Wandelwerker - Der erste deutsche Arbeitsschutz Podcast

Wandelwerker - Der erste deutsche Arbeitsschutz Podcast

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00:00:00: Die Wandelwerker haben eine Mission.

00:00:02: Den Arbeitsschutz in den Unternehmen auf ein neues Level heben.

00:00:05: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge des Wandelwerker Podcasts.

00:00:08: Den ersten deutschen Arbeitsschutz-Podcast für ganzheitliche und innovative Ideen für den Arbeitsschutz.

00:00:13: Heutzutage können Informationen schnell geteilt werden.

00:00:16: Experten, die mit neuen Strategien und Methoden Arbeitsunfälle nachhaltig reduzieren, sind gefragter denn je.

00:00:23: Wir zeigen Geschäftsführern, Sicherheitsingenieuren und Fachkräften für Arbeitssicherheit Schritt für Schritt, wie genau das funktioniert und wie damit den stagnierenden Unfallzahlen ein Ende gesetzt wird.

00:00:33: Es gibt keinen Grund, länger zu warten.

00:00:35: Jetzt ist der Zeitpunkt, Arbeitsunfälle zu reduzieren

00:00:39: Hallo und herzlich willkommen hier zu einer neuen Podcast-Folge im Wandelwerker Podcast.

00:00:44: Ich begrüße heute ein ganz großartiges

00:00:47: Team im Podcast.

00:00:49: Herzlich willkommen hier, Team, ja, ich sage mal Team GRIMME.

00:00:53: Herzlich willkommen, Jens, Timo und Bastian.

00:00:55: Hi und schön, dass ihr da seid.

00:00:57: Hallo, vielen Dank für die Einladung.

00:01:00: Ja, ihr seid vom Unternehmen GRIMME, da werden wir gleich nochmal ein bisschen drauf eingehen und wir werden heute über euren Beitrag zum Deutschen Arbeitsschutzkongress sprechen.

00:01:08: Ich freue mich sehr.

00:01:09: Dass ihr den diesjährigen DASKO mitgestaltet.

00:01:12: Der DASKO findet, ja, nicht gar nicht in diesem Monat statt, am 28.

00:01:18: 04.

00:01:18: hier in Wuppertal.

00:01:19: Und wir haben, ich glaube, noch so

00:01:21: 10 Resttickets, das heißt, der ein oder andere, der noch gerne kommen möchte, der muss jetzt schnell sein, weil so viele Resttickets sind nicht mehr da, um die verschiedensten Beiträge, unter anderem auch euren Beitrag, mit anzuschauen.

00:01:36: Schauen wir mal gemeinsam, was ihr für den Deutschen Arbeitsschutzkongress vorbereitet habt.

00:01:40: Vielleicht fangen wir ganz vorne einmal an.

00:01:41: Wer seid ihr und welche Aufgabe habt ihr im Unternehmen?

00:01:46: Ja, ich fange mal an.

00:01:47: Mein Name ist Jens Meyer.

00:01:49: Ich bin seit 27 Jahren im Unternehmen tätig und ich verantworte den Bereich Qualitätssicherung und Arbeitssicherheit.

00:01:56: Sehr schön.

00:01:58: Mein Name ist Bastian Rosnau, ich bin seit zehn Jahren bei GRIMME und verantworte bei GRIMME den Bereich Lean-Management und die Prozessoptimierung in der Produktion.

00:02:08: Genau, ja, mein Name ist Timo Igelbrink.

00:02:11: Ich bin das Küken in der Runde.

00:02:12: Ich bin seit guten zwei Jahren hier bei der Firma GRIMME tätig.

00:02:16: Und bin beim Basti im Team als Projektmanager im Lean Management und eins meiner ersten Projekte war eben das Trainingszentrum für Arbeitssicherheit.

00:02:25: Ja, sehr cool.

00:02:26: Jetzt hast du schon mal gesagt, worum es gleich gehen wird.

00:02:28: Trainingszentrum Arbeitssicherheit.

00:02:30: Und ihr habt da nämlich was Großartiges geschaffen, was ich auch

00:02:34: selber mir schon anschauen durfte.

00:02:36: Und ich glaube, das ist etwas, und das wird jetzt nicht das Letzte in meiner Folge sein, dass ich das sagen werde.

00:02:41: Und auch im DASKO vermutlich auch nochmal.

00:02:42: Ich glaube, das ist etwas, wo ganz, ganz viele

00:02:44: Unternehmen etwas davon lernen können und sich abschauen können.

00:02:49: Wer ist denn die Firma GRIMME?

00:02:51: Für diejenigen, die GRIMME jetzt nicht kennen.

00:02:54: Ja, die Firma GRIMME befindet sich im niedersächsischen Damme mit Hauptstandort.

00:03:00: Wir sind Spezialist für Kartoffel, Rüben- und Gemüsetechnik.

00:03:06: produzieren quasi alles, um die Saat in die Erde zu bekommen und dann zu ernten und einzulagern.

00:03:14: Wir sind ein Familienunternehmen, wir sind in Summe 3300 Mitarbeiter, Hauptstandort ist wie gesagt Damme mit knapp 1900 Mitarbeitern und wir sind weltweit tätig.

00:03:26: Ja, sehr cool.

00:03:27: Wie lange gibt es die Firma GRIMME?

00:03:28: Ihr seid doch auch schon ein paar Jahre alt, ne?

00:03:31: Seit 1936.

00:03:33: 1936.

00:03:34: Ja, sehr, sehr cool.

00:03:38: Ja, wir sind ja vor, jetzt muss ich selber überlegen.

00:03:42: Ich habe es vorher nicht nochmal nachgeguckt, wie lange sind wir jetzt, also wann sind wir in die Zusammenarbeit gestartet?

00:03:46: Ich glaube 24, korrekt, Jens?

00:03:48: 2024?

