00:00:00: Die Wandelwerker haben eine Mission,
00:00:02: den
00:00:02: Arbeitsschutz
00:00:03: in den Unternehmen auf ein neues Level heben.
00:00:05: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge des Wandelwerker
00:00:07: Podcasts.
00:00:08: Den ersten deutschen Arbeitsschutz-Podcast
00:00:10: wird ganzheitliche und innovativ ideen für den Arbeitsschutz.
00:00:13: Heutzutage können Informationen schnell gegeben
00:00:16: werden.
00:00:16: Experten,
00:00:17: die mit neuen
00:00:17: strategienen Methoden arbeitsunfalle nachhaltig reduzieren,
00:00:21: sind gefragter
00:00:22: der Nehe.
00:00:22: Die Wandelwerker
00:00:23: zeigen Geschäftsführer,
00:00:24: Sicherheitsingenieurin
00:00:25: und Fachkräftruppe arbeiten
00:00:27: sich Schritt für Schritt, wie genau
00:00:28: das funktioniert
00:00:29: und wie damit den stagnierenden Unfallzahler
00:00:32: in Ende gesetzt wird.
00:00:33: Es gibt
00:00:33: keinen Grund, länger zu warten.
00:00:35: Jetzt ist der Zeitpunkt, um Arbeitsunfalle
00:00:37: zu reduzieren.
00:00:39: Hallo und herzlich willkommen hier zu einer neuen Podcast-Folge im Wandelwerker Podcast.
00:00:44: Heute gibt es mal wieder eine Folge mit Dr.
00:00:47: Birgit Staffler.
00:00:48: Hallo, schön, dass du da bist.
00:00:50: Ja, sehr gerne, Anna.
00:00:51: Ja, es ist eine Reihe, die wir ja immer aufnehmen und zwar immer dann, wenn es Neues aus dem AGS gibt, dann sehen wir uns und sprechen einmal darüber, was gibt es Neues mit dem Thema Gefahrstoffe, was hat sich geändert, was wird sich ändern und was sind die Themen, die vielleicht auch manchmal kontrovers diskutiert werden und da freue ich mich, dass du heute wieder mit dabei bist und mal einen kurzen Einblick darüber gehst, was gibt es tatsächlich Neues rund um das Thema Gefahrstoffe?
00:01:17: Sehr gerne.
00:01:18: Ja, vielleicht denken wir auch direkt ein, wann war die letzte Sitzung, was, ja, sind so die Neuigkeiten?
00:01:27: Ja, die letzte Sitzung war ja schon im Mai, zwanzig, fünfundzwanzig.
00:01:33: Und die allerletzte Sitzung war im November, also wir konzentrieren uns jetzt mal auf die, auf die Mai-Sitzung beziehungsweise, teils, teils, wenn wir über Neuberufen, AGS sprechen, dann ... haben wir im Prinzip auch die letzte Sitzung mit dabei.
00:01:48: Aber ich denke, wir machen mal den Fokus auf die Mai-Sitzung in Verbindung mit dem Artikel im Sicherheitsingenieur, der ja jetzt in Dezember, glaube ich, gerade Druckfrisch erschienen ist.
00:01:58: Da können wir nochmal ein bisschen genauer drauf eingehen.
00:02:02: Ja, fangen wir da mal an.
00:02:04: Und zwar habe ich da angefangen in dem Artikel vom Sicherheitsingenieur.
00:02:09: Es gibt sogenannte Indikative.
00:02:13: Occupational Exposure Limit Values, also vielleicht noch mal, um einen Schritt vorher anzufangen, von Seiten der Europäischen Union kommen nach Deutschland zwei verschiedene Arten von Grenzwerten.
00:02:24: Das einen sind die sogenannten verbindlichen Grenzwerte, nennt man auch Binding Occupational Exposure Limit Values, also Bölf, sagen die Arbeitsschützer dazu.
00:02:34: Und dann gibt es noch den IOE-LV.
00:02:36: Das sind Werte, die kommen auch von der EU, die dürfen wir aber in Deutschland gegebenenfalls auch höher dann fest.
00:02:42: legen.
00:02:43: Also ich nehme mal ein Beispiel.
00:02:45: Die EU hat für N-Botyl-Azitat einen IOLV von Zwei-Neit-Einundvierzig Milligramm festgelegt und wir hatten einen entsprechend höheren Wert dazu national umgesetzt.
00:03:00: Also bisher war das möglich, dass man bei den IOLVs auch nach oben abweichen konnte, bei den BOLV darf man nicht nach oben abbrechen.
00:03:11: Also das ist so eine Mindesausangabe.
00:03:14: Deswegen heißt es auch Binding.
00:03:17: I steht für indikativ.
00:03:18: Das ist so Richtung, sagt man.
00:03:21: Indikativ musste nicht, kannst du.
00:03:24: Und jetzt weht aber anscheinend, so interpretiere ich das so ein bisschen, so ein neuer Windrichtung, ja, Vereinheitlichung von Grenzwerten.
00:03:33: Ich meine, es macht ja auch ganz ehrlich irgendwo Sinn, dass man innerhalb eines Wirtschaftsraums wie der EU irgendwo einheitliche Werte hat.
00:03:41: Und da ist es natürlich immer für den Gesundheitsschutz irgendwo doof, wenn du in einem Land den Wert hast und im anderen hast einen höheren oder niedrigeren.
00:03:49: Das waren jetzt in Deutschland nicht so viele Werte.
00:03:52: Letztendlich waren es siebzehn Stück.
00:03:53: Zwei sind schon umgeändert worden.
00:03:56: Die stehen auch in der TGS.
00:03:57: Neunhundert schon drin mit den abgesenkten Werten.
