Wandelwerker - Der erste deutsche Arbeitsschutz Podcast

Wandelwerker - Der erste deutsche Arbeitsschutz Podcast

Transkript

Zurück zur Episode

00:00:00: Die Wandelwerker haben eine Mission,

00:00:02: den

00:00:02: Arbeitsschutz in dem Unternehmen auf ein neues Level nehmen.

00:00:05: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge

00:00:07: des Wandelwerkern

00:00:07: Podcasts!

00:00:08: Den ersten deutschen Arbeitsschluss-Podcast für ganzheitliche und innovativen Ideen für den Arbeitsjitz.

00:00:13: Heutzutage

00:00:14: können Informationen schnell genug werden.

00:00:16: Experten die mit neuen

00:00:17: strategienem Methoden arbeitsunfalle nachhaltig reduzieren sind gepragter der Nehe.

00:00:22: Die Wandelwerke

00:00:23: zeigen Geschäftsführerinnen,

00:00:24: Sicherheitsingenieurin und Fachkräftruppe arbeiten sich jetzt Schritt für Schritt wie genau

00:00:28: das funktioniert

00:00:29: und wie damit den stagnierenden

00:00:31: Unfallzahner in Ende gesetzt wird.

00:00:33: Es gibt

00:00:33: keinen Grund länger

00:00:34: zu warten, jetzt ist der Zeitung um Arbeitsunfalle zu reduzieren.

00:00:39: Hallo und herzlich willkommen hier zu einer neuen Podcast-Wolge im Wannewerkerpodcast!

00:00:44: Ich begrüße heute wieder einen tollen Gast im Interview.

00:00:47: Herzlich Willkommen Dr.

00:00:48: Alexander Buzutschki.

00:00:50: Hallo!

00:00:52: Hallo auch herzlich willkommen von meiner Seite.

00:00:54: schön dass ich hier sein darf.

00:00:57: Vielen Dank, dass du der Einladung gefolgt bist.

00:00:58: Du bist auf einem sehr klassischen Weg in unserem Podcast gekommen.

00:01:02: wir schauen natürlich auch immer was wird so geschrieben in den einschlägigen Zeitschriften und da haben wir dich ja im Rahmen eines Fahrartikels finden dürfen und ich angefragt habe nicht Lust hast auch dieses Thema mit unseren Podcasts zu sprechen und deshalb freue mich sehr das es geklappt hat und du die Einladungen da gefolgst bist.

00:01:18: Ja sehr gerne spannende Reihe spannender Podcast auf jeden Fall prädikatörenswert.

00:01:26: Ja, wer bist du?

00:01:27: Du bist Fachanwalt für Arbeitsrecht und Fachanwald für Sozialrecht bei Rödel.

00:01:32: Vielleicht kannst du ein bisschen erläutern was du oder ihr so macht und wolltest du in deinem Leben schon immer Anwalt werden.

00:01:42: Ja also bei Rödl begleiten wir vor allem Mittelständler, die im Innen- und Ausland tätig sind.

00:01:51: Also in der klassischen Unternehmenseite.

00:01:54: Und sagen wir mal so ich bin einen Weg dahin gegangen.

00:01:58: Ich war ein Kleinkanzlein, ich war mittleren Kanzleien Jetzt bin ich in einer großen Kanzlei und ehrlich gesagt das macht schon Spaß wenn man sag mal mal so nüsse knacken kann wo die anderen dann scheitern.

00:02:10: also ich find's ja der Problemlöser Der Mann für die unlösbaren Fälle und es macht mir unheimlich viel spaß.

00:02:18: Also auch jemand, der die Herausforderungen liebt.

00:02:21: Auf jeden Fall ja!

00:02:23: Wie bist du zu dem Thema?

00:02:24: Wir wollen heute bei das Thema psychische Gesundheit im Beruf, im Job sprechen.

00:02:27: Wie bist Du zu diesem Thema gekommen?

00:02:31: Ich finde es ein sehr spannendes Thema weil es leider Gottes sehr oft vernachlässigt wird.

00:02:35: Es ist so einen Tabuthema über dass man nicht so sprechen möchte auch schwer eine Problemsituation für den Dialog zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, weil man da immer so das Gefühl hat als Arbeitnehmer wenn ich da jetzt was sage dann habe ich gleich mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen.