00:03:50: Ende 2024 hatten wir die ersten Kontakte.

00:03:53: Der Kontakt kam zustande über unseren

00:03:56: jetzigen Produktionsleiter, weil er mit seiner vorherigen Firma auch schon mit euch zusammengearbeitet hat und wir generell das Thema Arbeitssicherheit halt auch auf ein neues Level bringen wollten bei der Vielzahl an Mitarbeitern und die

00:04:07: große Fertigungstiefe, die wir auch haben, und viele Situationen, die wir haben, war das für uns eine wichtige Entscheidung, um diesen Schritt zu gehen.

00:04:15: Ja, was haben wir denn gemacht?

00:04:16: Wie sind wir gestartet in die Zusammenarbeit?

00:04:17: Was waren unsere ersten Schritte?

00:04:21: Wir hatten erstmal unseren ersten Austausch zu Dritt und haben dann überlegt, wie gehen wir weiter vor, ihr hattet einen Strategie-Workshop vorgeschlagen, den haben wir dann hier mit einem Kernteam zusammen

00:04:33: hier am Standort durchgeführt, ihr wart vor Ort mit zwei, drei Kollegen.

00:04:38: Daraus hat sich eine Strategie

00:04:41: ein Strategiedokument entwickelt, wo wir jetzt stückweise dran arbeiten, um da hinzukommen, wo wir hinwollen, anhand der Bradley-Kurve.

00:04:51: Und genau, da sind wir gerade mittendrin.

00:04:55: Ja, da sind wir mittendrin, genau.

00:04:57: Wir haben an den verschiedensten Stellen ja schon begonnen und ein Teil davon, was ja im Rahmen dieser Strategie, der gemeinsam erarbeiteten Strategie

00:05:06: Auch ein Part war das Thema Einarbeitung von Mitarbeitern bezogen auf den Arbeitsschutz und natürlich auch Qualifizierung aller Mitarbeiter, nicht nur bezogen auf das, was

00:05:18: Ich sag mal, ähm, ja, was die Produktionsprozesse angeht, sondern eben auch, was das Thema Safety-Mindset angeht.

00:05:26: Das heißt

00:05:27: einen Eindruck auch von der Arbeitssicherheit zu vermitteln, wie wollen wir eigentlich hier Arbeitssicherheit leben, wie wollen wir das umsetzen, wie wichtig ist uns das?

00:05:33: Und da war etwas, was ihr daraus ja auch gemacht habt, ist das heutige Trainingscenter.

00:05:40: Wie ist es dazu gekommen und wie waren da so die ersten Schritte von der Idee, basierend auf dem Strategiepapier oder der Strategieentwicklung, dann auch in die Umsetzung?

00:05:54: Ja, wir haben bei uns intern ein eigenes GRIMME-Produktionssystem, GRIPS nennt sich das, wo unter anderem auch der

00:06:01: Bereich Arbeitssicherheit mit etabliert ist, unter anderem auch andere Themen.

00:06:06: Und wir haben schon in verschiedenen Bereichen Trainingszentren für unsere Mitarbeiter erstellt, um den Einstieg in die GRIMME-Welt, sage ich mal, zu erleichtern.

00:06:15: Wir haben ein Trainingszentrum für Schweißen, für Montage, für Messmittel und unter anderem für die Logistik.

00:06:22: Und dann haben wir uns entschieden, okay, Arbeitssicherheit, da könnte man auch was richtig Cooles machen.

00:06:27: Und ja, so kam das dann halt, dass wir überlegt haben, was können wir da machen?

00:06:34: Aha-Momente aufzeigen.

00:06:37: Dass wir Arbeitssicherheit interessant machen und nicht einfach nur Unterweisungen einfach vorlesen.

00:06:44: Kannst du vielleicht mal oder einer von euch mal so ein bisschen ausführen, was genau kann man sich unter einem Trainingscenter vorstellen?

00:06:51: Zeigt ihr gerade beide auf mich, oder?

00:06:52: Ja, ja.

00:06:53: Timo, also genau, also ja, ähm

00:06:58: Grundsätzlich lässt sich da sagen, dass wir in unserem GRIMME-Produktionssystem quasi ein eigenes Modul haben, wo wir die Grundfertigkeiten quasi beschreiben.

00:07:08: Und in diesen Grundfertigkeiten haben wir eben verschiedene Trainingszentren, wo Mitarbeiter eben hinsichtlich des entsprechenden Bereichs geschult werden.

00:07:16: Das heißt zum Beispiel

00:07:17: Jens Meyer hat es gerade schon gesagt, im Trainingszentrum der Montage werden neue Mitarbeiter, die in der Montage anfangen, dann eben hinsichtlich der Tätigkeiten da geschult.

00:07:26: Das heißt:

00:07:27: Wie fluchte ich richtig eine Kette, wie verlege ich Hydraulikleitungen?

00:07:31: Also im Prinzip die Basic-Fähigkeiten, die man auch eben in der Montage haben sollte, die werden da nochmal

00:07:37: im Kern geschult, sodass der Mitarbeiter dann eben bestens vorbereitet ist, bevor er dann auch wirklich in die Linie geht.

00:07:43: Das Ganze für die Montage geht bei uns zwei Tage.

00:07:47: wo auch theoretische Inhalte eben vermittelt werden und dann eben die praktische Umsetzung und dann auch noch ein zweiter Teil, wo es dann wirklich anhand einer Beispielbaugruppe

00:07:58: wo dann eben nochmal da montiert wird und das Ganze nochmal aufgezeigt wird und dann ist der Mitarbeiter quasi bestens

00:08:06: geschult, um dann auch wirklich die Montagetätigkeiten in der Linie durchzuführen.

00:08:10: Und genau, da gibt es eben noch weitere Trainingszentren zum Thema Logistik, zum Thema Handmessmittel.