00:04:00: Jetzt kommen noch mal fünfzehn.
00:04:02: Stoffe mit dazu.
00:04:03: Und die findet man in diesem Artikel.
00:04:05: Und man findet sie auch als Bekanntmachung vom BMAS, also Bundesministerium für Arbeit und Soziales auf der Internetseite.
00:04:13: Wir können ja vielleicht, wie sagt man das so schön, in den Show Notes, mal den Link mit reinstellen.
00:04:21: Den würde ich dir dann im Nachhinein noch schicken.
00:04:23: Weil bisher ist es so, da gibt es jetzt nur diese Bekanntmachung.
00:04:27: zu diesen fünfzehn Stoffen.
00:04:30: Aber man findet das noch nicht offiziell in der TRGS-Nuhinhundert.
00:04:34: Da werde ich nochmal auch nachfragen, weil ich glaube, so eine Bekanntmachung geht dann doch in der betrieblichen Praxis, ehrlich gesagt, so ein bisschen unter.
00:04:41: Ich weiß nicht, ob da jeder sich regelmäßig auf die Seite einklingt und die Bekanntmachung liest.
00:04:47: Deswegen wäre es natürlich schon gut, das würde auch irgendwo in der TRGS drinstehen.
00:04:51: Da gibt es ja so diverse Fußnoten.
00:04:54: die dann so in Doppelklammern sind.
00:04:56: Und dann steht, dieser Wert gilt ab dem ersten Sechsten, zwanzig, sieben, zwanzig.
00:05:02: Also, vielleicht mal so, damit man selber schon mal gucken kann.
00:05:07: Enbutylacetat, Zyklohexanon, Diethyl-Äther, Enhexan dürfte relativ bekannt sein.
00:05:13: Kohlenstoffdieselfit, Methylbutanol, I-O-III, Natriumacid, Phosgene.
00:05:19: Ich glaube, hoffentlich hat keiner mehr irgendwo Phosgene, eines der übelsten.
00:05:35: Das sind die, wo es eine gewisse Absenkung geben wird.
00:05:38: Aber es ist nicht so, dass die um den Faktor hundert runtergehen, sondern die größte Absenkung ist der Faktor fünf.
00:05:44: Teilweise werden sie nur um den Faktor eins, zwei abgesenkt.
00:05:47: Also ob ich jetzt ein Grenzwert von dreihundert für Butyl-Azutat habe oder zweihundertvierzig, ganz ehrlich, das geht sowieso in der Schwankungsbreite der Tätigkeiten unter, würde ich mal behaupten.
00:05:58: Faktor fünf ist vielleicht wirklich von der Messgrenze her.
00:06:01: Müssen wir dann auch schauen, ob der AGS ein geeignetes Messverfahren da noch anbieten kann.
00:06:06: Gibt es ja eine Liste auch im.
00:06:08: Im Internet, wo man sich zu jedem Stoff mal anschauen kann, gibt es da auch ein Messverfahren, wenn ich eine Arbeitsplatzmessung machen möchte, kann man da nochmal entsprechend schauen.
00:06:17: Aber die Liste der fünfzehn Stoffe können wir auch gerne noch mal
00:06:21: anhängen.
00:06:21: Ja, das machen wir.
00:06:23: Also insgesamt gab es bisher ungefähr hundertsechzig von diesen IOL-Vs und wir hatten fast alle eigentlich immer gleich dem IOLV übernommen als AGW in der TRGS-IX und es waren eben jetzt nur noch fünfzehn Übrechner, wo wir höher waren.
00:06:40: Und ich glaube, diese Vereinheitlichung, wie gesagt, sie tut ja auch bei einem Faktor von zwei oder vier, ehrlich gesagt, für die Praxis behaupte ich jetzt mal an vielen Stellen nicht so richtig weh.
00:06:50: Und es macht es natürlich schon irgendwo transparenter, wenn das dann wirklich EU-weit einheitlich ist.
00:06:56: Ich weiß aber nicht, wie es in den anderen ob die schon immer den IOLV übernommen haben oder ob die national auch höher waren.
00:07:05: Ja, okay.
00:07:08: Ja, das ist ja schön.
00:07:09: Was haben wir da auch?
00:07:11: Genau, was haben wir denn noch?
00:07:12: Dann haben wir noch zum Thema die Isozirnate.
00:07:17: Also ich bin ja so ein großer Verfechter von Kassnummern.
00:07:20: Was ist eine Kassnummer?
00:07:21: Kassnummer ist eine eindeutige Identifikation der jeweiligen chemischen Substanzen.
00:07:26: Also beispielsweise Kobalt-Klorid.
00:07:28: Als wasserfreie Substanz hat eine Kassnummer und Korbalkloridhexahydrat, also wo praktisch noch sechs Wassermoleküle um die Substanz mit rumgebaut sind, hat noch mal eine andere Kassnummer.
00:07:39: Und diese Kassnummer findet man ja auch immer in den Sicherheitsdatenblättern mit angegeben.
00:07:45: Also in den guten vollständigen Sicherheitsdatenblättern sollte dann, wenn es eine Kassnummer gibt, es gibt nicht für alle Substanz in der Kassnummer.
00:07:53: Kass steht übrigens für Chemical Abstract Service.
00:07:56: Also das ist einfach eine einfache Möglichkeit, eine Substanz zu identifizieren.
00:08:02: Weil es gibt ja nicht jetzt so einfache Bezeichnungen wie zum Beispiel Kobaltchlorid, da würde jeder sagen, da muss ich vielleicht noch überlegen, ob ich das mit C oder mit K schreibe, aber ansonsten finde ich das.
