf Qualität, auf Produktivität. Man sagt ja nicht ohne Grund: Ist die Sicherheit gut, ist die Qualität gut, ist die Produktivität gut. Da ist sehr viel Wahrheit dran.
00:10:09: Stefan Ganzke: Und ich glaube, diejenigen, die sich wirklich mit dem Thema Kulturentwicklung und wirksamem Arbeitsschutz beschäftigen – nicht die, die irgendeine Einzelmaßnahme verkaufen, sondern die, die wirklich einen ganzheitlichen Ansatz nehmen, im Idealfall auch selbst mal in einer entsprechenden Rolle gearbeitet haben und nicht nur von der Schulbank predigen –, die wissen: Am Ende des Tages, wenn die Sicherheit besser wird, dann schaffen wir auch eine lernende Organisation.
00:10:35: Stefan Ganzke: Ob die nun aus der Arbeitssicherheit gesteuert kommt und sich ausbreitet, oder aus dem Qualitätswesen oder aus dem Lean-Management, ist dahingestellt. Wichtig ist, dass es überhaupt anläuft. Und ich erlebe sehr oft, dass unsere Formate aus dem Thema Arbeitssicherheit beziehungsweise Sicherheitskultur tatsächlich auf Qualität und Produktivität übertragen werden können. Auch das ist möglich.
00:11:05: Stefan Ganzke: Und weil ich gerade Sicherheitskultur gesagt habe, möchte ich aus gegebenem Anlass kurz darauf hinweisen: Ich bin mir sehr sicher, dass du als Hörer, aber auch nahezu alle in der Arbeitswelt wissen, dass der Begriff Sicherheitskultur so begrenzt eigentlich nicht ganz richtig ist, sondern dass es eigentlich nur eine Unternehmenskultur gibt, an die der Rest andockt.
00:11:38: Stefan Ganzke: Ist es deswegen verwerflich, über Sicherheitskultur zu sprechen? Nein, ist es nicht. Ich glaube, wichtig ist, dass wir anpacken, dass wir loslegen, und nicht philosophieren: Darf ich jetzt Sicherheitskultur sagen?
00:11:53: Stefan Ganzke: Ich glaube, wir stellen uns oft die Frage: Was darf ich eigentlich sagen, bevor irgendjemand von außen, der selbst keine Verantwortung übernehmen muss, da reinredet?
00:12:04: Stefan Ganzke: Und wenn man guckt, welche Experten das sind, die da reinreden: Manche haben selbst früher in der Firma über Sicherheitskultur gesprochen. Sobald sie nicht mehr in der Firma sind, ist plötzlich alles falsch, was sie selbst früher gesagt haben. Andere wiederum waren nie in einer Firma und haben nie Verantwortung dafür übernommen.
00:12:20: Stefan Ganzke: Von daher, aus meiner Sicht, die aus der Praxis kommt: Ob du Sicherheitskultur oder Arbeitssicherheitskultur nennst, ist eigentlich egal. Wichtig ist Anpacken, wichtig ist Machen.
00:12:32: Stefan Ganzke: Anstatt jetzt die Leute auf Social Media zu kritisieren, weil sie das Thema Sicherheitskultur so benennen – was soll das? Die packen es wenigstens an. Und das ist der wichtige Punkt: Egal wie das Kind heißt, Hauptsache, wir packen es an.
00:12:47: Stefan Ganzke: Denn die meisten wissen schon ganz gut, dass Sicherheitskultur nicht alleine gesehen werden darf. Da brauchen wir keinen belehrenden Ton, der erklärt, wie wichtig das ist, oder Studien aus dem Ausland, die sagen, der Begriff Sicherheitskultur müsse eigentlich weg.
00:13:06: Stefan Ganzke: Aus meiner Sicht ist das alles praxisferne Theorie. Lasst die Leute machen, Hauptsache, sie machen was, Hauptsache, sie arbeiten gezielt am Thema Sicherheit. Und wenn sie es so nennen wollen, dann lasst sie es so nennen. Wo ist das Problem?
00:13:21: Stefan Ganzke: Hauptsache, wir machen was. Hauptsache, es geht voran. Hauptsache, wir geben uns die Mühe, Menschen mitzunehmen. Darum geht es am Ende des Tages, und nicht darum, wie ich irgendwas nenne.