00:08:17: wo eben genau auch die entsprechenden Inhalte für die Bereiche dann geschult werden, sodass die Mitarbeiter dann das Know-how haben, um dann auch wirklich in der Fertigung und in der Montage tätig zu sein.

00:08:30: Ja, und man muss sich das so vorstellen für alle, die jetzt vielleicht noch nicht vor Ort waren: Es ist quasi ein eigens abgetrennter Bereich, also ein eigener Raum, zumindest das, was ich heute auch gesehen habe.

00:08:41: Es ist nicht in der Produktion und auch nicht im Sinne von, wir erklären euch jetzt mal, wie das ist, sondern es sind

00:08:49: Ganz, ganz viele auch teilweise ja spielerisch aufgebaute Trainingsszenarien und Übungsszenarien, wo man dann ja anhand so Stationen und das auch abläuft und wirklich

00:09:00: im Detail, hands-on, das Ganze trainiert und ja wirklich lernt.

00:09:06: Das ist so etwas, was glaube ich gar nicht so viele Unternehmen haben.

00:09:10: Dass man da, also aus der Ausbildung kennen wir das, in großen Ausbildungswerkstätten haben wir das auch.

00:09:15: Aber dass in Fertigungen und Produktionen

00:09:19: Ist das, glaube ich, nicht überall so.

00:09:20: Und ich glaube, das ist ein guter, natürlich ein total guter Prozess, nicht jemanden einfach in die Fertigung hineinzuintegrieren und zu sagen: Jetzt mach das mal, ich habe das einmal gezeigt, jetzt kriegst du das schon hin.

00:09:30: Sondern wirklich, ihr nehmt euch da zweieinhalb Tage Zeit, die Leute in diesen Fertigungstätigkeiten und das sind ja teilweise nämlich ja auch ausgebildete

00:09:38: Ja, Fachexperten.

00:09:39: Das sind ja jetzt nicht irgendwer, sondern das sind ja schon ausgebildete Fachexperten, die da wirklich in der Detailtiefe nochmal geschult und trainiert werden.

00:09:49: Es sind nicht immer nur die neuen Mitarbeiter, sondern es kommen auch die alten Hasen da mit rein und die Führungskräfte, um auch das ganze Wissen auf alle Ebenen zu verteilen.

00:10:02: Ja, und immer mit einem Hauch von Gamification.

00:10:06: Ja, und immer mit einem Hauch von Gamification.

00:10:14: Ja, das macht es interessant.

00:10:17: Das war uns eben sehr wichtig.

00:10:20: Weil wir genau so einen Aha-Moment schaffen wollten, wie Jens schon gesagt hat.

00:10:23: Wir wollen Arbeitssicherheit anders leben, wir wollen ein anderes Mindset vermitteln von vielleicht

00:10:28: Ja, aus Erfahrung aus den letzten Jahren, was vielleicht eher ein bisschen ein verstaubtes Thema hier bei GRIMME war, wollten wir einfach neue Reize setzen.

00:10:37: Und wie Timo das schon erzählt hat, diese Art und Weise, wie die anderen Trainingszentren aufgebaut sind, so haben wir das für die Arbeitssicherheit auch umgesetzt.

00:10:44: Das heißt, wir fangen mit einer ganz kurzen Theorieschulung an.

00:10:47: Was wollen wir mit diesen

00:10:48: Trainingszentrum für Arbeitssicherheit erreichen, gehen einmal kurz auf die Bradley-Kurve ein, erzählen, wo wir aktuell stehen, wo wir in den nächsten Jahren mit eurer Unterstützung hinwollen.

00:10:58: Und dann geht es, wie du es schon auch gesagt hast, in eine praxisnahe Tätigkeit.

00:11:02: Man fängt dann beispielsweise mit der PSA an.

00:11:05: Es gibt kurz über so ein Infoplakat, wo es zu jeder Tätigkeit kurze Informationen gibt.

00:11:11: gehen wir dann in die erste Übung zu der persönlichen Schutzausrüstung hin und ja, je nachdem, in welchem Bereich man zukünftig bei GRIMME eingesetzt ist, muss man dann so auf Magnetkarten einmal, sage ich mal, den GRIMME

00:11:23: Kollegen anziehen, welche PSA er bei welchen Tätigkeiten benötigt.

00:11:29: Und ja, so geht es dann in den darauffolgenden Übungen

00:11:32: über Stoßkappe tragen, über Sicherheitsschuhe tragen, aber auch über Schutzbrille tragen einfach die ganze PSA durch.

00:11:41: Und die Aha-Momente entstehen dann da zum Beispiel, wenn wir über die Schutzbrille reden.

00:11:45: und einfach auch mal die Kollegen raten lassen, wie schnell denn so ein Span beim Flexen für eine Geschwindigkeit aufbauen kann und dass man halt keine Chance hat.

00:11:53: mit 1,40 Meter Abstand irgendwie noch rechtzeitig die Augen zu schließen.

00:11:57: Und das haben wir halt auch eine Übung gemacht, wo wir dann auf so einen Dummy schießen und sagen, okay, wenn da jetzt der Spahn auf dein Auge zu

00:12:07: so ein Loch rausgefräst aus der Schutzbrille und dann wird eben einmal dieser Span, den wir halt beim Flexen manchmal haben, so ein bisschen symbolisiert durch eine Kunststoffkugel.

00:12:10: Jetzt drüber der dein Auge mit Schutzbrille, hast du weiterhin zwei Augen.

00:12:16: Ja, sehr, sehr anschaulich gemacht.

00:12:18: Und das zieht sich ja bei euch auch total durch, dass ihr quasi zu jedem, ob das PSA ist, ob das

00:12:25: Hautschutz ist, es ist mir sehr in Erinnerung geblieben.

00:12:28: Hautschutz ist, es ist mir sehr in Erinnerung geblieben.

00:12:30: Also auch das Thema Erste Hilfe war ja auch enthalten.

