00:00:00: Die Wandelwerker haben eine Mission,
00:00:02: den Arbeitsschutz
00:00:03: in den Unternehmen auf ein neues Level heben.
00:00:05: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge des Wandelwerker Podcasts.
00:00:08: Den ersten deutschen Arbeitsschutz-Podcast wird ganzheitliche und innovativ ideen für den Arbeitsschutz.
00:00:13: Heutzutage können Informationen schnell gegeben werden.
00:00:16: Experten,
00:00:17: die
00:00:17: mit neuen
00:00:17: strategienen Methoden arbeitsunfalle nachhaltig reduzieren,
00:00:21: sind gefragter der Nehe.
00:00:22: Die Wandelwerker
00:00:23: zeigen Geschäftsführer,
00:00:24: Sicherheitsingenieurin
00:00:25: und Fachkräftruppe arbeiten
00:00:27: sich Schritt für Schritt, wie genau
00:00:28: das funktioniert
00:00:29: und wie damit den stagnierenden Unfallzahler in Ende gesetzt wird.
00:00:33: Es gibt
00:00:33: keinen Grund, länger
00:00:34: zu warten.
00:00:35: Jetzt ist der Zeitpunkt, um Arbeitsunfalle zu reduzieren.
00:00:40: Hallo und herzlich willkommen hier zu einer neuen Podcast-Folge im Wandelwerker Podcast.
00:00:44: Ich begrüße oder darf heute zwei tolle Podcast-Gäste hier im Podcast-Interview begrüßen.
00:00:51: Ich heiße ganz herzlich Annette Schlesier.
00:00:54: Willkommen, hallo.
00:00:56: Hallo, lieber
00:00:57: Anna.
00:00:58: Schön, dass du da bist und die Dorothea meint.
00:01:01: Hallo, hi.
00:01:02: Hallo
00:01:03: Anna, schön, dass ich hier sein darf.
00:01:05: Ja, schön, dass ihr da seid.
00:01:06: Ihr seid beide von der Berliner Stadtreinigung.
00:01:10: Du, Annette, bist die Leiterin des Kompetenzzenters dort für Gesundheit bei der Berliner Stadtreinigung und du, Dorothea, bist dort Fallmanagerin, also BEM-Fallmanagerin.
00:01:21: Und da wollen wir heute auch so ein bisschen drüber sprechen, was das Kompetenzzenter Gesundheit auf der einen Seite auch ausmacht, wie ihr das für euch gut gelöst habt und auch vielleicht als gutes Praxisbeispiel hier ein bisschen was dazu erzählen könnt.
00:01:35: Und natürlich auch welche Rolle das betriebliche Eingliederungsmanagement da bei euch im Unternehmen spielt.
00:01:41: Ich würde euch einmal bitten, vielleicht ganz kurz zu Beginn der Podcastfolge euch einmal kurz vorzustellen, wer ihr seid und wie heiß, aber schon kurz besprochen, aber vielleicht zeigt er nochmal ganz kurz, wie ihr dorthin gekommen seid und was so eure grundsätzliche Aufgabe eben auch im Kompetenzzenter und als Fallmanagerin ist.
00:02:03: Dann starte ich gern.
00:02:05: Ich bin in den Augen eines BSR-Mitarbeiters noch wirklich gar nicht ausreichend orange hinter den Ohren, weil ich erst seit gut drei Jahren bei der BSR bin.
00:02:17: Ich war vorher lange Jahre im Gesundheitsmanagement der Deutschen Bahn beschäftigt.
00:02:23: Ich bin dann vor gut drei Jahren zur BSR gekommen und darf hier das Kompetenzcenter Gesundheit leiten, zu dem ich glaube, da kommen wir nachher noch mal drauf, was Kompetenzventar alles macht, eben ein breites Portfolio von Themen aus dem Bereich Gesundheitsmanagement gehört.
00:02:41: Ja, dank dir.
00:02:42: Du rotier.
00:02:45: Da mache ich weiter.
00:02:46: Ich bin auch noch nicht richtig orangschimpter.
00:02:48: Ich bin auch erst seit Zweiundzwanzig da, was ich jetzt auch schon lange finde.
00:02:58: Ich bin Fallmanagerin im BEM-Team und meine Aufgabe ist es, mir dann nochmal ganz detailliert zu mit den Kollegen in Kontakt zu treten, wenn sie zugestimmt haben, ein BEM-Verfahren teilzunehmen.
00:03:15: Vorher auch schon in einem anderen Unternehmen BEM Verfahren durchgeführt.
00:03:19: Von daher fand ich es auch mal ganz spannend, eben in dieser Rolle als Hallmanagerin BEM ausüben zu dürfen.
00:03:26: Und ja, dann kommen wir ja, glaube ich, nachher noch mal dazu was genau heißt das eigentlich.
00:03:31: Ja, auf jeden Fall.
00:03:33: Ja, vielleicht steigen wir einfach direkt ein.
00:03:36: Erzähl doch mal so ein bisschen, was macht euer Kompetenz-Center Gesundheit der Berliner Stadtreinigung?
00:03:41: Nicht jedes Unternehmen hat jetzt ein Kompetenz-Center für Gesundheit.
00:03:44: Vielleicht könnt ihr da einfach mal so ein bisschen einführen, was zeichnet euer Kompetenz-Center aus?
00:03:49: Was bietet ihr da auch für die Kolleginnen und Kollegen an?
00:03:51: Und was das alles eben auch umfasst?
00:03:54: Und dann können wir gleich nochmal so den Schwung auch Richtung betriebliches Eingliederungswettischen mitmachen.
00:04:00: Ja, das mache ich sehr gern, weil ich wirklich der Meinung bin, dass dieses Kompetenzcenter oder diese Bündelung von Themen rund um die Gesundheit im betrieblichen Kontext wirklich sehr wertvoll ist und wir da sehr viel daraus schöpfen.
00:04:16: Das Kompetenzcenter ist eine eigenständige Abteilung innerhalb der Personalorganisation der BSR.