00:13:38: Stefan Ganzke: Also, liebe Podcast-Hörerin, lieber Podcast-Hörer: Mir ist egal, wie du das nennst. Hauptsache, du arbeitest daran, dass die Menschen gesund nach Hause kommen nach der Arbeit, und dass du das System so baust, dass Arbeitssicherheit auch gelebt wird.
00:13:52: Stefan Ganzke: Das mal ganz kurz am Rande, weil das ein Punkt ist, der ab und zu für Irritation sorgt oder andere Menschen, wie auch mich, manchmal nervt.
00:14:01: Stefan Ganzke: Wir haben auch Formate, ich habe ein paar Beispiele. Ein Sicherheitskurzgespräch – wichtig ist, das nicht nur als Tool einzuführen, sondern wirklich organisatorisch gut zu implementieren: Führungskräfte und Mitarbeiter gut geschult, gut getrackt durch die präventive Kennzahl.
00:14:20: Stefan Ganzke: Ein Instrument, das man für das Thema Sicherheitskultur beziehungsweise formale Sicherheitsarbeit einführt – das Sicherheitskurzgespräch –, kann genauso am Ende ein Qualitätskurzgespräch sein. Das kann genauso auf ein Produktionskurzgespräch übertragen werden, ein Abfall- oder Ausschuss-Kurzgespräch oder ein Effizienzkurzgespräch.
00:14:41: Stefan Ganzke: Du kannst dem Kind also einen anderen Namen geben, und es lässt sich einfach übertragen.
00:14:45: Stefan Ganzke: Ein anderes Thema ist die präventive Kennzahl. In den meisten Fällen haben wir in Produktions- oder Logistikbereichen schon Kennzahlen, die aber nicht immer nach vorne, sondern eher rückwärtsgewandt sind.
00:14:58: Stefan Ganzke: Und das Safety-Cockpit-Performance-System ist genau das: der Blick durch die Frontscheibe. Das, was wir in der Produktion schon machen, machen wir jetzt auch in der Arbeitssicherheit. Und das passt auch gut zusammen.
00:15:08: Stefan Ganzke: Auch hier sehen wir: Wenn die Qualität von Gesprächen, die Qualität von Safety Walks steigt, indem ich versuche, mich in die Lage der Mitarbeiter zu versetzen, mit ihnen spreche und Wissen heraushole, indem ich einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess habe, der wirklich gelebt wird, und das alles tracke – das ist super übertragbar auf andere Bereiche.
00:15:30: Stefan Ganzke: Wenn es im Arbeitsschutz funktioniert, wenn wir es schaffen, eine lernende Organisation ohne Schuldzuweisung zu bilden, dann schaffen wir das auch in anderen Bereichen, weil es ja letztlich in uns drinsteckt – im Kopf, im Unterbewusstsein ist uns klar, worum es eigentlich geht. Wenn es im Bereich Arbeitssicherheit funktioniert, klappt es erfahrungsgemäß auch in anderen Bereichen.
00:15:54: Stefan Ganzke: Auch beim Sicherheitsbeauftragten: Wenn ich dieses Format wähle und wirksam einsetze, dann ist er in erster Linie für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz zuständig. Ähnliche Formate kann ich aber auch für Qualität nutzen, dort habe ich zum Beispiel einen Qualitätsbeauftragten.
00:16:13: Stefan Ganzke: Ich kann die Menschen, die ich da habe, einfach nutzen. Ob ich sie Beauftragte nennen muss, ist dahingestellt – ich kann auch eine Rolle vergeben, ohne jemanden offiziell zum Beauftragten zu machen. Auch hier lässt sich der Gedanke übertragen.
00:16:26: Stefan Ganzke: Beim Arbeitsschutz-Onboarding zum Beispiel haben die meisten Unternehmen kein ordentliches Konzept. In den meisten Fällen ist das eine Woche lang Druckbetankung, dann eine Jahresunterweisung, im besten Fall noch eine Vor-Ort-Einweisung – und dann war es das.
00:16:40: Stefan Ganzke: Wenn ich hier ein Arbeitsschutz-Onboarding aufbaue, das die Menschen von Beginn an in kleinen Schritten auf den Alltag vorbereitet und aufs richtige Gleis setzt, kann ich das genauso für andere Themen nutzen. Auch hier ist es einfach übertragbar.