00:12:33: Ihr habt zu jeder Übung euch unglaublich viele Gedanken gemacht.

00:12:36: Wie habt ihr das gemacht?

00:12:38: Also ich sag mal, es ist ja schön zu sehen, okay, wir haben ein Trainingscenter für die Produktion, jetzt wollen wir ein Trainingscenter für die Arbeitssicherheit machen, genauso attraktiv und vielleicht auch lustig und mit ein bisschen

00:12:48: Gamification auch da drin und Aha-Moment, ne?

00:12:51: Aber wie war die Umsetzung, auch diese ganzen richtig guten Beispiele zu finden?

00:12:55: Wie schaffe ich das denn?

00:12:56: Ich sage bei PSA attraktiv zu vermitteln.

00:13:01: Das lässt sich eigentlich relativ kurzfristig oder ganz kurz gesagt zusammenfassen, durch Recherche, Recherche, Recherche.

00:13:10: Wir haben wirklich überlegt, okay, wie kann man praxisnahe Übungen gestalten zu unseren theoretischen Inhalten, die wir eben in den Sicherheitsunterweisungen schulen.

00:13:20: Genau, haben ja geguckt, was gibt es vielleicht irgendwie Vergleichbares, gibt es Unternehmen, die irgendwie was ähnliches haben?

00:13:27: Da haben wir nicht so super viel gefunden, was das angeht, teilweise Unternehmen aus anderen Bereichen, aber

00:13:34: was wir halt nicht eben direkt auch auf GRIMME übertragen konnten.

00:13:38: Und genau deswegen haben wir das alles irgendwie so ein bisschen

00:13:42: GRIMME-spezifisch eben dargestellt und haben uns dann Gedanken gemacht, wie wir das eben interessant für neue Mitarbeiter, für Führungskräfte gestalten können und haben uns einfach sehr viele Gedanken gemacht.

00:13:55: über Recherche und geguckt, was ist so möglich, um das Ganze attraktiv den neuen Mitarbeitern eben darzustellen.

00:14:02: Ja, und das sind schon wirklich richtig gute Beispiele.

00:14:06: Also das muss man echt sagen.

00:14:08: Ich weiß, ihr wollt dir ein paar erzählen, ein paar gute Beispiele, die ihr mit drin habt.

00:14:13: Ja, können wir gerne machen.

00:14:15: Also Bastian hat ja gerade schon ein Beispiel genannt mit dem Dummy, wo wir eben einmal die Schutzbrille.

00:14:21: symbolisieren.

00:14:22: Das heißt, wir haben da einmal einen Dummy erstellt, der auf der einen Seite eben eine funktionierende Schutzbrille hat, auf der anderen Seite ist eben ja.

00:14:30: so ein Loch rausgefräst aus der Schutzbrille und dann wird eben einmal dieser Spahn, den wir halt beim Flexen manchmal haben, so ein bisschen symbolisiert durch eine Kunststoffkugel.

00:14:39: Da ist ein Blatt eingespannt, wo ein Auge draufgedruckt ist und dann wird einmal demonstriert, was für eine Einschlagkraft da auch wirklich diese Kunststoffkugel erzeugen kann, wenn das dann eben auf das Auge trifft.

00:14:53: Ein anderes Thema, auch zum Thema persönliche Schutzausrüstung, ist eben die Stoßkappe, die wir einmal symbolisieren durch einen herabfallenden Gegenstand.

00:15:03: Da wird dann auch einmal gezeigt und so symbolisiert, dass dieser Gegenstand eben auf die Stoßkappe prallt und das dann auch eben abprallt, dass da ja kein

00:15:14: kein Schaden entsteht sozusagen.

00:15:16: Und im anderen Beispiel nehmen wir dann eben diese Stoßkappe weg und zeigen dann nochmal auf, was wirklich passiert, wenn wir keine Stoßkappe tragen.

00:15:24: Und genau das ist unter anderem noch ein Beispiel, einfach um die Mitarbeiter zu sensibilisieren, was passiert wirklich, wenn wir keine PSA tragen.

00:15:32: Genau das Gleiche quasi mit einem Anstoßschuh mit Stoßkappe.

00:15:37: Genau das sind unter anderen Beispielen.

00:15:41: Auch was mir auch sehr in Erinnerung geblieben ist, sind auch die verschiedensten Übungen zum Einschätzen von Gewichten.

00:15:47: Also da sind wir, glaube ich, auch nicht alle gleich gut.

00:15:51: Was ich sehr eindrucksvoll auch fand, war die Übung zum Thema Hautschutz.

00:15:55: Also wirklich zu erleben.

00:15:56: Ihr habt das echt erlebbar gemacht.

00:15:58: wie eigentlich, also wie Hautschutz wirkt.

00:16:00: Und ich glaube, wenn man diese Übung mal gemacht hat, ich weiß nicht, die werdet ihr vielleicht vermutlich auch im DASKO mitbringen, könnte ich mir vorstellen, weil sie sehr

00:16:06: Einfach ist auch und transportabel.

00:16:09: Aber wie einfach es sein kann, auch Mitarbeitern und Führungskräften nahezubringen, wie wirksam Hautschutz sein kann.

00:16:17: Hautschutz sein kann.

00:16:18: Und was mir auch sehr in Erinnerung geblieben ist, war die Übung bzw.

00:16:23: das Setup, was ihr aufgebaut habt zum Thema Erste Hilfe und Defibrillator holen.

00:16:28: Großartig.

00:16:29: Achso, großartig.

00:16:31: Weil das wird zum einen auch, dass man natürlich auch mal Mitarbeiter

00:16:36: So ein bisschen an eine Grenze bringt, zu sagen: Jetzt pumpt doch einfach mal ein paar Minuten, also belebt doch jemanden einfach mal über einen gewissen Zeitraum wieder.