00:08:12: Aber es gibt ja auch so schöne Bezeichnungen, wie.
00:08:15: ich suche jetzt mal von diesen Diisorzornaten.
00:08:18: Also da gibt es eine Liste von ungefähr zwanzig Einzelsubstanzen.
00:08:24: Das geht doch noch, wenn ich eine Bezeichnung habe, wie zwei Methylmeterfinylen, die Isozirnaat.
00:08:30: Da erkenne ich noch.
00:08:32: Okay, das ist die Isozirnaat.
00:08:35: Wenn ich aber jetzt so was lese, ich lese mal vor, was ist denn hier besonders schlimm?
00:08:42: Das ist besonders schlimm.
00:08:43: Zwei Komma Fünf Minus Klammer auf und zwei Komma Sechs Minus Klammer zu bis Isozyonatomethyl Klammer zu Minus.
00:08:52: Bizyklo Eckegeklammer auf zwei Punkt.
00:08:55: zwei Punkt Eins Eckegeklammer zu Heptan.
00:08:59: Ja, der hat mitgeschrieben.
00:09:01: Wer hat mitgeschrieben?
00:09:04: Da steht nur irgendwas mit Isozyonatmethyl.
00:09:07: Würden, glaube ich, viele sagen, ja, Isozyonat ist aber nicht die Isozyonat.
00:09:12: Ja.
00:09:13: Da das aber so chemisch schwer ausdrückbar ist, heißt dieser Stoff, heißt auch etwas kürzer und prägnanter, Norbo nähen die Isozirnaht.
00:09:23: Steht aber so im STB nicht.
00:09:25: Also sage ich den Leuten bei der THKS-Nohnhundert, bitte macht nicht nur Sammeleintrag die Isozirnahte, haben wir jetzt einen neuen AGW von Null, Null, Null, sechs Milligramm, also übersetzt dann sechs Mikrogramm pro.
00:09:40: Kubikmeter, das ist schon ein relativ geringer Wert, weil diese Stoffe ja stark z.B.
00:09:46: sensibilisierend wirken, also Allergien auslösen und so weiter.
00:09:50: Und ich denke dann immer an einen Freund von mir, der jetzt nicht an einer Diso-Zoernate Allergie gestorben ist, der aber an einem Asthma-Anfall gestorben ist, aber nicht jetzt aufgrund Diso-Zoernate.
00:10:02: Also sprich, sowas kann halt auch mal lebensbedrohlich werden, bei einer Allergie durch einen Atmen.
00:10:08: Haut geht vielleicht noch, ist auch nicht schön, ist auch keine gute Sache.
00:10:14: Und es gibt ja auch die Möglichkeit, dass das von Hautsensibilisierung angeblich auf Atemwegsensibilisierung umspringen kann.
00:10:20: Also wir haben ja unterschiedliche Haarsätze.
00:10:22: Hautsensibilisierung ist H.A.R.A.R.A.R.A.R.A.R.A.R.A.R.A.R.A.R.A.R.A.R.A.R.A.R.A.R.A.R.A.R.A.R.A.R.A.R.A.R.A.R.A.R.A.R.A.R.A.R.A.R.A.R.A.R.A.R.A.R.A.R.A.R.A.R.
00:10:31: Atemwegsensibilisierung, Asthma-Anfall, was auch immer keine Gedanken machen.
00:10:35: Ja, habe ich irgendwo mal nachgelesen, dass das auch umspringen kann sozusagen vom Weg her.
00:10:42: Also wir kommen zurück zu den Diisozernaten.
00:10:45: Norbo nehmen Diisozernat, da würde ich es gleich sehen.
00:10:48: Aber je nachdem wie das halt im Sicherheitsdatenplattform benannt ist.
00:10:52: habe ich gesagt, bitte macht in DTHS-Nohndat und das findet ihr dann auch in dem Artikel die Kassnummer-Liste mit dabei, weil es ist nicht jeder von uns Chemiker und wie gesagt auch nicht jeder Chemiker würde sofort bei diesem Langnamen, ne?
00:11:06: Du lachst völlig zurecht.
00:11:09: Denken kann ja klar, es ist doch ein Diiso-Zyarnat, wenn es noch nicht mehr dabei steht.
00:11:15: Also sprich, deswegen habe ich gesagt, bitte nicht nur einfach jetzt alle Einzel-Einträge, weil bisher waren es eben Einzel-Einträge mit Kassnummern, aber nur zum Teil mit Diiso-Zyarnat bezeichnet, andere wieder nicht.
00:11:27: Dann habe ich gesagt, bitte, ihr könnt diesen Sammel-Eintrag machen, vorne in der TRGS-Nurrenhundert.
00:11:32: Aber hinten in der TRGS-Nurrenhundert gibt es ja nochmal so ein Kassnummernverzeichnis.
00:11:37: Und da habe ich dann gesagt, bitte, nehmt noch die Kassnummern mit auf von diesen ungefähr zwanzig verschiedenen, die ISO zu ernannten, damit die Leute einfach die Chance haben.
00:11:48: Weil nach einer Kassnummer kann ich suchen.
00:11:50: Das sind maximal, meistens sind ... vorne fünf Ziffern bis zu fünf Zimmern, manchmal sind es auch, glaube ich, sechs, sieben, dann kommt ein Minus, dann kommen zwei Ziffern, dann kommt ein Minus, dann kommt nochmal eine Ziffer.
00:12:02: Also da kann ich erwarten, dass man, wenn man das irgendwo sucht, relativ leicht finden kann, ohne dass man jetzt schwimmig ist.
00:12:08: Aber dann weiß man eben, aha, auch wenn bei mir auf dem STB vielleicht nicht der Begriff die Isozirnaat in der Stoffbezeichnung steht.