00:04:25: Also neben Bereichen wie Business, Partnern oder Personalentwicklung gibt es eben das Kompetenzcenter Gesundheit.
00:04:33: Was man glaube ich immer wieder dazu sagen muss, ist, dass Gesundheit natürlich nix ist, was wir aus dem Kompetenzcenter heraus liefern oder garantieren können.
00:04:43: Das ist sowohl im Geschäft mit den Beschäftigten als auch den Führungskräften wichtig zu sagen.
00:04:48: Wir können das nicht mal eben über Nacht als Paketlieferung eben vor die Haustür stellen.
00:04:56: Was wir aber stattdessen machen können, ist, dass wir unsere Expertise aus dem Kompetenzcenter beitragen, um dafür zu sorgen, dass wir bei der BSR gemeinsam und aktiv gesundheitsorientierte Beschäftigungsbedingungen gestalten.
00:05:10: Denn das ist es, was wir als Arbeitgeber machen können, Beschäftigte zu unterstützen und über diesen Weg dann eben auch zu einem gesundheitsbewussten Verhalten zu kommen.
00:05:22: Das Kompetenz-Center bündelt Expertise und Verantwortung für eine ganze Palette von Themen neben dem wichtigen betrieblichen Eingliederungsmanagement.
00:05:34: Was ja heute im Fokus steht, verantworten wir auch die betriebliche Sozialberatung in unserem Kompetenz-Center, also hausinterne betriebliche Sozialberatung.
00:05:46: Das Thema betriebliche Gesundheitsförderung gehört auch immer mit dazu.
00:05:52: Eine Besonderheit, die wir haben, ist die Vermittlung von Beschäftigten, die aus gesundheitlichen Gründen ihre Tätigkeit nicht mehr ausüben können, in andere leidensgerechte oder einschränkungsgerechte Tätigkeiten.
00:06:07: und, was wir auch machen, natürlich in ganz enger Zusammenarbeit, insbesondere mit den Schwerbehindernvertretungen, ist, die Stärkung des Themas Inklusion, weil wir da natürlich ganz nah dran sind und da sind wir auch sehr intensiv unterwegs.
00:06:26: Diese Bündelung ist natürlich spannend, gerade wenn wir nachher auch auf das Thema BEM stärker eingehen, weil wir dort einfach Schnittstellen haben, die dem Prozess wirklich zugutekommen.
00:06:38: So viel vielleicht an der Stelle zum Kompetenzventor.
00:06:42: Kannst du ja so ungefähr sagen, wie viele Mitarbeiter ihr auch so übers Jahr betreut?
00:06:47: Und wie viel, also habt ihr da einen großen Zulauf auch von die Mitarbeiter, die dann auf euch zu kommen?
00:06:54: Oder habt ihr da auch, oder ist es schon so, dass ihr ganz oft auf die Mitarbeiter zugeht?
00:06:59: Wie würdet ihr das beschreiben?
00:07:03: Ich glaube, das muss man unterscheiden, weil das in Ben natürlich ein bisschen anders abläuft, weil es schlichtweg ein gesetzlicher Auftrag des Arbeitgebers ist.
00:07:12: wo wir als Arbeitgeber auf die Beschäftigten zugehen, immer dann und sofort, wenn die Berechtigung entsteht, etwas anderes ist beispielsweise bei der betrieblichen Sozialberatung.
00:07:23: Das bewerben wir natürlich und da gehen wir auch auf die Höfe und Standorte und sagen, liebe Kollegen, es gibt kein Thema, was zu klein ist, um sich nicht Hilfe zu holen, wir sind da.
00:07:34: Aber die Entscheidung, das wirklich in Anspruch zu nehmen, liegt natürlich bei den Beschäftigten.
00:07:40: Und
00:07:40: wieder zu unterscheiden davon sind Angebote der betrieblichen Gesundheitsförderung.
00:07:47: Das heißt, es gibt Angebote wie beispielsweise Ergonomie Trainings, speziell für entweder Straßen und Grünflächenreiniger oder Müllwerker, die wir anbieten, ob und inwieweit das genutzt wird.
00:08:00: entscheidet sich dann natürlich auch wieder vor Ort.
00:08:02: Das heißt, wir können jetzt nicht sagen, so und so viele Kollegen oder Kolleginnen nutzen das Kompetenzcenter.
00:08:08: Da muss man wirklich nach den Produkten unterscheiden.
00:08:11: Aber wir sind gut gefragt und wir sind auch gern vor
00:08:17: Ort
00:08:17: und haben da auch gut zu tun und stehen mit beiden oder mit all unseren Füßen im Geschäft.
00:08:27: Aber da können wir jetzt keine konkreten Zahlen sagen.
00:08:30: über das komplette Kompetenz-Center.
00:08:31: Ja, okay.
00:08:33: Welche Rolle spielt dort bei euch auch das betriebliche Eingliederungsmanagement?
00:08:36: Du hast jetzt schon mal so zwei, drei Sätze dazu gesagt, aber vielleicht kannst du da noch mal speziell noch drauf eingehen.
00:08:42: Ja, gern.
00:08:43: Wir haben uns mit Do so abgestimmt, dass ich so ein bisschen an der Oberfläche bleibe und Do als Fallmanagerin dann wirklich die operativen Informationen geben kann.
00:08:57: Die BSR hat, wenn uns dieser Rückblick erlaubt ist, unmittelbar nach Inkrafttreten der gesetzlichen Regelung zum BEM, also im Jahr zwei Tausend vier, schon angefangen, ein BEM-Prozess zu gestalten.
00:09:11: Und im Jahr zwei Tausend fünf wurde der BEM-Prozess bei der BSR schon etabliert.
00:09:18: Das heißt, die BSR war da wirklich Vorreiter.
00:09:21: Und die Prozessgestaltung seinerzeit ist in engster Abstimmung mit den Interessenvertretungen erfolgt, sodass wir tatsächlich auch heute noch zwanzig Jahre später sagen können, der Prozess, der damals
00:09:34: so
00:09:35: erarbeitet wurde, hat sich bewährt und steht.