00:16:44: Und das ist eine absolut körperlich, richtig, richtig große Anstrengung, das über einen gewissen Zeitraum auch aufrechtzuerhalten.

00:16:53: Und das dann auch einfach mal erlebbar zu machen, ist wirklich, wirklich cool geworden.

00:16:58: Oder auch die Sorge.

00:17:01: Auch die Sorge zu nehmen.

00:17:02: Wir hoffen alle, dass wir so einen Defibrillator nie anwenden müssen.

00:17:05: Aber wenn wir mal benötigen, dass wir keine Angst haben, sondern dass wir ganz grob wissen, okay, das sind die Schritte, man wird da durchgeleitet.

00:17:11: Wo steht der nächste Defibrillator?

00:17:13: Wo finde ich ihn?

00:17:14: Und das haben wir auch in der Übung so gemacht, dass wir ja einmal erklären, wo wir in diesem Werk

00:17:19: die Defibrillatoren haben und dann auch einen Übungsdefibrillator, einen Trainingsdefibrillator dort abgestellt haben und die Mitarbeiter dann erstmal sagen, ja, ich weiß, wo der steht, und dass wir sie dann auffordern, okay, du, ja

00:17:30: Wie du belebst die Puppe und du holst den Defibrillator, wo stand der nochmal, wo stand der nochmal?

00:17:35: Und durch dieses, ja, du hast es schon häufig angesprochen, aktiv Erleben wird man das halt auch nicht mehr vergessen, wo der Defibrillator wirklich steht.

00:17:42: Und nicht, dass man sich das nur irgendwie auf dem Layout auf DIN A3 anschaut, sondern wirklich nochmal hinläuft und sagt, okay, da steht er.

00:17:49: Ja, und dann kann man sehen, wie sehr die noch Freund sind, wenn ich dann fünf Minuten länger pumpen muss, weil er den Defi nicht findet.

00:17:57: Anderer Punkt mit den Alu-Leitern und Tritten.

00:18:00: Ja, es ist vielleicht ein Prüfsiegel drauf, was auch noch gültig ist, aber trotzdem finde die Fehler, die auf diesem Tritt oder dieser Leiter sind.

00:18:09: Das ist auch immer nochmal wieder Aha, nur weil der TÜV-Stempel drauf ist.

00:18:13: Heißt es nicht immer sofort, dass auch alles in Ordnung ist.

00:18:15: Ja, ich habe den Fehler nicht gefunden.

00:18:17: Kann man auch.

00:18:17: direkt sagen, ich habe ihn nicht gesehen.

00:18:19: Du wolltest nicht sagen, aber du hast gesagt.

00:18:22: Und was ich auch wirklich, was ich auch nochmal gelernt habe, das wusste ich vorher nicht, war beim Thema Defibrillator

00:18:28: Und was ich auch wirklich, was ich auch nochmal gelernt habe, das wusste ich vorher nicht, war beim Thema Defibrillator.

00:18:36: Ich kann den auch benutzen, auch wenn ich kein Wiederbeleben, also kein, ähm, kein Herz-, also ich weiß jetzt nicht genau, wie ich es fachmännisch heiße

00:18:42: Kein Herzflimmern habe, ich kann den trotzdem benutzen, weil der mir auch hilft, das zu erkennen.

00:18:45: Also da auch wenn ich jetzt trotzdem einen Puls habe, kann der eine Unterstützung sein.

00:18:50: Auch das, finde ich, ist eine ganz, ganz wichtige Erkenntnis, dass die Dinger da wertvoll sind und sein können.

00:18:55: Ja, auf jeden Fall.

00:18:57: Das ist auch unter anderem was, was wir dann während der ganzen Recherche und als wir die Übungen beplant haben, quasi auch erstmal alles für uns neu gelernt haben, weil wir das dann natürlich auch den Teilnehmern schulen müssen.

00:19:10: Und genau, wie du schon sagst, also man kann den Defibrillator immer anschließen quasi und der erzeugt dann quasi diese Nulllinie.

00:19:19: Der analysiert dann erst und dann wird diese Nulllinie des Herzens erzeugt durch diesen Schock, den man dann tätigt und dann kann man eben mit der Wiederbelebung starten.

00:19:27: Ja, ja, habe ich auch neu gelernt.

00:19:30: Und dann muss man ja sagen, das sind wie viele Stationen sind das?

00:19:33: Wisst ihr das aus dem Kopf?

00:19:37: Zwölf würde ich jetzt mal ganz genau kann ich es nicht sagen, aber so um den Dreh, circa zwölf Stationen.

00:19:44: Und wir haben für diese zwölf Stationen, ich glaube, fast sechs Stunden gebraucht, ne?

00:19:49: Nur, um auch unseren Zuhörerinnen und Hörern einen Eindruck zu geben: Man rennt da jetzt nicht mal eben durch und ist in 10 Minuten fertig, sondern das sind wirklich Dinge, wo man überlegt.

00:19:57: Wo man sich Gedanken machen muss, wo man auch neu gucken muss, passt das so oder passt das so nicht, ne?

00:20:03: Und wo man dann eben suchen muss und so

00:20:05: Also, ähm, das ist ja auch für die Arbeitssicherheit und für dieses Bewusstsein und wie wichtig ist uns das ja auch ein Investment, zu sagen, so, bevor ihr hier auch

00:20:16: Ja, bei uns anfangt oder mit dem Anfang, ähm, geht ihr erstmal sechs Stunden in so ein Trainingscenter für Arbeitssicherheit und ich glaube, da wird natürlich sehr, sehr schnell deutlich für alle neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, oh, hier bei GRIMME ist das Thema Arbeitssicherheit richtig wichtig.

00:20:31: Ja, absolut, genau.

00:20:34: Und dann habt ihr noch was ziemlich Cooles gemacht.

00:20:36: Ihr habt, das erzähle ich jetzt einfach mal.