00:12:16: Aber wenn ich diese Kassnummer in der TAG S-Nur-N-Hundert finde, dann gilt eben auch für den Arbeitsschutz mein Arbeitsplatzgrenzwert von Null, Null, Null, Null, sechs Milligramm pro Kubikmeter.
00:12:29: Und dann weiß ich eben, okay, ich muss mal gucken, mache ich eine Arbeitsplatzmessung oder wende ich das EMKG-Konzept, einfach das Maßnahmenkonzept mit den Schutzleitfäden an, um halt zu sehen, ob meine Schutzmaßnahmen da entsprechend ausreichen.
00:12:43: Ja, ja.
00:12:48: Da muss man sagen, man muss das ja so verpacken und so erklären können, dass das auch nicht Chemikao, nicht Toxikologe verstehen kann.
00:12:58: Das ist manchmal nicht so leicht.
00:13:02: Wie hat es so einer mal so schön gesagt, nach einer Präsentation sagte wirklich mal jemand zu mir, Haben sie noch Freunde?
00:13:15: Habe ich
00:13:16: jetzt nicht so verstanden, weil ich versuche halt für die Firma irgendwie einfache pragmatische Ansätze zu finden, wo eben auch nicht Chemiker, Chemie studiert sie sechs Jahre und promoviert sie noch mal drei Jahre, zumindest war es bei mir der Fall.
00:13:31: Das machst du nicht mehr so über... Manche haben auch gesagt, brauchst du ja keinen Chemie-Studium mehr, kannst du heute alles mit künstlicher Intelligenz die reinziehen.
00:13:39: Da hab ich auch mal auf LinkedIn kommentiert und hab gesagt, also Leute, das ist schon mal ganz gut zu sehen, dass man selber mal im Labor gestanden hat und hat gesehen, wann löst sich so ein Salz auf und wie schnell kristallisiert das wieder oder wie trennt man sowas und so weiter.
00:13:53: Also eine gewisse chemische... Praxis ist, glaube ich, doch nicht unerlässlich für ein chemisches Verständnis später mal.
00:14:05: Also ich glaube nicht, dass man sich das alles über KI heutzutage reinziehen kann.
00:14:09: Aber ich glaube, dass das Denken dann viel macht meines Erachtens ehrlich gesagt echt nett.
00:14:19: Da hat man schon seine Erinnerungen dran, wenn es dann irgendwann so nach Mandeln riecht und durchs Labor gebrüllt würde, wer hat hier Zürnitt angesäuert, entsteht ja Blausäure.
00:14:28: Ja, hatten wir.
00:14:29: Und das Problem ist ja, dass jeder das unterschiedlich riecht.
00:14:33: Also, manche sind da sehr empfindlich und riechen das sofort.
00:14:36: Andere sagen, nee, ist hier irgendwas.
00:14:37: Und man, wie gesagt, Blausäure, Zürnitt.
00:14:41: Dann wird die Atmungskette unterbrochen.
00:14:43: Kein Spaß.
00:14:45: Da gab es aber danach noch mal eine besondere Unterweisung, dass man Zürnide nicht ansäuert.
00:14:50: Und wenn dann entsprechenden, wie sagt man heutzutage, neuen modernen Containments, wo dann bitte nichts rauskommt, aber wahrscheinlich nicht an der Uni mit den Abzügen aus den Neunzigern.
00:15:02: Jetzt schon verehrt.
00:15:03: Aber das sind halt so Sachen, glaube ich, die bleiben einem einfach immer im ... Kopf drin, das vergisst du nie wieder.
00:15:12: Also ich hab die nicht angesäuert.
00:15:16: Ich weiß nicht.
00:15:16: Ich muss gleich mal klarzustellen.
00:15:21: Dann gibt es
00:15:22: noch was zum Thema Stumpfmodell
00:15:23: neu.
00:15:24: Ja und zwar exakt geht.
00:15:26: das GHS-Spalten-Modell heißt jetzt den Link können wir auch gerne noch in den Show-Notes anhängen.
00:15:32: GHS-Spalten-Modell also für global harmonisiertes System.
00:15:36: ist jetzt unbenannt worden in Geste-Spalten-Modell, sonst ändert sich nichts, könnte man fast sinngemäß sagen, aber ein paar Sachen ändern sich.
00:15:44: Also was ist das GHS-Spalten-Modell?
00:15:47: Ich sage mal, es ist eine meiner absoluten Lieblingstools.
00:15:50: Warum?
00:15:51: Weil es ist ja gleichzeitig auch Anhang zwei der TRGS-Hunderts-Institutionen und damit erfüllt es natürlich auch die sogenannte Vermutungswirkung.
00:15:59: Also sprich, wenn ich das einsetze, Dann bin ich auf der grünen Seite, was die Erfüllung der Gefahrstoffverordnung in dem Punkt Substitution, man kann es ja genauso für Gefährdungsbeurteilung verwenden nehmen.
00:16:11: Also wir klassifizieren darüber auch zum Beispiel ein, wie kritisch ist jetzt ein Stoff, wenn wir drei Tausend Stoff in einem Betrieb haben und hast die an einer Apfelangelanlage willst, vielleicht doch wissen, welche sind denn da besonders kritisch?
00:16:26: Da bietet sich das GHS-Spalten-Modell an.
00:16:28: Da sind einfach alle Haarsätze, z.B.
00:16:30: bei den Gesundheitsgefahren, also alle dreihunderte Haarsätze, sind da in verschiedene Gruppen einsortiert, in Gefahrenstufen von sehr hoch, hoch, mittel, gering bis vernachlässigbar.