00:02:57: rechnen und andererseits, wenn man das Thema von Athletik geht es auch schief.

00:03:04: Also man sollte sich, wenn ein Unternehmen führt mit dem Thema Beschäftigten, sich dazu Gedanken machen weil wenn man miteinander den Weg geht, wenn er miteinander spricht oder miteinander Wege und Mittel findet dann ist es eigentlich kein Problem im klassischen Sinne, sondern eben einfach etwas worüber man sprechen kann und wo man auch Wege findet.

00:03:27: Und das ist eigentlich das vorangestellte Fazit schon an der Sache redet miteinander und findet Lösungen.

00:03:36: Ja, ja, auf jeden Fall.

00:03:37: Das ist aber quasi durch, ne?

00:03:40: Genau!

00:03:41: Machen wir vielleicht doch noch ein bisschen ausführlicher.

00:03:44: Fangen wir nochmal vor.

00:03:47: Wenn man auf die Arbeitsunfähigkeits-Tage aufgrund von psychischen Erkrankungen schaut dann haben diese sich seit der Jahrtausendwende durchaus verändert erhöht und ich glaube sogar verdreifacht.

00:03:58: was wenn du darauf schaust?

00:03:59: welche Hauptursachen siehst du da?

00:04:03: Also es hat sich letztendlich einfach der Job als solcher verändert.

00:04:08: Es ist, ich sage mal mehr Druck auf dem Kessel.

00:04:12: also die Arbeit hat sich verdichtet man steht unter Zeitdruck, man steht letztendling unter Dauerstress wenn man in Erleidungsfunktionen ist und deswegen ist es wichtig dass man sich dazu ein paar Gedanken macht.

00:04:28: Es ist auch so, wenn man im Unternehmen wächst, dann kriegt man immer mehr Verantwortung.

00:04:34: Aber die Einflussmöglichkeiten, die der Verantwortung gegenüberstehen, die wachsen nicht mit und deswegen sind sehr viele letztendlich frustriert und überlastet durch die Verantwortung, die ihnen überlassen wird.

00:04:50: Und was die meisten spüren ist, dass so die Grenzen zwischen dem Arbeitsplatz als solch noch den Privatleben total verschwinden.

00:05:00: dass also immer mehr Erreichbarkeit ist.

00:05:03: Noch mal schnell eine E-Mail, noch einmal schnell eine WhatsApp, nochmal kurz am Telefon und so ist eigentlich gar keine Grenze mehr da in der man zur Ruhe findet, in der auch wieder letztendlich Kraft schöpft.

00:05:20: Und das macht diesen Bereich sehr relevant finde ich.

00:05:27: Auf jeden Fall!

00:05:28: Jetzt ist es ja so... Der Arbeitgeber ist ja auch nicht ganz frei.

00:05:32: Also es gibt ja auch hierfür, haben wir ganz klare gesetzliche Verpflichtungen zum Arbeitsschutz, die der Arbeitgever da bezogen auf die psychischen Belastung machen muss.

00:05:43: Inwiefern liegt das denn vielleicht auch im ureigen Wirtschafts- und Interesse eines Unternehmens?

00:05:48: Da proaktiv Maßnahmen umzusetzen darf, in die psychische Gesundheit seiner oder ihrer Mitarbeiterinnen zu investieren?

00:05:59: Also ganz einfach, Krankheit ist teuer.

00:06:02: Das ist glaube ich das der wichtigste Einstieg in die Sache, dass man ganz einfach sagen muss wenn jemand überlastet ist und ich nicht auf aufpasse dann wird er krankt, dann fällt er aus.

00:06:14: Dann fällt er, wenn es um einen psychischen Erkrankung geht lange aus Und ich muss letztendlich mit den Folgen leben und dafür entweder andere Mitarbeiter überlasten Reaktionen auslösen oder muss mir irgendjemanden einkaufen, der das dann zwischenzeitlich in der Rimsweise übernimmt und dazu zahle ich noch schön die ersten sechs Wochen Entgeltfortzahlung weiter.

00:06:36: Das heißt ich habe doppelte mehrfach Belastungen und natürlich kann jemand der da einspringt nicht mit derselben Qualität, mit der selben Leistung glänzen.