00:20:39: Wenn man bei euch rauskommt, also es gibt ein Zertifikat, finde ich gut, dass man dann

00:20:43: Sagt so hier, habe ich erfolgreich geschafft.

00:20:47: Und dann habt ihr dort in ganz, ganz großen Buchstaben die auch nochmal an die Wand aufgedruckt und sodass dann jeder, der durchs Trainingscenter gelaufen ist, dort unterschreibt.

00:20:58: Das schafft natürlich auch nochmal diese Verbindung zu seinem Familienunternehmen.

00:21:03: Jeder, der hier rausgeht, ist wichtig.

00:21:06: Du verewigst dich hier und hast das im Grunde genommen.

00:21:09: Auch unterschrieben, aber auf eine viel geilere Art und Weise.

00:21:12: Und das ist einfach richtig gut geworden.

00:21:16: Das steht jetzt auch in meiner Unterschrift.

00:21:18: Genau.

00:21:22: Ich stehe da auch drauf.

00:21:24: Was sagen denn, ja, ihr habt ja jetzt die erste Pilotierung raus und ich glaube, die ersten sind auch durchgelaufen.

00:21:31: Was sagen denn die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die da das Trainingscenter durchlaufen haben?

00:21:36: Ja, also ich glaube, du hast vorher schon angesprochen, nicht sechs Stunden.

00:21:39: Viele sagen, was?

00:21:39: Sechs Stunden schon rum?

00:21:40: Wir haben schon kurz vor zwei.

00:21:41: Wo ist die Zeit verblieben?

00:21:42: Ich hätte ja gar nicht gedacht, dass so schnell

00:21:45: die Zeit vergeht, wenn man sich mit Arbeitssicherheitsthemen beschäftigt, wenn man sich miteinander austauscht, sich kennenlernt, gewisse Situationen, gewisse Stationen gemeinsam bespricht.

00:21:56: Und ich glaube, der große Aha-Moment, von dem wir jetzt auch schon ein paar Mal gesprochen haben, ist einfach so, wenn ich direkt die Auswirkungen sehe, wenn ich sehe, okay, wenn ich keine Stoßkappe trage, wenn ich keine Schutzbrille trage, was passiert

00:22:08: Wie unterstützen mich bei gewissen Tätigkeiten Exoskelette, die wir anbieten, um einfach ergonomischer zu arbeiten.

00:22:14: Welche Tipps und Tricks habe ich vielleicht

00:22:17: bei der richtigen Handhabung eines Zweihand-Winkelschleifers oder wie gehe ich mit dem Cuttermesser um, dass man wirklich direkt ins Doing kommt und auch jeder aktiv angesprochen wird

00:22:27: selbst mal an gewissen Übungen, an gewissen Bereichen selbst aktiv zu werden und das wirklich mitzunehmen, den Aha-Moment mitzunehmen.

00:22:36: und auch eine gewisse Sensibilisierung vielleicht zu bekommen und sagen, wow, es ist ja wirklich mit dem Span, dass der ungefähr auf 280 km/h beschleunigt werden kann.

00:22:45: Das wusste ich auch nicht, aber natürlich habe ich da keine Chance mehr, mein Augenlid zu schließen.

00:22:51: Und dass es halt einfach ein krasser Mindset-Wechsel ist. Anna, das hast du vorher auch angesprochen.

00:22:57: Früher hatten wir einfach eine andere Art und Weise von Unterweisungen.

00:22:59: Da ist der Teamleiter, hat sich mit dem neuen Mitarbeiter zusammengesetzt.

00:23:02: Je nachdem, aus welchem Bereich der kam, gab es zwischen 10 und 18 Sicherheitsunterweisungen.

00:23:07: Die ist man relativ einfach, stupide, aus unserem jetzigen Verständnis durchgegangen.

00:23:15: Und danach waren die Kollegen unterwiesen.

00:23:17: Ja, für diesen Moment waren sie unterwiesen.

00:23:19: Ja, wir hatten die Unterschrift, es war rechtlich, alles in Ordnung, nur die Frage war halt.

00:23:24: Wie lang sind sie tatsächlich unterwiesen und was nehmen sie mit von diesen 18 Sicherheitsunterweisungen?

00:23:29: Und das ist uns, glaube ich, jetzt durch das aktive Erleben tatsächlich besser gelungen, dass die Kollegen längerfristig was mitnehmen.

00:23:37: Oder auch einfach dafür sensibilisiert werden, einen anderen Blickwinkel auf gewisse Sachen draufzuschauen.

00:23:44: Ja, das glaube ich gerne, sofort.

00:23:46: Und das spricht sich herum

00:23:49: Also das hat ja nicht nur den Effekt, dass die Mitarbeiter, neue Mitarbeiter und Führungskräfte da durchlaufen, sondern sowas spricht sich natürlich auch ganz erheblich rum.

00:23:59: Und ich glaube, das ist einfach der größte Punkt, Knackpunkt oder das größte Positive, was wir so sehen.

00:24:05: Es ist keine Pflichtveranstaltung mehr.

00:24:07: Oh, nächste Woche muss ich ins Trainingszentrum Arbeitssicherheit.

00:24:09: Sondern die Führungskräfte, mit denen haben wir jetzt erstmal angefangen, diese zu schulen, ja, ziehen richtig: Wann kann ich denn ins Trainingszentrum?

00:24:16: Ich habe von dem Kollegen das und das gehört, dann will ich immer selbst das erleben.

00:24:19: Und ich glaube, dann haben wir schon vom Mindset, von der Verständnisstufe, wie wir Arbeitssicherheit zukünftig begegnen wollen, sehr viel gewonnen.

00:24:28: Wenn es keine lästige Pflichtveranstaltung ist, sondern wirklich Vorfreude auf die Veranstaltung.

00:24:33: Ja, und man da rausgeht und sagt, das war echt voll cool.