00:16:41: Also kann man sich schon denken, so ein Haarsatz H-H-H-H-H-H-H-H-H-H-H-H-H-H-H-H-H-H-H-H-H-H-H-H-H-H-H-H-H-H-H-H-H-H-H-H-H-H-H-H-H-H-H-H-H-H-H-H-H-H-H-H-H-H-H-H-H-H-H-H-H-H-H-H-H-H-H-.
00:16:55: So macht man das für alle Gesundheitsgefahren, also für dreihunderte H-Sätze, für alle Umweltgefahren, die H-Vierhunderte Sätze und die Wassergefährdungsklassen.
00:17:05: sind da auch noch mit drin.
00:17:06: Für alle Zweihunderte Haarsätze, was also physikalisch chemische Eigenschaften angeht, dann ist noch so was wie Dampfdruck und Staubungsverhalten.
00:17:15: Also hoher Dampfdruck ist dann eben ganz oben niedriger.
00:17:17: Dampfdruck ist ganz unten in der Gefährdung.
00:17:20: Und als letztes Spalter hat man noch wie geschlossen oder wie offen ist ein Verfahren.
00:17:24: Wenn es ein geschlossenes Verfahren ist.
00:17:26: Dann habe ich so ein Verfahrensindex von Null, zwei fünf, sagt man da.
00:17:29: Also geschlossenes Verfahren, da habe ich wenig was rauskommt.
00:17:32: Und ganz unten habe ich eben offene Verfahren.
00:17:35: Hängt aber eben auch damit zusammen, wie gefährlich ist denn mein Stoff, wenn den Stoff jetzt nur hautreizend ist, dann kann ich vielleicht eher mit einem offenen Verfahren arbeiten.
00:17:43: Also es gab schon sehr lange das GHS-Spaltenmodell.
00:17:46: Ich weiß gar nicht, wie lange.
00:17:48: Aber jetzt kam ja neu durch die Echer, die europäische Chemikalienagentur, kamen neue EU-H-Sätze raus.
00:17:56: Also die gibt es im offiziellen GHS nicht, die gibt es nur im europäischen GHS oder europäischen CRP, wenn man es so nennen würde.
00:18:06: Da gibt es diese acht, neun H-Sätze.
00:18:09: Muss ich selber mal gucken, dass ich die hier noch mal in der Übersicht habe.
00:18:12: Jawohl.
00:18:12: Also der prominenteste dürfte wahrscheinlich sein, der EU-H-Satz, kann beim Menschen endocrine Störungen verursachen.
00:18:21: Also verändern den Hormonhaushalt.
00:18:23: Bekannteste Beispiele dazu sind zum Beispiel die Phthalate, also Weichmacher in Kunststoffen.
00:18:30: Das ist mit der prominentesten Beispiele.
00:18:32: Dann gibt es diese endocrine Störungen auch noch für die Umwelt.
00:18:35: Also es gibt es nicht nur im Menschen, es gibt es auch in der Umwelt.
00:18:39: Da ist dann der EU-Hasatz fourhundertdreißig.
00:18:42: Weil es ein Vierhunderter-Nummer ist, kann man schon erkennen.
00:18:44: Ahas bezieht sich Umwelt.
00:18:46: Dreihundert-Achzig war der für Mensch.
00:18:48: Also Dreihundert ist immer auf Gesundheitsgefahren bei Mensch bezogen.
00:18:51: Vierhundert immer auf Umwelt gefahren.
00:18:53: Und da gibt es jetzt eben insgesamt acht neue von diesen EUH-Sätzen.
00:18:58: Und die findet man jetzt auch in der neuen Version von dem Geste Spalten.
00:19:03: Modellen, die wurden damit einsortiert, sodass ich dann eben sehen kann, aha, wo finde ich denn den EU-Hasatz, dreihundertundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundund.
00:19:23: Das bezeichnet endokrine Disruptoren als Verdachtsstoffe.
00:19:26: Wir kennen das ja auch bei krebserzeugend, eindeutig krebserzeugend oder eben verdacht krebserzeugend, harteineineinfünfzig.
00:19:33: Und der hat dreieinhalbzig endokrine Disruptoren.
00:19:37: Verdachtsstoffe ist eine Kategorie niedriger beim Mittel.
00:19:41: Und so kann man jetzt diese ganzen acht EU-H-Sätze, also die anderen vier.
00:19:46: Beziehen sich dann noch auf weitere Umwelt gefahren, da geht es um sowas wie Anreicherung in der Umwelt und in lebenden Organismen, einschließlich Menschen, weil da muss man das ja auch mit betrachten.
00:19:58: und dann gibt es noch zwei EU-H-Sätze zum Thema kann lange anhaltende und diffuse Verschmutzung von Wasserressourcen verursachen.
00:20:06: Weil ich glaube, das Thema Wasser und Wasserqualität wird ja auch immer wichtiger.
00:20:10: und das heißt, da hat man jetzt Von diesen acht neuen EU-H-Sätzen sind eben zwei auf Gesundheitsgefahren bezogen und sechs Stück sind auf Umweltgefahren bezogen.
00:20:22: Und so hat man jetzt dann die Möglichkeit, einfach über einen Algorithmus zu sagen, okay, klassifizieren wir mal alles.
00:20:30: Wo stehen meine Stoffe?
00:20:31: Und dann kann man das einfach, oder wir nutzen das einfach gut für die Priorisierung.
00:20:36: von vielen Stoffbetrieben.
00:20:39: Wir müssen hier mal einen Überblick bekommen, was ist denn besonders kritisch und wo schauen wir erst mal später, ob da vielleicht noch was sein kann.