00:09:38: Und das ist, glaube ich, schon ein Fund, mit dem wir arbeiten können, der uns da auch unterscheidet von dem einen oder anderen Unternehmen.
00:09:50: als der Prozess damals gestaltet wurde, hat man sich entschieden und
00:09:56: das ist
00:09:57: eine Besonderheit, die Verantwortung für das BEM, also Sprich für das Angebot, die Durchführung und den Abschluss der individuellen BEM-Prozesse in ein BEM-Fractien zu legen und nicht in die Verantwortung der einzelnen Führungskraft.
00:10:17: Und der Vorteil dieser Lösung die man nicht machen muss, die man aber machen kann.
00:10:25: Der Vorteil liegt ganz klar in der Bündelung von Erfahrung und Expertise, weil eine Führungstraff im besten Fall, wenn alles gut läuft, nur hin und wieder mal ein Bäm hat.
00:10:39: Das heißt, es ist immer wieder neu.
00:10:41: Unsere Fallmanager machen nichts anderes.
00:10:44: Das heißt, diese tatsächlich Experten.
00:10:47: Und das ist das zweite Pfund, was wir als BSR im Thema BEM haben und was uns wirklich auch hilft in dem Prozess.
00:10:58: Und operativ kann dann, glaube ich, Doro gut berichten, aber das gibt, denke ich so, den Überblick.
00:11:05: vielleicht noch zur Aufstellung.
00:11:08: Wir haben Fallmanager und dadurch, dass eben diese Verantwortung komplett bei uns im BEM-Team liegt, sind wir mit vier Fallmanagern auch gut ausgestattet.
00:11:19: Wenn man das eben sich anschaut, welche Themen und Verantwortungen alle im Fallmanagement geben, sind wir für unser Unternehmen mit vier Fallmanagern gut ausgestattet.
00:11:33: Danke schön für die Ausführung und das macht finde ich ja auch eigentlich total viel Sinn, sowohl auch in der Qualität, dann vielleicht kann Dorothea gleich nochmal ein bisschen was zu sagen, aber auch würde ich jetzt mal so aus meiner Perspektive sagen, auch im Sinne der Objektivität und der Unvoreingenommenheit zwischen Führungskraft und Mitarbeiter ist ja auch immer einen Beziehungsverhältnis im Sinne der Führung und auch Arbeitnehmer, Arbeitgeber.
00:12:00: Deshalb erscheint mir das erst mal auf den ersten Blick sehr, sehr gut gelöst.
00:12:03: Und ich bin mal gespannt, dass ihr dann gleich auch nochmal so ein bisschen, also Dorothea, du dann aus der betrieblichen Praxis dazu erzählen kannst.
00:12:11: Welche Voraussetz müssen denn erfüllt sein, damit Beschäftigte bei euch dann auch ein BEM-Angebot annehmen können?
00:12:18: Und vielleicht könnt ihr dann auch noch mal so ein bisschen ins Detail gehen, welche Ziele verfolgt ihr denn dann auch mit der Durchführung oder mit der Nutzung der BEM-Angebote durch die Beschäftigten?
00:12:30: Auch wenn es eine gesetzliche Anforderung natürlich ist.
00:12:32: Aber wir haben das Thema sehr, sehr gut umgesetzt bei euch.
00:12:37: Und das ist ja auch genau der Grund, warum wir einmal aus eurer Perspektive heute darüber sprechen.
00:12:42: Da hast du aber gerade einen ganz spannenden Aspekt genannt, nämlich diese gesetzliche Verpflichtung.
00:12:48: Und das ist für uns auch immer wieder wichtig, darauf hinzuweisen, sowohl Führungskräfte als auch Beschäftigte, wir als Arbeitgeber sind schlichtweg verpflichtet.
00:12:58: Wenn eben die Berechtigung für ein BEM-Angebot erreicht ist, sprich länger als sechs Wochen arbeitsunfähig, wiederholt oder am Stück, innerhalb der zurückliegenden zwölf Monate, dann bekommt jeder Beschäftigte, jede Beschäftigte ein Angebot zum BEM.
00:13:15: Und das Ziel dessen ist auch ganz klar geregelt, nämlich eine Arbeitsunfähigkeit zu überwinden und oder erneute zu vermeiden und damit die Arbeits- und Leistungsfähigkeit und natürlich den Arbeitsplatz zu erhalten.
00:13:30: Das ist so ganz knapp und nah am Gesetzestext ausgelegt.
00:13:36: Das, was dann im individuellen BEM-Prozess passiert und drinsteckt, ist natürlich sehr viel mehr.
00:13:42: Und da kann Doro wunderbare Berichten aus ihren Erfahrungen und den praktischen Fällen.
00:13:49: Doro, deswegen würde ich an dich kurz übergeben.
00:13:52: Ja.
00:13:53: Also was ich auch noch mal wichtig finde zu erwähnen, ist ja, dass das bei uns so gehandhabt wird, dass es ein automatisierter Prozess ist.
00:14:02: Also es wird kein
00:14:03: Mitarbeiter
00:14:04: ausgewählt, weil er sechs Wochen krank ist, weil er zwei Monate krank ist, sondern automatisch bekommen alle Mitarbeiter eine Einladung für ein BEM-Verfahren.
00:14:18: Und sie entscheiden dann freiwillig, ob sie teilnehmen möchten oder nicht.
00:14:22: Das kann ein guter Zeitpunkt sein, wenn Sie das schreiben bekommen, weil es kurz vor einer Wiedereingliederung ist.
00:14:29: Es kann aber auch sein, dass es total ungünstig ist, weil man gerade frisch operiert ist.
00:14:33: Das wissen wir nicht.
00:14:34: Wir kennen keine Diagnose.
00:14:37: Das ist jetzt ein Unterschied auch zu Führungskräften.
00:14:40: Die wissen vielleicht, der muss jetzt gerade ins Krankenhaus, weil er operiert wird.