00:06:48: Es wird dann auch letztendlich ein weniger an Leistungen was ich beispielsweise für den Kunden oder für den Mandanten erbringen kann.

00:06:56: also Ich habe in mehrfacher Hinsicht Kosten die ich vermeiden kann wenn ich die Erkrankung schon im Vorfeld hier erkenne und gegensteuere.

00:07:11: Jetzt ist es ja so dass sich das Thema psychische Gesundheit oder auch psychische Erkrankungen, die kommen ja oft.

00:07:18: Also es kann passieren durch traumatische Ereignisse können solche Erkränkungen ja auch plötzlich beziehungsweise ausgelöst durch ein eigenes Passieren.

00:07:26: Oft sind das aber hier auch psychischen Erkranken, die sich über einen gewissen Zeit, was ist gerade gesagt?

00:07:31: Über Zeitdruck, über Stress, über mehr Verantwortung, aber wenig Keil, wenig Möglichkeit daran zu wirklich verändern, dass da ja viele Dinge kommen die sich auch über die Zeit so anbahnen.

00:07:44: Das heißt viele psychische Erkrankungen sind nicht von heute auf morgen da.

00:07:48: Gestern war es gut und morgen habe ich sie, sondern die entwickeln sich ein Stück für Stück.

00:07:52: Jetzt weiße ich das aus vielen mittelständischen Unternehmen und auch Konzernen.

00:07:56: ist es auch für Mitarbeiter- und Führungskräfte grundsätzlich immer noch nicht so einfach darüber zu reden und im Zweifelsfall in einem relativ frühen Stadion wo wir alle sagen Boah, jetzt gerade bin ich echt ein bisschen gestresst.

00:08:09: Aber ich bin ja nur gestreszt und in einem Monat wird auch schon wieder besser.

00:08:14: Und da wird oft noch nicht drüber gesprochen und es wird glaube ich auch oft noch Nicht ernst genommen und damit eben auch noch nicht vielleicht irgendwie was gemacht oder da ist nicht direkt eine Behandlung.

00:08:26: aber das einfach zu berücksichtigen.

00:08:27: wie geht es vielleicht gerade nicht so gut?

00:08:28: Wenn ich so weitermache kann dass eben auch zu einer psychischen Erkrankung kommen.

00:08:33: Wie siehst du oder wie nimmst du das wahr?

00:08:36: Und was könnte auch helfen, dass wir einfach deutlich früher auch über psychische Erkrankungen, also wenn sie noch keine sind.

00:08:43: Sondern wenn Sie sich einfach schon für Stück erst anbahnen, dass Wir darüber sprechen können.

00:08:49: Also ich glaube man müssen es von beiden Seiten betrachten Von der Seite des Arbeitnehmers und von der Seite Des Arbeitgebers.

00:08:56: Der Arbeitnehmer muss sich erstmal bewusst werden Dass er hier in einer Überlastungssituation ist Wie du gerade auch dargestellt hast, es kommt so schrittweise mal ein bisschen Druck und bisschen Stress.

00:09:08: Das muss man aushalten können insbesondere in der Führungserwartung die dann eingestellt wird.

00:09:15: Aber man muss selber sensibel sein, ist das jetzt noch irgendwas was funktioniert?

00:09:21: Oder fängt es an, schrittweise über einen Punkt rüber zu gehen.

00:09:25: Schlafstörungen sind zum Beispiel bei ganz klassisches Zeichen.

00:09:28: wenn ich mal eine Nacht schlecht schlafen weil ich aufgeregt bin, weil ich ein Gerichtstermin habe oder einen wichtigen Kundentermin dann ist das okay.

00:09:36: nur wenn wochenlang quasi immer schlecht schlafe, anfangen muss Medikamente zu nehmen irgendwie mich runterzufahren.

00:09:47: Dann habe ich auf Arbeitnehmerseite eigentlich schon gemerkt es ist so viel.

00:09:51: und dann kommt jetzt der zweite Schritt von dem du gesprochen hast.

00:09:54: was tue ich denn?

00:09:56: weil das immer noch ein Stigma ist Ich schaffs nicht Ich bin meinem Job nicht gewachsen und das ist so eine Seite, die beide Seiten sich anschauen müssen.