00:20:47: Ja, okay.
00:20:48: Ja, cool.
00:20:49: Ja, und das ist jetzt, glaube ich, seit Probern November.
00:20:54: Es ist auf der Seite.
00:20:55: Ich schick dir später dann auch noch den Link, wo man das dann findet.
00:21:00: Ja, sehr cool.
00:21:02: Ja.
00:21:03: Aber noch was, was neu ist, was sich beeindruckt.
00:21:06: Im AGS ändert sich auch noch ein bisschen was.
00:21:10: AGS wird sich ändern, wie ich heute morgen gerade aktuell, also ihr kriegt hier natürlich in diesem Podcast, kriegt ihr Informationen, Leute.
00:21:19: Brandaktueller
00:21:20: geht es gar nicht.
00:21:22: Noch nicht mal.
00:21:22: meine Chefs wissen Bescheid so ungefähr.
00:21:24: Aber die stehen schon auf Teams-Rekof.
00:21:29: Aber brandaktuell, also gut.
00:21:32: oder schlechte Nachricht könnte jetzt sehen, wie ihr wollt.
00:21:34: Ich werde im nächsten AGS nicht mehr mit dabei sein, nicht weil ich nicht mehr möchte, sondern weil der AGS wird unter unter anderem auch verkleinert.
00:21:42: Wir hatten ja bisher, wir holen vielleicht noch mal ganz kurz aus, Ausschuss für Gefahrstoffe, einer der fünf Ausschüsse beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales, setzt sich zusammen aus sogenannten Banken.
00:21:55: Es sind fünf Bänke, das sind die sogenannten Sozialpartner, das wird immer bezeichnet als Arbeit.
00:22:00: Geber- und Arbeitnehmerfraktion.
00:22:03: Dann haben wir die Berufsgenossen schaffen, beziehungsweise die DGUV, deutsche Gesellschaft, deutsche gesetzliche Unfallversicherung.
00:22:13: DGUV, das ist eine Bank.
00:22:16: Dann haben wir eine Bank mit sogenannten Ländervertretung.
00:22:19: Das denkt man jetzt so da in den Sechzehn Bundesländern so.
00:22:22: Nee, Länder meint jetzt hier sowas wie Regierungspräsidium, Gewerbeaufsicht, je nachdem, wie es in den Ländern bezeichnet wird.
00:22:29: Also man könnte auch Pauschal sagen Überwachungsbehörden.
00:22:32: Und die letzte Bank sind die Sachverständigen.
00:22:34: Und ich war bisher auf der Sachverständigen Bank.
00:22:36: Aber ich bin nicht ganz weg, auch wenn ich jetzt im AGS nicht mehr mit dabei bin, also diese Verkleinerung.
00:22:43: Und bisher war es so, genau, muss ich auch noch sagen, bisher war es so, wir hatten Pro.
00:22:48: Bank, vier abstimmungsberechtigte Mitglieder und vier, die Stellvertretungen waren.
00:22:52: Also pro Bank mal fünf dann genommen.
00:22:55: Und jetzt sind es nur noch drei plus drei.
00:22:57: Also sprich, es gab eine gewisse Verkleinerung, die natürlich auch nochmal deutlich ist.
00:23:02: Und das Thema Exchutz muss wohl mehr auf noch besetzt werden, weil das ja auch mit drin ist.
00:23:08: Also gibt es eine gewisse Durchmischung von daher.
00:23:11: Bin ich dann leider nicht mehr im Ausschuss für Gefahrstoffe mit drin, aber da kann ich mit leben.
00:23:16: Ich bin weiterhin, also ich bin nicht weg.
00:23:18: Ich höre auch nicht auf oder ich bin nicht krank oder ich hab keinen Bock mehr oder ich schmeiß hin oder ich wandere ins Ausland aus oder
00:23:25: alles.
00:23:25: Nicht davon.
00:23:26: Nicht
00:23:27: davon.
00:23:29: Alles bleibt.
00:23:30: Es ändert sich.
00:23:31: Ich bleibe weiterhin Mitglied im Unterausschuss.
00:23:34: zwei und vielleicht so auch noch mal als interessanter Punkt dazu.
00:23:39: Die richtigen fachlichen Auseinandersetzungen, wie jetzt so eine TGS, dann, wenn eine neue TGS erstellt wird, beispielsweise TGS-Biozide haben wir jetzt zum Beispiel neu erstellt.
00:23:49: Also in den Unterausschussen wird praktisch wirklich die fachliche Arbeit geleistet.
00:23:53: Da gehen wir jeden Satz durch, da werden Stellungnahmen eingereicht.
00:23:57: Da gehen wir jeden Satz durch, dann wird eben über die fünf Bänke geschaut.
00:24:00: Finden wir hier eine gemeinsame Formulierung, mit der wir auch alle leben können.
00:24:05: Das ist manchmal einfach, manchmal schwieriger, aber bisher ist es... uns immer gelungen.
00:24:10: Das heißt, da wird wirklich die fachliche Arbeit geleistet und dann wird es.
00:24:14: im Ausschuss für Gefahrstoffe hat man natürlich auch nochmal die Möglichkeit Stellungnahmen einzureichen, aber wirklich die tiefe fachliche Arbeit, die läuft in den Unterausschüssen, beziehungsweise auch natürlich vorher in den Arbeitskreisen.
00:24:27: Also es gibt ja einen Arbeitskreis auch aus jeweils fünf Banken, die sich da zusammensetzen und die formulieren oder ändern eben eine bestehende TAGS um, dann wird die im Unterausschuss entsprechend vorgestellt, vorher nochmal mit einem sogenannten Sachstandsbericht, dass man gesagt wird, so hier, da geht es hinten, so ganz grob, und dann wird aber wirklich der neue Entwurf verteilt im Unterausschuss.