00:14:44: Wir wissen das nicht.
00:14:45: Also wir fangen ganz von vorne
00:14:48: an.
00:14:50: Aber da kommen wir gleich noch mal zu, denke ich mal.
00:14:52: Genau das.
00:14:55: Ja, sehr, sehr gerne.
00:14:58: Ja, vielleicht nehmen wir einfach, nehme ich dein Ball direkt auf.
00:15:00: Vielleicht kannst du mal ein bisschen erzählen, wie läuft das ab, wie funktioniert die Kontaktaufnahme, wie funktioniert das auch mit den Erstgesprächen, wie handhabt ihr eben auch die Maßnahmen, also Maßnahmen und vielleicht auch die Umsetzung von Maßnahmen, sodass am Ende des Tages gesagt, das Ziel ist es, die Beschäftigung wieder herzustellen, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wieder bei der BSR arbeiten können.
00:15:27: Wie handhabt ihr das?
00:15:29: von vielleicht mal vorne angefangen?
00:15:31: Du hast jetzt schon einen Punkt genannt.
00:15:32: Ihr wisst gar nicht immer so genau, in welchem, ja, in welchem Zeitpunkt der Erkrankung sich der Mitarbeiter gerade befindet.
00:15:38: Vielleicht könnt ihr da einmal von so vorne angefangen bis hinten heraus, dass wir eine Beschäftigung auch wieder herstellen können, einmal so durchgehen durch den Prozess.
00:15:50: Also das ganze Verfahren beginnt mit dem Einladungsschreiben.
00:15:55: Also die Mitarbeiter bekommen einen Anschreiben, wo wir auch nochmal erklären, was ist eigentlich BEM?
00:16:01: Also weshalb machen wir das, weshalb wir als Arbeitgeber verpflichtet, dieses BEM anzubieten?
00:16:08: Die Kollegen werden auch informiert, dass sie gerne zu einem Gespräch die Interessenvertretung mit hinzusehen können.
00:16:14: Also Personalrat, Schwerbehindertretung, Frauenvertretung.
00:16:18: Die können gerne dabei sein.
00:16:20: Und dann ist es bei uns so geregelt, dass der Erstkontakt telefonisch ist.
00:16:25: Das heißt, die Kollegen sagen, sie möchten gerne teilnehmen an einem Bem.
00:16:31: Dann hinterlassen sie die Telefonnummer und lassen uns diese Zustimmung zukommen.
00:16:37: Und dann nehmen wir telefonisch Kontakt auf.
00:16:40: Ich finde, dieses erste Gespräch ist enorm wichtig, weil wir da zum einen noch mal Fragen klären können.
00:16:47: Man bekommt zwar alles in schriftlicher Form, aber manchmal ist das wirklich sehr formal gehalten.
00:16:54: Und man kann ja nicht direkt Fragen stellen.
00:16:57: Also wirklich noch mal, was ist das?
00:16:59: Was bedeutet das bei der BASR?
00:17:02: Sind wir der Schweigepflicht unterlegen?
00:17:03: Kann ich hier eigentlich alles sagen?
00:17:05: Er fährt meine Führungskraft davon.
00:17:07: Manche haben ja auch Ängste, wenn sie was sage ich, was sage ich nicht.
00:17:11: Das sind ja alles so Themen, die die Kollegen beschäftigen.
00:17:14: Er fährt die Personalabteilung.
00:17:16: Wo wird das denn eigentlich dokumentiert?
00:17:19: Das sind alles so Fragen, die tauchen immer wieder auf.
00:17:23: Und ja, und dann geht es in diesem Erstkontakt und es ist ein guter Zeitpunkt, dass ich anrufe.
00:17:28: Ja, es kann ja tatsächlich sein, ich rufe an und schicksalter Erkrankung und das passt gar nicht, dass ich jetzt anrufe und dann so gucken, wir wollen verbleiben, dass ich mich vielleicht in einem längeren Zeitraum noch mal melde.
00:17:45: Ja, und dann, wie gesagt, ist es ja ganz unterschiedlich, warum Kollegen zu uns ins Hemd kommen.
00:17:51: Ja, dann kann bei zweiundvierzig Tagen eine längere Erkrankung zehn Monate zurückliegen.
00:17:57: Dann kommt jetzt noch mal eine Erkältung dazu.
00:17:59: Die Person ist vielleicht schon wieder eingegliedert, sage ich jetzt mal oder wieder sehr lange.
00:18:06: Und ja, es können Wie gesagt, lange Erkrankungen sein.
00:18:11: Es kann auch sein, dass eine Genesungsphase noch sehr lange dauern wird.
00:18:15: Ja, das kann man vielleicht schon absehen.
00:18:19: Und es kann aber auch sein, dass es immer mal wieder drei, vier Kranktage sind.
00:18:23: Was heißt das eigentlich?
00:18:25: Wie kommt es dazu?
00:18:26: Und unsere Aufgabe ist dann, mit den Kollegen ins Gespräch zu kommen.
00:18:31: Das kann manchmal sehr gut gelingen.
00:18:33: Manche Kollegen erzählen gerne und ... haben auch ein Interesse und manche sind eher zurückgehalten, weil sie gar nicht genau wissen, was ist das jetzt eigentlich?
00:18:41: Was soll, verstehen das dann auch gar nicht so?
00:18:46: Und dann ist es so, dass wir in diesem Erstgespräch mit dem Kollegen eine Verabredung treffen.
00:18:55: Wie wollen wir verbleiben?
00:18:56: Wann sollen wir uns wieder melden?
00:18:58: Wollen wir das Gespräch intensivieren?
00:19:01: Wollen wir ein persönliches Gespräch führen?
00:19:04: Soll das im Büro stattfinden?
00:19:05: Sollen wir vielleicht andere hinzuzähnen?
00:19:07: Die Führungskraft hinzuzähnen?
00:19:09: Die schwerbehinderten Fertigung hinzuzähnen?
00:19:11: Gibt es vielleicht bestimmte Fragen?