00:10:08: Weil im Prinzip ist es so wenn man früher hat man gesagt solange ich noch irgendwie meine Arbeit mache jammer ich nicht sondern ich gehe rein neben zwei Ibu und arbeite durch.

00:10:21: aber das macht das nachher am Ende nur immer schlimmer.

00:10:25: und das is eben in diesem ansteigenden Prozess das Problem.

00:10:28: je früher mit meinem arbeitgeber rede umso mehr kann ich tun weil wenn ich schon so im burn out drin stecke und so in der erkrankung drin stecken dass es letztendlich gar nicht mehr geht das ist auch nicht mit weniger oder anders geht dann habe ich eigentlich schon verloren.

00:10:44: aber wenn ich jetzt merke ich schlafe nicht mehr gut.

00:10:47: Dann muss es erlaubt sein darüber sprechen zu können dann muss sich eben auch ein so gutes verhältnis Zwischen Mitarbeiter oder zumindest mal zwischen Vorgesetzten und Mitarbeiter haben, dass ich den zur Seite nehmen kann.

00:11:00: Und sage also... Ich merke das so wie es zur Zeit läuft.

00:11:05: Das ist schwer für mich.

00:11:06: Können wir da mal zusammen überlegen ob man was umstrukturieren können?

00:11:12: miteinander einen Lösungsweg suchen.

00:11:15: Und wenn ich dann letztendlich einen Raum habe, in dem ich das mal äußern kann, weil man sich was weiß... Ich einfach einmal die Woche mal auf den Kaffee trifft und über das spricht, was ein bewegt und belastet, hab' ich da eine niedrigere Schwelle als wenn ich jetzt Termin buche bei vorgesetzten Thema Burnout Fragezeichen.

00:11:37: Das führt natürlich zum Supergau.

00:11:41: Diese Hürde will ich als Arbeitnehmer nicht möglich nehmen.

00:11:45: Aber wenn ich schon mal einen Raum habe, in dem ich reden kann dann wäre das was schönes.

00:11:49: oder wenn ich als Unternehmer, als Vorgesetzter auch signalisiere, dass ist ein Thema, das sich wahrnehme und bitte kommt zu mir bevor es zu spät ist also mir auch selber anzuschauen.

00:12:02: Ich sehe der kommt.

00:12:04: Jeden Morgen schaut der Kaputter aus als am Tag vorher, er schleppt sich durch die Woche.

00:12:10: Freitags geht fast gar nichts mehr und wenn ich das über Wochen beobachte dann muss ich auch selber mal... Das juristische Wort ist Fürsorgepflicht aber das ist letztendlich auch mehr.

00:12:21: Das ist einfach die Aufmerksamkeit zu sehen da läuft was schief und dann ein Weg zu finden dass nicht als sagen wir warum kommt ja keine hundert Prozentleistung mehr sondern Lass uns mal reden, können wir irgendwas ändern?

00:12:36: Gibt es eine Möglichkeit die dir wieder Kraft gibt.

00:12:40: Die dir wieder Raum gibt, die dir Luft zum Atmen und zum Arbeiten gibt.

00:12:44: Und wenn ich das schaffe dann habe ich den Dialog der das ganze letztendlich schon an dem früheren Zeitpunkt löst als nachher.

00:12:51: Wenn einer erstmal krank ist und nochmal krank und nochmal krank Dann ist es schwer noch was zu tun.

00:12:58: Das bedingt aber natürlich auch dass sich als Führungskraft über demjenigen selber nicht halb in einem Burnout stecke.

00:13:05: Also, dass ich selber quasi diese die Aufmerksamkeit, die du gerade beschrieben hast das einfach wahrzunehmen.

00:13:10: ist es so wie früher oder hat sich da irgendetwas verändert was man gar nicht so genau beschreiben kann sondern vielleicht auch einfach nur spürte der wahr nimmt?

00:13:20: aber diese um das glaube ich war zu nehmen brauche ich natürlich selber auch ein stück weit die luft das machen zu können Weil wenn ich selber so drin bin und selber quasi durchgetaktet bis oben hin, und selbst nur versuche immer hinterher zu rennen.

00:13:34: Ich glaube dann wird es auch immer schwieriger.

00:13:38: Aber das ist ein ganz wichtiger Punkt dass sich auch so...