00:24:50: und dann geht man wirklich, jeder geht dann die TAGS durch, der minder detailreich.
00:24:57: Aber mir ist es dann eher detailreisender.
00:24:59: Guck ich wirklich, ist das in der Praxis so umsetzbar oder muss man das irgendwie anders oder auch verständlicher formulieren, sofern es eine rechtsförmliche Prüfung zulässt?
00:25:09: Weil wir brauchen ja immer auch die Vermutungswirkung, die erfüllt sein muss.
00:25:13: Dann wird wirklich im Unterausschuss wird wirklich detailliert durchgesprochen und gemeinsam überlegt, wie können wir jetzt eine Formulierung finden, mit der alle Bänke dann auch leben können?
00:25:23: Weil natürlich die Interessenslagen vielleicht dann auch mal nicht ganz so auf der gleichen Seite steht.
00:25:30: Ja, da mag es Unterschiede geben.
00:25:32: Ja,
00:25:33: also
00:25:34: das kommt natürlich auch vor.
00:25:37: Aber wo hast du das nicht, dass du Kompromisse finden musst?
00:25:41: Also ich glaube, das gehört absolut irgendwo mit dazu.
00:25:44: Ja, das denke ich auch.
00:25:46: Ja, sehr schön.
00:25:47: Okay, haben wir einen Punkt oder sind wir einmal so über die groben Inhalte durch?
00:25:52: Also ich denke, vielleicht was man noch mal zum Thema Novelle Gefahrstoffverordnungen sagen kann.
00:26:00: Das ist bei vielen so ein bisschen AHA-Effekt.
00:26:03: Wenn man jetzt in der Novelle noch mal reinschaut, welche Stoffe muss ich denn, also welche Grenzwerte muss ich denn einhalten?
00:26:13: Wenn man da in § sieben Absatz acht guckt, da steht drin, der Arbeitgeber stellt sicher, dass folgende Grenzwerte eingehalten werden.
00:26:22: Da steht zum einen dann Arbeitsplatzgrenzwerte.
00:26:26: Also das ist vielleicht mal, weil da habe ich schon viele Fragen bekommen, ja, Grenzwerte, Arbeitsplatzgrenzwerte.
00:26:31: Man muss in der Gefahrstoffverordnung genau gucken.
00:26:34: Sprechen die von Grenzwerten oder sprechen die von Arbeitsplatzgrenzwerten?
00:26:40: Da würde man sagen, das ist das Gleiche.
00:26:42: Es geht hier um die Arbeit, wir sind hier nicht bei der Freizeit.
00:26:45: Nee, muss man genau hingucken, weil jetzt heißt eben Grenzwerte ist so der Überbegriff.
00:26:51: für mehrere Arten von Grenzwerten.
00:26:54: Und wenn von Arbeitsplatzgrenzwert gesprochen wird, wie in der Nummer eins vom Absatz Acht, dann sind explizit die Arbeitsplatzgrenzwerte der TRGS-Nohnhundert gemeint.
00:27:04: Das steht leider nicht hinten dran.
00:27:06: Es wäre schön, wenn da stehen würde, Arbeitsplatzgrenzwerte gemäß TRGS-Nohnhundert.
00:27:09: Dann würde es die Praktiker wahrscheinlich leichter verstehen, aber die Verordnung ist ja nett dazu gemacht.
00:27:15: dass die Praktiker es verstehen.
00:27:16: Ich ruhe die Schalter aus jetzt.
00:27:20: Aber deswegen gibt es ja so ein Podcast, wo man da ganz wertvolle Informationen bekommt.
00:27:25: Und man das dann erklärt bekommt auf dem Silbertal.
00:27:27: Eben,
00:27:28: genau.
00:27:29: Also, das stand auch bisher schon drin.
00:27:31: Von daher ist es jetzt nichts Neues.
00:27:33: Aber es ist was Grenzwerte eingehalten, was jetzt aber eben neu ist, dass da als Nummer zwei drin steht.
00:27:38: Und das ist ein bisschen kryptisch.
00:27:40: Grenzwerte ist genauso schlimm wie die Bezeichnung von vorhin.
00:27:44: Grenzwerte in Anhang drei der Richtlinie, zwei tausend vier, schrägstrich sieben, dreißig, schrägstrich EG.
00:27:50: Das sagt ja keiner so in der Praxis.
00:27:53: Sondern was sagen die Arbeitsschützer dazu?
00:27:55: Die sagen Böff.
00:27:56: Da sind wir wieder bei diesen.
00:27:57: Binding, Occupational, Exposure Limit Values, die sagen Bölf.
00:28:02: Jetzt könnte man sagen, warum sagt denn die Gefaschterverordnung nicht einfach Bölf?
00:28:07: Ja, es gibt nicht nur CMR-Bölfs.
00:28:11: Richtlinie, ist die ehemals Krebsrichtlinie, inzwischen CMR Richtlinie, weil zwanzig, zwanzig wurden auch die Reprotoxstoffe aufgenommen.
00:28:20: Also sprich, wenn man da als Bölf sagen würde, dann sind es nicht alle Bölf, weil auch die Isozörnahtwert ist auch ein Bölf.
00:28:29: Der Wert für Asbest ist auch ein Bölf, also sprich, es gibt wieder verschiedene.
00:28:34: Bölfs, man müsste dann sagen, CMR-Bölf, aber dann kannst du es eigentlich auch gleich lassen.
00:28:38: Aber wenn die Arbeitsschützer davon sprechen, wir müssen Bölf einhalten, dann beziehen die sich auf die Bölf der Krebs, bzw.