00:19:14: Manche Kollegen haben vielleicht auch noch nie darüber nachgedacht.
00:19:21: Verhinderung zu stellen.
00:19:22: Also es ist ja immer, weil so und so viele Mitarbeitern die unterschiedlichsten Genesungsverläufe und Ursachen für Auswahlzeiten, ja, das ist sozusagen ziemlich individuell abneuert.
00:19:37: Ja.
00:19:39: Ja.
00:19:43: Was sind denn eigentlich die Maßnahmen oder wie gehen wir mit den Maßnahmen um?
00:19:49: Das ist individuell.
00:19:50: erarbeiten wir gemeinsam mit den Kollegen Maßnahmen für eine Wiedereingliederung oder aber wie könnte man Arbeitsunfähigkeit reduziert werden?
00:20:04: und wen sollen wir dann mit einbeziehen?
00:20:06: und dafür muss man auch gucken, wen?
00:20:08: Ja, wer ist für bestimmte Maßnahmen notwendig, eventuell die Führungskräfte, die auch Entscheidungskompetenzen haben, auch für die Umsänzer?
00:20:19: Was ist denn so, ich sag mal, oft eine Reaktion, die auch erhaltet, wenn ihr auf die Mitarbeiter zugeht.
00:20:26: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
00:20:27: Du hast gesagt, der Erstkontakt ist immer telefonisch.
00:20:32: Freuen sich die Kolleginnen und Kollegen, dass ihr anruft.
00:20:36: Oder, ich sag mal, ist da vielleicht auch, du hast gesagt, manchmal ist da auch so ein bisschen Vorbehalte mit dabei, wo gehen die Informationen hin?
00:20:42: Weil Krankheit ist natürlich, kann ja auch ein sehr sensibles Thema sein, nicht für jeden, aber für manche eben schon.
00:20:48: Wie ist das so, wie ihr auch die Kontaktaufnahme da erlebt durch die Kolleginnen und Kollegen?
00:20:56: Also sehr unterschiedlich.
00:20:58: Ja, das ist wirklich sehr unterschiedlich.
00:21:01: Es gibt manche Kollegen, die sind froh, dass wir uns melden.
00:21:05: Weil Sie einfach Sorgen haben, wie geht es weiter?
00:21:10: Kann ich perspektivisch meine Arbeit noch so ausüben wie vorher?
00:21:14: Ich hatte einen schweren Arbeitsunfall zum Beispiel.
00:21:17: Ich habe gar keine Idee, wie das weitergehen kann.
00:21:21: Und dann einfach Informationen zu bekommen, dass es weitergeht, ist unglaublich hilfreich für mich.
00:21:29: Das kann aber auch sein, was du saß mit Vorbehalt.
00:21:33: Es gibt ja auch Themen, die sind ja mit Scham besetzt.
00:21:38: Ja, also will ich darüber sprechen oder nicht darüber sprechen.
00:21:42: Es gibt oft auch so Reaktionen, dass sich Kollegen rechtfertigen oder denken, sie müssten sich rechtfertigen, warum sie krank sind und sich schuldigen bei uns.
00:21:52: Das ist aber gar nicht unsere Aufgabe.
00:21:54: Riech an.
00:21:56: Und ja, es tut mir leid, dass ich krank bin.
00:21:58: Und es war wirklich die sehr viel und schlimm.
00:22:01: Also diese Reaktionen haben wir auch.
00:22:03: Ja, und viele Dinge haben da jetzt einfach Teil, das muss ich ja, das ist ja vom Arbeitgeber, das muss ich bestimmt beim Jahr ankreuzen.
00:22:11: Das gibt es auch.
00:22:12: Ja, okay.
00:22:14: Ja, weil ich könnte mir, ich würde mich auch so denken, dass der ein oder andere auch einfach sehr froh ist, auch dass sein Arbeitgeber oder ihr in dem Fall auch einfach mit Interesse da seid und dann anrufen fragt man sich, wie geht es dir denn und wie kriegen wir es jetzt auch wieder hin, dass du hier deinen Beruf und deinen Job auch weitermachen kannst oder wieder eingegliedert wirst.
00:22:37: Das ist auch das, was ich vorhin schon sagte.
00:22:40: Also viele haben ja neben ihrer Erkrankung, die unglaublich viel Kraft kostet, auch noch das Thema, wie geht es mit meiner Arbeit weiter, meine Existenz, sich herum.
00:22:50: Und wenn man dann vom Arbeitgeber hört, Mensch, da gibt es eine Abteilung, die kümmern sich darum, die sind mit sich, die melden sich jetzt nicht wöchentlich, aber vielleicht mal wieder im halben Jahr und fragen nach.
00:23:04: oder ich weiß, ich kann mich an die Zuständigen, die jetzt dann für mich zuständig sind, wenden, wenn ich eine Frage habe, dann ist das einfach sehr hilfreich.
00:23:17: Ja, jetzt seid ihr ja, ich sage mal, in euren Kompetenzzentren habt ihr gerade schon gesagt, nicht die Führungskräfte.
00:23:27: Jetzt haben die Führungskräfte aber oft natürlich auch eine ganz wichtige Rolle.
00:23:31: bei der Wiedereingliederung und am Ende des Tages vermutlich auch bei einer, manchmal kommt ja immer darauf an, was ist das auch für eine Erkrankung, aber auch beim Erhalt der Beschäftigungsmöglichkeit.
00:23:43: Wie bindet ihr die Führungskräfte in dem BEM-Prozess auch mit ein und welche Rolle spielt die Führungskräfte?
00:23:50: Nachher auch so, dass sich am Ende des Tages auch nachher wieder eine gute Ja, eine gute Wiederbeschäftigung ergebten, ein guter Einstieg und auch eine gute Wiederbeschäftigung zwischen Mitarbeiter und auch Führungskräfte.
00:24:05: Also, ich finde, es ist jetzt gar nicht so leicht zu beantworten.