00:13:41: Aber das ist halt so eine Kette, weil letztendlich die Überlastung von oben auch dann gerne nach unten weitergegeben wird und also quasi der Druck von oben nach unten geht.

00:13:52: Und nicht die Erkenntnis, die eigentlich nach oben gehen sollte.

00:13:56: Und irgendwann ist dann zu viel Druck auf dem Kessel und es knallt und dann ist alles kaputt.

00:14:01: Und da müssen wir eben vorher eine Unternehmenskultur schaffen, die das letztendlich zulässt.

00:14:07: Die das letzt endlich auch erkennt.

00:14:10: von diesem klassischen hundertzwanzig Prozent ist die Erwartungshaltung, sondern zu schauen wo sind wir denn alle?

00:14:18: Fällt jemand zurück um das vielleicht eher mal wie in einem Bergsteigergruppe zu sehen, die an einem gemeinsamen Seil hängt, die dann vorne kann einer vorangehen so weiter will aber Der Letzte ist am Ende vom Seil und führt dann dazu, dass die Gruppe nicht weiterkommt.

00:14:36: Und dass man diesen Zusammengehörigkeitsgedanken vielleicht ein bisschen mehr in Vordergrund stellt wird ja auch immer klassisch als Team-Building, Team Spirit und so geschult.

00:14:47: Dass man das auch letztendlich weiter ausdehnt auf die Belastungssituation und ein ganzheitliches Bild des Teams abbildet.

00:14:57: Ja, auf jeden Fall!

00:14:59: Das ist schon echt... Ein wichtiger Punkt, auch als Team aufeinander aufzupassen.

00:15:03: Wenn der eine nicht funktioniert wird es dann im Zweifelsfall auf den anderen weitergehen.

00:15:09: Jetzt gibt es ja, wenn dann doch jemand mal ausfällt in Deutschland das wunderschöne betriebliche Eingliederungsmanagement bei längeren Auswahlzeiten.

00:15:17: Jetzt ist es ja so dass das zum einen eine formale Pflichtenerfüllung sein kann oder aber auch als wirksames Werkzeug zur Zielesjahr wie der Eingliederung.

00:15:28: Wie siehst du das und welcher Empfang hast Du damit gemacht?

00:15:31: Wie kann man das auch als gutes Werkzeug verwenden?

00:15:35: Also ganz wichtig ist, dass man erstmal versteht wozu es da ist.

00:15:40: Es ist kein Mittel um eine Kündigung vorzubereiten das wird von vielen Arbeitgebern falsch verstanden sondern es ist tatsächlich gesetzlich angelegt als ein Mittel um jemanden wieder zurück in die Leistungsfähigkeit zu bringen.

00:15:55: und ich glaube diese Weichenstellung wenn ich die schaffe auch ehrlich zu kommunizieren In der Einladung schon Transparenz sage, worüber reden wir?

00:16:06: Was machen wir mit dem was da passiert.

00:16:08: Wenn ich da letztendlich klar in meiner Aussage bin dass sich nicht versuche den Arbeitnehmer zu kündigen sondern das ich versuche ihn wieder stufenweise unter Anpassungen oder wie auch immer wieder in den Betrieb hinein in seine Leistungsfähigkeit hineinzubringen dann habe Ich eine ganz wichtige Weiche im Gestellt, die letztendlich auf Arbeitnehmerseite immer falsch verstanden wird.

00:16:31: Da heißt es okay klar das muss der Arbeitgeber machen weil er sonst eine krankheitsbedingte Kündigung nicht erfolgreich durchbringt.

00:16:39: aber nein das ist nur wenn gar nichts mehr funktioniert sondern es ist tatsächlich dazu gedacht sich den wieder zurückzuholen der jetzt ausgefallen ist und mit ihm in einem offenen Gespräch erst mal rauszufinden woran hat's gelegen Was können wir tun und dann gemeinsam Wege zu finden, wieder in den Arbeitsalltag zurückzufinden?

00:17:02: Und wenn wir jetzt quasi zu unserem letzten Block noch mal zurückspringen.

00:17:05: Warum mache ich das erst jetzt, wenn jemand lange ausgefallen ist länger als sechs Monate?

00:17:11: Ich muss es machen weil's eine gesetzliche Verpflichtung ist.

00:17:14: Ich könnte das Ganze auch schon viel früher machen Wenn ich eben merke Das klappt nicht, da werden Fehler gemacht.