00:24:37: Ja, und dann von einem Mitarbeiter, der sowieso sehr kritisch ist, das ist immer dann das beste Feedback.

00:24:42: Ja, so nach dem Motto, was soll ich damit, brauche ich nicht, kann ich nichts anfangen.

00:24:47: Ich bin schon Jahre, Jahrzehnte hier, ich kenne das alles und die kommen da raus und sagen, boah, das war echt.

00:24:52: Echt gut und interessant, ja.

00:24:54: Und ich sage mal, das sind ja auch die Leute, die jetzt als erste durch das Trainingscenter laufen, das sind ja alles die Leute, die sich ja eigentlich schon bestens auskennen.

00:25:03: Also Führungskräfte, denen, wenn ihr sagt, du musst jetzt durchs Trainingscenter Arbeitssicherheit, das ist selbstverständlich, dass die nicht alle sagen, juhu, weil ich mache den Job ja schon.

00:25:12: 30 Jahre oder 25 Jahre.

00:25:15: Und da dieses Feedback zu bekommen, ist, glaube ich, ja, das bestätigt das, was ich auch erlebt habe.

00:25:21: Ja, auf jeden Fall.

00:25:22: Und ich glaube, gerade deswegen war es uns auch nochmal so wichtig, die Führungskräfte eben mit abzuholen, dass die auch nochmal dahingehend sensibilisiert werden, dass sie halt eben führen und dass die Leute, die vielleicht unter denen irgendwie im Organigramm stehen

00:25:36: dass die dann auch entsprechend handeln, so wie die das gelernt haben und die halt eben mit gutem Beispiel vorangehen und das gelernte Wissen dann auch wirklich in der Produktion umsetzen,

00:25:45: Ja, auf jeden Fall.

00:25:46: Was, ähm, habt ihr schon Ideen, auch was, wie ihr euer Trainingscenter noch weiterentwickelt?

00:25:53: Oder seid ihr jetzt gerade erstmal so, dass ihr sagt, wir haben das jetzt erstmal, das ist erstmal gut so und dann gucken wir.

00:25:59: Nee, da gibt es schon einige Ideen.

00:26:01: Wir haben jetzt, sage ich mal, das Trainingszentrum Arbeitssicherheit 1.

00:26:04: 0, werden aber das stetig jedes Jahr weiterentwickeln.

00:26:07: Wir haben jetzt schon

00:26:08: Ja, gerade erstes Quartal zu Ende, haben wir uns für Ende des Jahres einen Review-Termin gesetzt und es wird jetzt jedes Jahr einen Review-Termin geben, wo wir dann nochmal schauen, was waren jetzt im vergangenen Jahr

00:26:20: die Unfallschwerpunkte, diese Unfälle auswerten und auch Ableitungen machen, ob wir gewisse neue Aufgaben, neue Schwerpunkte mit einbauen müssen oder andere Aufgaben vielleicht noch etwas vertiefen müssen.

00:26:33: und so einfach schauen müssen, was ist gerade Bedarf da, wo gab es vielleicht in der letzten Zeit vermehrt, auch kritische Situationen.

00:26:42: Und wo ist es sinnvoll, jetzt bereits die neuen Mitarbeiter dann im Trainingszentrum auch für diese Situation zu sensibilisieren?

00:26:48: Gibt es Veränderungen in den Sicherheitsunterweisungen?

00:26:52: Müssen wir da was anpassen?

00:26:53: Und so stetig aktuell zu bleiben und haben dann auch regelmäßig Austauschtermine mit der Werksleitung, mit dem Bereich FASI und mit uns, um einfach zu schauen, okay, was war

00:27:05: an Feedback da von den Mitarbeitern, was können wir aufnehmen, wo müssen wir uns vielleicht ein bisschen anpassen.

00:27:10: Und so wird es dann wirklich, und das ist auch dann ein Punkt.

00:27:13: was wir dann auf dem DASKO vorstellen.

00:27:15: Es ist einfach so eine Nachhaltigkeitsschleife.

00:27:18: Es hört nie auf.

00:27:19: Wenn wir einmal durch sind, fangen wir wieder vorne an und fragen, okay, sind wir gut genug.

00:27:23: Oder was waren dieses Jahr die Unfallschwerpunkte und wo wir doch nicht gut genug waren, sonst hätten wir diese Unfälle nicht.

00:27:29: Ja, ja, okay.

00:27:32: Jetzt hast du den DASKO schon angesprochen, ihr werdet ja auf dem Deutschen Arbeitsschutzkongress einen Workshop gestalten nach der Mittagspause.

00:27:38: Was habt ihr euch dafür vorgenommen?

00:27:40: Wie wollt ihr den Teilnehmerinnen und Teilnehmern dieses Konzept Trainingscenter

00:27:47: vermitteln und mitgeben.

00:27:48: Genau, wir haben einmal so einen kleinen Leitfaden entwickelt, den man dann auch bei sich im Unternehmen vielleicht anwenden kann.

00:27:54: Und zwar, wie Jens schon gesagt hat, ist ja nicht das erste Trainingszentrum, das wir gebaut haben, sondern wir haben da eigentlich immer generell so acht Schritte, die wir

00:28:03: durchlaufen von der ersten Idee des Trainingszentrums bis zur Vollendung, sage ich mal, des Trainingszentrums und die Stufe eins ist immer

00:28:11: Egal in welchem Trainingszentrum wir sind, erstmal Analyse der vorliegenden Daten oder jetzt Unfalldaten.

00:28:16: Wir haben erstmal geschaut, die letzten Jahre, welche Daten, Zahlen, Fakten haben wir, welche Unfallschwerpunkte haben wir

00:28:24: Und dann im zweiten Schritt haben wir erstmal, sage ich mal, so eine Sicherheits- und Unterweisungs-Map entwickelt.