00:24:11: Also, ich finde die Einbeziehung der Führungskräfte sehr wichtig und das besprechen wir mit den Kollegen im Gespräch.
00:24:20: Ich erfahre ja von den Kollegen erst mal die seine Wahrnehmungen, wie kann er wieder zurück in das Arbeitsleben kommen?
00:24:30: Was wäre gut?
00:24:31: Was wäre hilfreich?
00:24:33: In dem Moment natürlich, kenne ich das Unternehmen, ich kenne auch die Tätigkeiten, aber ich weiß ja nicht, ob bestimmte Dinge so umsetzbar sind, wie die Kollegen sich das vorstellen.
00:24:43: Also ich habe auch immer eine Einschätzung der Führungskraft, welche Maßnahmen könnten gehen.
00:24:50: Manchmal ist es auch so, dass das wirklich tolle Ideen von den Führungskräften kommen, mit Ideen für Maßnahmen.
00:25:00: Und letztendlich müssen wir gemeinsam gucken, wie können wir Kollegen wieder gut eingliedern.
00:25:07: Und das ist eigentlich was, was, was ich zum Beispiel in den Gesprächen auch immer thematisiere, dass ich sage, Mensch, Ich kenne mich jetzt gar nicht so gut aus vor Ort.
00:25:17: Macht es nicht Sinn, dass wir deine Führungskraft mit einbeziehen.
00:25:20: Es gibt auch viele Kollegen, die haben zu den Zeitpunkten mit ihren Führungskräften gesprochen.
00:25:24: Es ist ja nicht so, dass wir sagen, die sprechen nur mit uns über ihre Gesundheit, ihre Genesung oder wir Eingliederung.
00:25:32: Und ja, also die sind dann schon einbezogen.
00:25:37: Es gibt aber auch Kollegen sagen, nee, das ist ein Thema, das möchte ich lieber nicht, dass das, Ich möchte nicht, dass meine Führungskraft das so detailliert weit ein bisschen, ja, aber nicht zu viel, dann ist das auch okay.
00:25:50: Ja, dann müssen wir gucken, wie gehen wir damit um.
00:25:56: Ja, ich wollte noch was ergänzen, weil ich glaube, dass genau mit dieser Frage wir auch wieder zeigen können, was Vorteile sind, was aber vielleicht auch Herausforderungen sind von genau unserer.
00:26:10: Organisation des BEM, weil der klare Vorteil ist nicht nur in der Expertise, die unser BEM Team sammeln kann, sondern auch tatsächlich in dieser faktischen Spennung vom eigentlichen Arbeitsplatz.
00:26:23: Das heißt, das ist ein anderer Raum im Rahmen, wo ich Dinge ansprechen kann, die ich meiner Führungskraft und meinen Kollegen möglicherweise gar nicht sagen wollen würde.
00:26:33: Auch der, das ist... Einfach eine Gegebenheit, die man dort sehr gut nutzen kann, weil auch wirklich klar ist aus diesen Gesprächen geht nicht raus, was nicht ausdrücklich vom Beschäftigten, der Beschäftigten freigegeben wurde.
00:26:50: Und auf der anderen Seite ist es auch völlig klar, dass es keine Maßnahme am Arbeitsplatz geben kann, ohne Führungskraft.
00:26:59: Und deswegen sind die Fall-Manager weil sie genau diese Interessen managen und zusammenbringen müssen, damit wir das gemeinsame Ziel erreichen.
00:27:11: Und was ich eben auch ganz spannend finde, dieses Teilen von Wissen.
00:27:18: Unsere BAM File Manager haben wirklich eine unfassbare Expertise und mit jedem Fall, Vorgang, wo auch Führungskräfte dann einbezogen werden in die Entwicklung oder Umsetzung von Maßnahmen, lernen natürlich auch diese Führungskräfte.
00:27:35: Und bei einem nächsten Fall, wenn wieder ein Kollege, Kollegin eine längere Arbeitsunfähigkeit hat, werden die Führungskräfte auch ganz anders dadurch gefähigt, weil sie eben auch wieder Erfahrungen sammeln.
00:27:48: Und ich hatte ja eingangs gesagt, wir wollen gern gemeinsam gesundheitsorientierte Beschäftigungsbedingungen schaffen.
00:27:54: Das ist wieder dieser Kreis, der sich da schließt.
00:27:57: Also an die Hand neben Wissenteilen erklären und auch den Beschäftigten gegenüber sagen, das gehört zu der Rolle auch mit dazu.
00:28:06: Wir können euch keine Arbeitszeitregelung schenken, beispielsweise.
00:28:09: Das
00:28:10: geht nur mit der Führungskapft, um einfach zum Beispiel zu sagen.
00:28:14: Und Sie können sich irre übeln.
00:28:16: Du kannst dir vorstellen, bei unseren Tätigkeiten, die Müllfahrzeuge, da habe ich nicht so wahnsinnig viele Möglichkeiten, wenn wir bei Arbeitszeit bleiben.
00:28:25: Das heißt, da auch zu sagen, du kannst nicht nachmittags um fünf losfahren.
00:28:29: Wir müssen eine Lösung finden, die betrieblich passt und für dich.
00:28:33: Und das ist genau dieses managende Umgang in Einzelnen.
00:28:37: Prozess wirklich erfolgreich geschrieben zu können.
00:28:40: Ja, okay, verstehe.
00:28:41: Ja, das klingt total sinnvoll.
00:28:44: Ich weiß, dass es nicht alle Unternehmen so tun, wie ihr das handhabt.
00:28:49: Deshalb finde ich das ein gutes Best Practice Beispiel, zu zeigen, wie kann man da auch einfach genau diese, weil das ist ja eine sensible Aufgabe.
00:28:58: wo man viel Feingefühl für braucht, wo man aber trotzdem natürlich auch gibt es, du hast eben schon das Spannungsfeld so ein bisschen genannt, wir brauchen, haben auf der einen Seite betriebliche Anforderungen, auf der anderen Seite haben wir natürlich auch versuchen, auch den Beschäftigten wieder einzugliedern.