00:17:21: Da fällt jemand regelmäßig aus!

00:17:23: Ich kann letztendlich das was ich später verpflichtend machen muss auch schon im Vorfeld machen.

00:17:28: und wenn es dann... nicht vorher gemacht habe, versuche ich es dann wenigstens ordentlich transparent fair und offen zu machen.

00:17:36: Und dann ist es tatsächlich diese Chance von der du gesprochen hast die Möglichkeit einen Mitarbeiter zurückzugewinnen in wieder zu seiner Leistungsfähigkeit zu bringen.

00:17:46: Manchmal sind kleine Dinge manchmal ist es so nehmen wir ein sehr plastisches Bild von der Teilzeit Mami, die einfach immer in Stress kommt weil sie ihre Arbeit fertig kriegen muss Kindergartenzeiten nun mal so fest sind.

00:18:02: Dann muss ich eben schauen, finde ich irgendwelche Möglichkeiten.

00:18:06: Kann die vielleicht am Abend noch mal eine Stunde dranhängen?

00:18:09: Kann sie vielleicht früher anfangen und da schon Dinge machen bevor die anderen kommen kann nicht irgendwie schaffen diesen Druck der dann immer am Ende der Arbeitszeit kurz vorm Abholen entsteht.

00:18:20: Kann ich den irgendwie abpuffern?

00:18:21: Und wenn ich das tue habe ich erstens meine Mitarbeiterin die dankbar dafür ist dass man sie versteht und ihr entgegen kommt und bei der ich verhindere dass wir mir tatsächlich dann irgendwann mal ausfällt.

00:18:33: Ja, ja das stimmt!

00:18:36: Was sind denn mögliche Maßnahmen die du und auch vielleicht deine Kundinnen und Kunden umsetzen oder diese bewährt haben wenn es um das Thema psychische Belastung geht?

00:18:49: Beim Thema physischere Belastungen ist es immer einfach.

00:18:51: Beispiel agronomisches Arbeit.

00:18:53: dann stellen wir halt einen besseren Stuhl und Höhenverstellber in den Schreibtisch hin.

00:18:56: Dann ist gut.

00:18:56: Jetzt hast du gesagt Prävention wäre eine gute Sache.

00:18:59: was sind denn?

00:19:03: Das?

00:19:03: würde ich gerne in mehrere Blöcke treilen.

00:19:06: Also das eine, was wir jetzt schon hatten diese Überlastung, diese dauernde Überlastungen in der tatsächlichen Arbeitsausführung.

00:19:14: Da muss ich eben schauen wenn ich wirklich zu viele Arbeiten habe, wenn ich auch wirklich zu viel zu tun habe dass sich den Mitarbeiter an der Hand nehme.

00:19:22: Dass ich ihm sage das ist jetzt das erste und das zweite damit er weiß Wasser letztendlich von fünf Arbeiten, die dringend sind als erstes macht.

00:19:32: Dass ich ihm da Hilfe gebe und sage das sind meine Prioritäten bitte schau dir zuerst einmal den Kunden an.

00:19:40: der hat nämlich morgen einen Sales Meeting mit seinen Share Holdern.

00:19:45: Der braucht heute die Infos und danach kümmert sich dann um den Kunden der Schreitswahlauter.

00:19:51: aber es ist wichtiger bei dem ein jetzt so arbeiten dass ich einfach helfe ein Einströmen an Aufgaben zu priorisieren und zu kanalisieren, dann hilft es.

00:20:02: Und dass ich in dem zweiten Stufe auch schaue wie viel Arbeitsleistung kann denn der Einzelne erbringen.

00:20:08: Wenn ich den die ganze Zeit überschütte, funktioniert das auch nicht.

00:20:12: und wenn ich ihm sage dass muss bis heute Abend um sechs fertig sein aber es geht nicht dann erzeuge ich Druck der letztendlich nicht auszuhalten ist.

00:20:23: und deswegen je besser ich organisiere bei der Zuweisung meiner Arbeiten besser letztlich die Drucksituation für den Arbeitnehmer darstellen, der kann klarer arbeiten und weiß was er tut.

00:20:38: Und wo wir gerade beim Arbeiten sind, müssen wir natürlich auch schauen, was ist denn danach?