00:28:30: Das heißt, wir haben erstmal geschaut im ganzen Werk, in den verschiedenen Abteilungen, wo wird welche Sicherheitsunterweisung unterwiesen und dann geschaut, okay, was sind die Top-

00:28:39: 10 oder 12 Sicherheitsunterweisungen, die in jedem Bereich unterwiesen werden, um da den Schwerpunkt zu bekommen.

00:28:45: Und dann gibt es ja, wie gesagt

00:28:46: Noch sechs weitere Stufen bis zur achten Stufe, was dann vielleicht auch mal die schwierigste Stufe ist, wo wir dann die Nachhaltigkeit sicherstellen wollen.

00:28:55: Wie kriegen wir die Nachhaltigkeit sicher?

00:28:56: Wie bleiben wir da immer aktuell?

00:28:58: Wie stellen wir sicher, dass jeder neue Mitarbeiter durch dieses Trainingszentrum läuft?

00:29:02: Und in diesem Workshop nach der Mittagspause auf dem DASKO Ende April

00:29:07: werden wir einen Einblick in diese acht Stufen geben und dann tatsächlich mit den Teilnehmern aus dem Workshop auch eine gewisse Anzahl an den Stufen

00:29:16: live in kleinen Gruppen mal durchlaufen und zu schauen, wie man das tatsächlich auch auf andere Unternehmen übertragen kann.

00:29:24: Ja, sehr, sehr cool.

00:29:26: Ich glaube, das klingt spannend.

00:29:29: Wir hoffen das.

00:29:31: Ja, und ich habe das ja eingangs auch gesagt.

00:29:34: Ich glaube, dass halt diese Art von Wissensvermittlung

00:29:38: unfassbar wertvoll ist.

00:29:40: Wir können das, wir versuchen, so viel natürlich auch zu digitalisieren, durch KI auch besser, einfacher zu machen, vielleicht auch teilweise zu ersetzen.

00:29:49: Aber diese Form von Kompetenzvermittlung, das heißt probieren, vormachen, nachmachen, dreimal machen, viermal machen, Erkenntnisse dabei zu haben.

00:29:58: auch zu merken, wie sinnvoll etwas ist, weil es macht einen Unterschied, ob ich sage, das wiegt 25 Kilo oder ob ich 25 Kilo einfach mal hochnehme.

00:30:07: Oder das, was du gerade mit dem Span beschrieben hast, das ist ein fundamentaler Unterschied, es gehört zu haben oder es einfach auch gespürt zu haben.

00:30:15: Und da, glaube ich, liegt ein großes Potenzial, Safety Mindset auch in den Unternehmen weiterzuentwickeln.

00:30:20: Und deshalb freue ich mich sehr, dass ich nicht nur schon durchlaufen durfte, sondern dass ihr auf dem deutschen Arbeitsschutzkongress

00:30:32: Ja, vielen Dank.

00:30:33: Wir freuen uns auch sehr.

00:30:35: Dann danke euch erstmal für diese Podcast-Folge.

00:30:39: Und ich freue mich dann, euch am 28.

00:30:41: 04.

00:30:42: hier in Wuppertal begrüßen zu dürfen, ihr Lieben.

00:30:44: Vielen Dank.

00:30:45: Gerne doch.

00:30:46: Ja, wir freuen uns auch.

00:30:47: Vielen Dank.

00:30:49: Vielen Dank, dass

00:30:50: du heute wieder dabei warst.

00:30:51: Wenn dir gefallen hat, was du heute gehört hast, dann war das nur die Kostprobe.

00:30:55: Willst du wissen, ob du für eine Zusammenarbeit geeignet bist, dann gehe jetzt auf www.

00:31:00: wandelwerker.

00:31:01: com-termin und buche dir einen Termin.

00:31:04: In diesem 45-minütigen Beratungsgespräch wird eine Strategie für dich erstellt.

00:31:08: Du erfährst, in welchen Schritten du an der Einstellung der Menschen im Unternehmen arbeitest, sichere Gewohnheiten schaffst und somit die Arbeitsunfälle nachhaltig reduzierst.

00:31:18: Vergiss eine Sache bitte nicht.

00:31:20: Wenn seit Jahren die Unfallzahlen bei dir stagnieren, dann verbessert sich der Zustand nicht von alleine.

00:31:26: Du brauchst einen Berater, der dir zeigt, welche Schritte du befolgen sollst und welche lieber nicht.

00:31:31: Wir haben Geschäftsführern, Sicherheitsingenieuren und Fachkräften für Arbeitssicherheit in Deutschland, Österreich und der Schweiz dabei geholfen, die Sicherheitskultur in deren Unternehmen und bei deren Kunden zu verbessern.

00:31:42: Als Kooperationspartner des Verbandes für Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz bei der Arbeit liegt es uns am Herzen, dir das notwendige Handwerkszeug auf dem Weg zur Vision Zero zu zeigen und bei der Umsetzung zu unterstützen.

00:31:54: Wenn du wissen willst, ob du für eine Zusammenarbeit geeignet bist, dann sichere dir jetzt unter www.

00:31:59: wandelwerker.

00:32:00: com/termin deinen persönlichen Termin.

Über diesen Podcast

Wandelwerker ist Dein Podcast für innovative und ganzheitliche Ideen und Konzepte im Arbeitsschutz. Im ersten deutschen Arbeitsschutz Podcast findest du Impulse und Lösungen für die Gestaltung des Arbeitsschutzes in deinem Unternehmen – egal ob du Führungskraft, Fachkraft für Arbeitssicherheit, Sicherheitsingenieur, Sicherheitsbeauftragter oder Mitarbeiter bist.

Es erwarten Dich aktuelle Themen und Diskussionen rund um den Arbeitsschutz, Experteninterviews und Best Practices Lösungen für eine gelebte Sicherheitskultur in Deinem Unternehmen.

von und mit WandelWerker Consulting GmbH

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