00:29:12: Und ich glaube, da gibt es nicht so die eine Lösung, wo man dann einfach durchgehen sagt, das ist für dich, das ist für dich und das für dich, sondern da gehört dann einfach viel Management am Ende des Tages dazu.
00:29:26: Ja, jetzt hat sich ja... Entschuldigung, Doritär, er ergänzt gerne noch.
00:29:30: Ja, ich wollte nur ganz kurz sagen und man muss auch immer sehen, dass das alles ein Prozess ist, dass das über einen längeren Zeitraum geht und dass man, wenn man ein erstes Telefon hat, sage ich mal, wie eine Anamnese, dass dann noch gar keine Maßnahmen entstehen, dass das vielleicht beim zweiten, beim dritten Termin so ist.
00:29:48: auch wirklich Abhängung vom Genesungsverlauf.
00:29:50: Man kann hier zu Beginn einer Genesungsphase noch nicht eine Maßnahme finden, wenn man nicht weiß, wie wird es verlaufen.
00:29:59: Ja, das ist auch noch mal ganz wichtig und es kommen eben wie gesagt immer auch neue Ideen dann dazu im Verlauf eines Problems.
00:30:07: Ja, ja, verstehe.
00:30:08: Jetzt hat sich ja so in den letzten Jahren auch einiges getan und es gibt sicherlich auch insbesondere jetzt so nach der Corona oder mit der Corona-Pandemie nochmal ganz andere Herausforderungen, die vielleicht auch die Fallkonstellationen, die ihr bekommt, auch sich verändern.
00:30:26: Ist es etwas, was ihr... wahrgenommen hat.
00:30:29: Habt ihr dort komplexere Herausforderungen, vielleicht auch in den letzten Jahren, als es vielleicht davor der Fall war?
00:30:36: Jetzt habt ihr gesagt, ihr seid noch nicht ganz so lange mit dabei, aber habt ihr auch davor, bei vorherigen Arbeitgebern schon Erfahrungen sammeln dürfen.
00:30:43: Wie schätzt ihr da so die sich verändernden Fallkonstellation vielleicht auch ein?
00:30:50: Ja, das stellen wir tatsächlich fest, dass die Beschäftigten einfach zunehmen, komplexere Situationen und Problemlagen schildern.
00:31:02: Und das kann eben auch in einem Wenn passieren, dass man erst mal sortieren muss.
00:31:08: Wo ist denn jetzt eigentlich der rote Faden?
00:31:11: Was ist zuerst und ein bisschen in die Standsaufbestimmung gehen muss?
00:31:17: Das nehmen wir sehr wohlbar.
00:31:20: Was wir auch wahrnehmen, ist, dass Gerade bei sehr jungen Menschen, die mal eben starten in ihr Erwerbsleben mit einer Ausbildung und so weiter, die psychische Belastung zugenommen hat.
00:31:36: Das ist kein DSR-spezifisches Thema.
00:31:38: Das sieht man im Fehlzeitenreport der Krankenkassen und und und.
00:31:43: Das ist aber auch tatsächlich etwas, was wir erleben in der betrieblichen Praxis.
00:31:48: Und damit muss man umgehen.
00:31:52: zum Beispiel, dass man, wenn das festgestellt wird in diesem Erstbespräch, was Dorothea ihm gesagt hat, warum das auch so wichtig ist, um erst mal zu gucken, manchmal ist der gelbe Schein quasi nur die Spitze vom Eisberg, weil sich so viel zusammengeschoben hat aus ganz unterschiedlichen Richtungen, dass es durchaus auch sinnvoll sein kann, dass man im Grunde dem beschäftigt mir erst mal ein viel die Sozialberatung zu machen, um sich zu sortieren, bevor ich, also quasi eine Stabilisierung herzustellen, bevor ich überhaupt an Maßnahmen denken kann, die dann schon wieder mit der Arbeitsfähigkeit zu tun haben.
00:32:34: Das ist tatsächlich ein Aspekt, den wir erleben, wo uns dann tatsächlich unsere Struktur als Kompetenzcenter auch hilft, weil wir die Hausinterne, die Sozialberate, quasi auf der Etage in der Abteilung haben.
00:32:50: Aber natürlich ganz klar, strikt getrennt, also da geht auch nichts hin und her, wenn nicht der oder die Beschäftigte das wünscht.
00:32:58: Aber man kann es eben wirklich hausintern vermitteln und sagen, Mensch, schau mal da, damit können wir erst mal aufräumen oder dir helfen Orientierung geben, bevor wir an der anderen Stelle weiter machen.
00:33:09: Aber Doro, ich sehe, du willst ergänzen?
00:33:11: Gerne.
00:33:13: Ja, ich wollte es noch mehr ergänzen, weil es ist ja in einem Erstgespräch gar nicht so leicht, Themen zu erfassen.
00:33:21: Worum geht es eigentlich?
00:33:23: Ja, auch
00:33:23: gerade
00:33:24: Menschen.
00:33:24: Und was ich vorhin auch schon mal angedeutet habe, man weiß ja auch gar nicht, was kann ich meinem Arbeitgeber eigentlich erzählen oder nicht.
00:33:32: Auch wenn es, wenn es heißt, es ist eine Schweigepflicht.
00:33:35: Trotzdem ist da so ein Gefühl, will ich das erzählen, will ich das nicht erzählen.
00:33:40: Ja.
00:33:41: Dann ist es für mich immer wichtig, den Kollegen noch mal ganz genau zu sagen, ich kenne es noch kein Thema, aber Themen zu benennen, ja.
00:33:52: Und mit welchen Themen können Sie sich an die Gesundheit und Sozialberatung wenden?
00:33:57: Dass, wenn Sie unter wenig erst mal, was ist das Angebot?
00:34:02: Geht es um fliegende Angehörige?
00:34:03: Hat man Schwierigkeiten, ja, vielleicht die Kinder unterzubringen?
00:34:09: Man hat ein Thema mitgesucht.