00:20:42: Dass ich hier ein bisschen schaue... Wann ist Arbeit, wann ist eben nicht Arbeit?

00:20:47: Diese dauernde Erreichbarkeit, dass ich die wegnehme.

00:20:50: Dass ich auch teilweise mal schaue wie ich hier die Dauerbelastung runterfahre.

00:20:57: Dass sich Homeoffice als Möglichkeit in Betracht ziehe.

00:21:02: Dass Ich Pausen einbaue, die möglich sind um Druck rauszunehmen und hier einfach mal schau das tägliche Miteinander auf gesunden Beinen steht Weil wenn wir erst dann sprechen müssen, wenn die Sachen in Brunnen gefallen sind wird es natürlich schwerer.

00:21:22: Wenn ich dann Ansprechpartner benennen muss im Unternehmen bei denen man sich anonym oder vertraulich beschweren kann das sind dann so Geschichten wo ich schauen muss.

00:21:34: wenn ich schon soweit bin ist die Vertrauenssituation letztendlich nicht mehr zwischen den Beteiligten gegeben.

00:21:43: Ja, stimmt.

00:21:45: Jetzt gibt es ja auch die Möglichkeit dass ich aufgrund von psychischen Erkrankungen einen Grad der Schwerbehinderung bekomme oder bewertet bekomme.

00:21:56: Ich weiß nicht genau wie man das richtig beschreibt.

00:22:00: Das geht ja dann, wenn ich das richtig verstanden habe um diese Sozialkommunikative Ebene.

00:22:06: Welche Herausforderungen ergeben sich damit und wie gelingt dann eben auch eine gute Einliedung oder Wiedereingliederung in das Arbeitsleben?

00:22:17: Wenn man jetzt hier den Grad der Behinderung nimmt ist es immer sehr schwer für die Betroffenen zu ihrem Recht zu kommen weil doch irgendwie die Grundhaltung erst mal behördenseits besteht.

00:22:29: Was ist denn da, weil anders als bei einem gebrochenen Arm sehe ich nicht auf den ersten Blick was dem Menschen fehlt.

00:22:38: Also es ist einfach so das steckt in dem Menschen drin und es gibt auch den einen oder anderen, der da sagen wir mal so ein bisschen übersteigert vielleicht aus der Möglichkeit raus dass selber gar nicht richtig beeilen bewerten zu können.

00:22:56: Und so muss man dann ein bisschen schauen was ist denn objektiv eigentlich die Einschränkung die ich habe?

00:23:04: in ärztlicher Sicht dokumentiert ist.

00:23:06: Es gibt da entsprechende Tests, es gibt da Scorings und Bewertungen die Psychologen und Psychiater letztendlich ansetzen können wo man ganz klar sagen kann das ist die Grenze zu einem krankheitsbedingten Zustand oder das ist eben noch etwas was darunter liegt.

00:23:24: Das ist also der eine Punkt des erster mal zu erfassen.

00:23:28: und dann der Punkt naja was muss ich denn tun damit diese psychische Erkrankung letztendlich leidensgerecht am Arbeitsplatz berücksichtigt wird?

00:23:40: und das hängt natürlich sehr davon ab, was denn eigentlich mein psychisches Problem ist.

00:23:47: Der einfachste Fall in Anführungszeichen ist wenn jemand halt einfach Nachtschichten nicht mehr schafft dann muss ich halt schauen kann ich das irgendwie planen?

00:23:55: Dann ist es eine sagen wir mal so umsetzbare Geschichte.

00:23:58: aber wenn ich jemanden habe der an Überlastungen Leidet kann ich natürlich die Arbeitsbelastung verteilen und im weniger zuordnen.

00:24:09: Ich muss aber trotzdem schauen, dass ich eben Mechanismen einbaue, die er dann also eher oder sie der Mitarbeiter dann letztendlich hier auch erfüllt, dass da weniger Druck ist.

00:24:23: Die dann quasi seinen Triggereits reduzieren.

00:24:27: und deswegen muss man da tatsächlich schauen im konkreten Einzelfall was man da machen kann oder was das Unternehmen dann auch an Möglichkeiten hat weil wenn alle nur noch auf fünfzig Prozent arbeiten muss ich mir das auch erst mal leisten können das dann als Personalkosten weiterzustämmen.