00:16:56: Stefan Ganzke: Und da sieht man schon: Der Begriff Sicherheitskultur ist umgangssprachlich vollkommen in Ordnung, denn alles, was ich hier mache, lässt sich in den meisten Fällen übertragen oder hat Auswirkungen auf alles andere im Unternehmen.
00:17:12: Stefan Ganzke: Und darum sage ich: Arbeitssicherheit, der Arbeits- und Gesundheitsschutz, ist ein klarer unternehmerischer Erfolgsfaktor, wenn man es richtig angeht. Richtig angehen heißt: ganzheitlich.
00:17:25: Stefan Ganzke: Wenn ich auf eine Einzelmaßnahme setze, mit Leuten, die nicht aus der Praxis kommen, und eine Einzelmaßnahme einführe, dann ist das kein Beitrag zum unternehmerischen Erfolgsfaktor. Dann verbrennst du zum einen Geld für den Berater, zum anderen die interne Lebenszeit von Führungskräften und Mitarbeitern, weil du am Ende einen kurzen Motivationsschub nach der Schulung hast, der dann irgendwann wieder abfällt, weil die Systeme nicht geschaffen wurden.
00:17:54: Stefan Ganzke: Wenn du jetzt sagst: Das ist spannend, unternehmerischer Erfolgsfaktor gleich Arbeitssicherheit, und ich möchte mehr verstehen, welche ganzheitliche Methode WandelWerker eigentlich nutzt und wie es zu den Ergebnissen kommt, die du auf unserer Website lesen kannst – Stichwort 59 % weniger Arbeitsunfälle und unsicheres Verhalten, oder knapp 70 % mehr sichere Handlungen –,
00:18:22: Stefan Ganzke: dann lade ich dich ganz herzlich ein: Geh auf unsere Website www.wandelwerker.com und buch dir ein kostenloses Erstgespräch, nur ein paar Minuten. Dort lernen wir uns gemeinsam kennen und schauen, woran es bei euch im Unternehmen eigentlich liegt. Wo drückt euch der Schuh? Was hemmt euch dabei? Warum ist Arbeitssicherheit noch kein Erfolgsfaktor in deinem Unternehmen?
00:18:43: Stefan Ganzke: Und dann schauen wir weiter, dann gibt es konkrete Hinweise, wie auch dein Unternehmen Arbeitssicherheit zum unternehmerischen Erfolgsfaktor machen kann. Also, buch dir jetzt einfach mit zwei Klicks dein kostenloses Erstgespräch. Ich freue mich, dich kennenzulernen. Bis bald!
00:18:59: Anna Ganzke: Vielen Dank, dass du heute wieder dabei warst. Wenn dir gefallen hat, was du heute gehört hast, dann war das nur die Kostprobe.
00:19:06: Anna Ganzke: Willst du wissen, ob du für eine Zusammenarbeit geeignet bist, dann geh jetzt auf www.wandelwerker.com-termin und buche dir einen Termin.
00:19:14: Anna Ganzke: In diesem 45-minütigen Beratungsgespräch wird eine Strategie für dich erstellt. Du erfährst, in welchen Schritten du an der Einstellung der Menschen im Unternehmen arbeitest, sichere Gewohnheiten schaffst und somit die Arbeitsunfälle nachhaltig reduzierst.
00:19:29: Anna Ganzke: Vergiss eine Sache bitte nicht: Wenn seit Jahren die Unfallzahlen bei dir stagnieren, dann verbessert sich der Zustand nicht von alleine. Du brauchst einen Berater, der dir zeigt, welche Schritte du befolgen sollst und welche lieber nicht.
00:19:42: Anna Ganzke: Wir haben Geschäftsführern, Sicherheitsingenieuren und Fachkräften für Arbeitssicherheit in Deutschland, Österreich und der Schweiz dabei geholfen, die Sicherheitskultur in deren Unternehmen und bei deren Kunden zu verbessern.
00:19:52: Anna Ganzke: Als Kooperationspartner des Verbandes für Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz bei der Arbeit liegt es uns am Herzen, dir das notwendige Handwerkszeug auf dem Weg zur Vision Zero zu zeigen und bei der Umsetzung zu unterstützen.
00:20:05: Anna Ganzke: Wenn du wissen willst, ob du für eine Zusammenarbeit geeignet bist, dann sichere dir jetzt unter www.wandelwerker.com-termin deinen persönlichen Termin.
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