00:34:12: All das können Themen sein, die einen belasten.
00:34:16: Wohnungslosigkeit kommt dann zustande.
00:34:19: Das sind ja alles, die laufen immer mit, während man arbeitet.
00:34:23: Aber wo lässt man das Thema?
00:34:25: Und wir haben einfach das Glück, auch das Angebot einer Sozialberatung zu haben, an die sich die Kollegen wenden können und ich kann einfach unverbindlich immer dazu einladen, Mensch, wenn es da eben ein Thema gibt, guckt doch einfach mal, die kommen noch auf die Höfe, fragt doch einfach mal nach, ja.
00:34:44: Und dann liegt es an den Kollegen, ob sie sich an die Gesundheit und Sozialberatung, wenn es aber ganz wichtig ist, sie sollen erfahren, dass es dieses Abbot gibt.
00:34:53: Ja, okay.
00:34:55: Ich habe jetzt eine letzte Frage.
00:34:57: Wenn ihr jetzt anderen Unternehmen, die vielleicht noch gar nicht so weit sind in diesem Thema, ein Tipp geben müsstet, um an diesem Thema zu arbeiten, was würdet ihr den mitgeben, um dort einen ersten guten Start auch machen zu können?
00:35:18: Das ist eigentlich ganz einfach, wie bei so vielen Lachen, nur nicht machen ist falsch.
00:35:24: Man kann im Grunde nichts falsch machen, wenn man auf die Beschäftigten zugeht.
00:35:32: Und man muss als Arbeitgeber keine Angst haben, etwas falsch zu machen.
00:35:37: Wichtig ist, zu signalisieren, dass man es ernst meint mit dem BEM als gemeinsame Suche nach Möglichkeiten, die Arbeitsfähigkeit wiederherzustellen oder zu erhalten.
00:35:50: Und ganz klar ... Nur nicht machen ist falsch.
00:35:54: Okay, sehr schön.
00:35:56: Dorothea, du eine Ergänzung?
00:35:59: Ja, finde ich, das hat mir super zusammengefasst.
00:36:02: Ich bin auch noch mal wichtig, dass manchmal hört man ja, Bäm, wie führt man das ein?
00:36:08: Und man denkt das so groß, ja?
00:36:11: Es ist einfach ein Angebot zu haben, mit den Mitarbeitern zu sprechen.
00:36:15: Es geht nicht um die großen Maßnahmen, die Welt neu erfinden, Arbeit, das alle wissen, ob es eigentlich geht.
00:36:21: Das sind Menschen, die hören zu.
00:36:23: Ich werde gehört mit meinen Anliegen.
00:36:26: Ja, vielleicht auch meinen möglichen Einschränkungen.
00:36:29: Und es wird dadurch vielleicht ein bisschen leichter für die Mitarbeiter.
00:36:34: Okay, verstehe ich.
00:36:35: Ja, vielen, vielen Dank, dass ihr da war.
00:36:37: Ich finde, ihr habt ein tolles Konzept mit auch tollen Rückmeldungen, so wie ich das verstanden habe, auch aufgebaut.
00:36:42: Und ich glaube, es ist ein gutes Beispiel, wie man mit dem Thema betriebliche Einstellungsmanagement einfach gut umgehen kann, um da für die Beschäftigten und auch für den Arbeitgeber am Ende des Tages eine gemeinschaftlich gut funktionierende Lösung zu finden.
00:36:58: Danke, dass ihr da wart.
00:36:59: Ich wünsche euch weiterhin auf jeden Fall viel Erfolg.
00:37:04: Danke, dass wir da sein durften und unsere Erfahrungen fallen durften.
00:37:09: Und ja, ich freue mich, wenn wir uns vielleicht noch mal wieder hören, wenn ich sage mal, dass ein oder andere sich vielleicht auch neu noch mit im Kompetenzzenter ergänzt oder ja, ihr vielleicht an der einen oder anderen Stelle wieder mal eine gute praktische Lösung kreiert habt, wo viele Unternehmen immer sehr, sehr offen sind und bereit sind, da auch einfach mal zuzuhören und zu schauen, wie machen das denn eigentlich andere.
00:37:28: Vielen Dank.
00:37:29: Und euch alles Gute.
00:37:31: Danke.
00:37:33: Vielen Dank, dass du heute wieder dabei warst.
00:37:35: Wenn dir gefallen hat, was du heute gehört hast, dann war das nur die Kostprobe.
00:37:40: Willst du wissen, ob du für eine Zusammenarbeit geeignet bist, dann gehe jetzt auf www.wandelwerker.com-termin und buche dir einen Termin.
00:37:48: In diesem fortyfünfminütigen Beratungszuspricht wird eine Strategie für dich erstellt.
00:37:53: Du erfährst, in welchen Schritten du an der Einstellung der Menschen im Unternehmen arbeitest.
00:37:57: sichere Gewohnheit scharfst und somit die Arbeitsunfälle nachhaltig reduziert.
00:38:03: Vergiss eine Sache bitte nicht.
00:38:05: Wenn seit Jahren die Unfallzahlen bei dir stagnieren, dann verbessert sich der Zustand nicht von alleine.
00:38:10: Du brauchst einen Berater, der dir zeigt, welche Schritte du befolgen sollst und welche lieber nicht.
00:38:16: Wir haben Geschäftsführer an Sicherheitsingenieuren und Fachkräften für Arbeitssicherheit in Deutschland, Österreich und der Schweiz dabei geholfen, die Sicherheitskultur in deren Unternehmen und bei deren Kunden zu verbessern.
00:38:27: Als Kooperationspartner des Verbandes für Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz bei der Arbeit liegt es uns am Herzen, dir das notwendige Handwerkszeug auf dem Weg zur Vision Zero zu zeigen und bei der Umsetzung zu unterstützen.
00:38:39: Wenn du wissen willst, ob du für eine Zusammenarbeit geeignet bist, dann sichere dir jetzt unter www.wandelwerker.com-termin deinen persönlichen Termin.