00:24:47: also muss sagen wir mal so, persönlich definierten Spagat finden zwischen den beiden Interessen.

00:24:55: Da hilft halt auch wieder miteinander zu reden und eine Lösung zu finden.

00:25:00: Ja auf jeden Fall!

00:25:01: Und da wird es nicht ohne Kommunikation gehen.

00:25:03: Ganz ganz wichtig ja.

00:25:06: Vielen Dank für deine Einblicke.

00:25:08: wenn du Sag mal für Arbeitgeber und du betreust ja jetzt viele Arbeitgebe, egal ob Mittelstand oder Konzerne.

00:25:14: Da einen Tipp geben könntest zu diesem Thema Psychegesundheit was wäre das?

00:25:20: Also es ist tatsächlich so je früher und ehrlicher man das Thema angeht umso weniger folgen hat man nachher.

00:25:28: Und wo wir gerade das Thema Kommunikation hatten.

00:25:31: Also ich finde, auch wenn man den Juristen nicht so zutraut, die Kommunikations ist das Wichtigste wie man miteinander einen gangbaren Weg finden kann.

00:25:44: und deswegen Seien Sie ehrlich, seien sie menschlich.

00:25:48: Versuchen Sie miteinander zu reden und verständnisvoll zu sein?

00:25:51: Dann können Sie unheimliche Kosten, Belastungen, Mitarbeiterabflüsse, Erkrankungsphasen und ähnliches schon im Ansatz sagen wir mal so entgegen Steuermann.

00:26:02: Ja sehr schön viel.

00:26:04: vielen Dank für deine Einblicke.

00:26:07: ich wünsche Und dann kannst du weiter als Gute und dass wir da in vielen Fällen, die vielleicht in deinem Streit enden können schon frühzeitig eine Lösung durchkommen und die Kation erarbeiten können.

00:26:18: Vielen Dank Alexander!

00:26:29: Wirst du wissen, ob du für eine Zusammenarbeit geeignet bist?

00:26:32: Dann gehe jetzt auf www.wandelwerker.com-termin und buche dir einen Termin!

00:26:38: In diesem fortyfünfminütigen Beratungszuspricht wird eine Strategie für dich erstellt.

00:26:42: Du erfährst in welchen Schritten du an der Einstellung der Menschenunternehmen arbeitest, sichere Gewohnheiten scharfst und somit die Arbeitsunfalle nachhaltig reduzierst.

00:26:52: Vergiss eine Sache bitte

00:26:54: nicht

00:26:54: Wenn seit Jahren die Unfallzahlen bei dir stagnieren Dann verbessert sich der Zustand nicht von alleine.

00:27:00: Du brauchst einen Berater, der dir zeigt welche Schritte du befolgen sollst und welche lieber nicht!

00:27:06: Wir haben Geschäftsführer an Sicherheitsingenieuren und Fachkräften für Arbeitssicherheit in Deutschland, Österreich und der Schweiz dabei geholfen die Sicherheitskultur in deren Unternehmen und bei ihren Kunden zu verbessern.

00:27:16: Als Kooperationspartner des Verbandes für Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz bei der Arbeit liegt es uns am Herzen dir das notwendige Handwerkszeug auf dem Weg zur Vision Zero zu zeigen und bei der Umsetzung zu unterstützen.

00:27:28: Wenn du wissen willst, ob du für eine Zusammenarbeit geeignet bist dann sichere dir jetzt unter www.wandelwerker.com-termin deinen persönlichen Termin.

Über diesen Podcast

Wandelwerker ist Dein Podcast für innovative und ganzheitliche Ideen und Konzepte im Arbeitsschutz. Im ersten deutschen Arbeitsschutz Podcast findest du Impulse und Lösungen für die Gestaltung des Arbeitsschutzes in deinem Unternehmen – egal ob du Führungskraft, Fachkraft für Arbeitssicherheit, Sicherheitsingenieur, Sicherheitsbeauftragter oder Mitarbeiter bist.

Es erwarten Dich aktuelle Themen und Diskussionen rund um den Arbeitsschutz, Experteninterviews und Best Practices Lösungen für eine gelebte Sicherheitskultur in Deinem Unternehmen.

von und mit WandelWerker Consulting GmbH

Abonnieren

Follow us