00:28:46: jetzt CMR-Richtlinie.
00:28:49: Und jetzt würde man ja denken, ja gut, jetzt gibt es ja noch die Akzeptanz- und Toleranzkonzentration aus der TRGS-Nohnhundert.
00:28:57: Dann stehen die ja jetzt bestimmt als dritter Punkt in § seven Absatz acht.
00:29:02: Nee.
00:29:03: Da stehen sie aber nicht drin, sondern da kommt jetzt so ein bisschen die große Verwirrung auf.
00:29:08: Also muss ich ja die Akzeptanz und Toleranz Konzentration nicht einhalten, weil wenn die ja nicht stehen hier zusammen mit den Arbeitsplatzgrenzwerten und den Bölfen, muss ich sie erstmal nicht einhalten.
00:29:18: Ja, das stimmt so.
00:29:21: Deswegen, man sagt jetzt bei der neuen Gefahrstoffverordnung, was diese Akzeptanz Toleranz Konzentration angeht, das sind jetzt keine Grenzwerte mehr, sondern das sind Ja, Risikokonzentration waren sie schon immer, stehen ja auch jetzt offiziell in der Verordnung drin.
00:29:37: Aber ich formuliere das in der Praxis immer so, wenn man jetzt Akzeptanz und Toleranzkonzentration nicht einhält, weil es vielleicht auch gar nicht geht, dann wird man bestraft mit diversen Schutzmaßnahmen, die man machen muss.
00:29:51: Also sprich, wir gehen von einem Grenzwertkonzept zu einem Schutzkonzept über, gibt es auch einen schönen Artikel dazu in der Zeitschrift Gefahrstoffe, wo eben gesagt wird, ja, wenn du jetzt also die Akzeptanzkonzentration zum Beispiel nicht einhältst, musst du ja einen Maßnahmenplan erstellen.
00:30:09: Wenn du die Toleranzkonzentration auch nicht einhältst, dann musst du diese Überschreitung an die Behörde melden.
00:30:15: Das sind praktisch dann so.
00:30:16: Schutzmaßnahmen, findet man alles im Paragraf zehn.
00:30:19: Im Paragraf zehn A der Gefahrstoffverordnung.
00:30:22: Das sind auch so die üblichen Klassiker drin, wie persönliche Schutzausrüstung tragen, Artenschutz tragen.
00:30:28: Das ist jetzt ehrlich gesagt auch nichts Neues.
00:30:30: Wenn ich es mit technischen Maßnahmen nicht hinkriege, dann muss ich halt, wie gesagt, Maßnahmen planen.
00:30:34: Muss ich bisher auch schauen, heißt aber jetzt halt nur offiziell Maßnahmen planen, muss ich dann da ... mit erfassen und dokumentieren.
00:30:43: Also in dem Sinne da jetzt nichts Neues.
00:30:44: Neu ist diese Mitteilungsverpflichtung an die Behörde.
00:30:47: Das hatten wir vorher nicht.
00:30:49: Aber sprich, natürlich ist es gut, wenn ich die Akzeptanzkonzentration einhalte, weil dann halt ich mir natürlich auch gewisse... Gerade Dokumentations- und Mitteilungspflichten vom Halzen.
00:30:59: Also auch was Expositionsverzeichnissen solche Sachen angeht.
00:31:02: Also von daher hat sich da weiterhin eigentlich nichts geändert, dass wir immer noch das sogenannte Minimierungsgebot haben, dass ich als verpflichtet bin, eine möglichst niedrige Konzentration zu erreichen.
00:31:15: Das vielleicht noch mal als kleiner Ausdruck hin zum Thema Novelle, Gefahrstoffverordnungen, welche Grenzwerte man einhalten muss.
00:31:23: Perfekt.
00:31:24: Mir, Birgit, vielen, vielen Dank für den Detailletten und vor allen Dingen auch für nicht Toxikologen erklärten Einblicke.
00:31:33: Ich hoffe, ich hoffe.
00:31:36: Ja, genau, wir sind jetzt kurz vor Weihnachten.
00:31:37: Ich wünsche dir auf jeden Fall schöne Weihnachten und hier einen guten Rutsch ins neue Jahr und hoffe dann auf weitere Folgen im Jahr sechsundzwanzig, wo wir wieder einsteigen.
00:31:46: Was gibt es?
00:31:47: Sehr gerne.
00:31:47: Danke
00:31:47: dir und dir alles Gute.
00:31:49: Bis zum nächsten Mal, Birgit.
00:31:51: Ja auch, Anna.
00:31:51: Ich falte.
00:31:53: Vielen Dank, dass du heute wieder dabei warst.
00:31:55: Wenn dir gefallen hat, was du heute gehört hast, dann war das nur die Kostprobe.
00:32:00: Wirst du wissen, ob du für eine Zusammenarbeit geeignet bist, dann gehe jetzt auf www.wandelwerker.com-termin und buche dir einen Termin.
00:32:08: In diesem forty-fünfminütigen Beratungszuspräch wird eine Strategie für dich erstellt.
00:32:13: Du erfährst, in welchen Schritten du an der Einstellung der Menschen im Unternehmen arbeitest, sichere Gewohnheiten scharfst und somit die Arbeitsunfälle nachhaltig reduzierst.
00:32:23: Vergiss eine Sache bitte nicht.
00:32:24: Wenn seit Jahren die Unfallzahlen bei dir stagnieren, dann verbessert sich der Zustand nicht von alleine.
00:32:30: Du brauchst einen Berater, der dir zeigt, welche Schritte du befolgen sollst und welche lieber nicht.
00:32:36: Wir haben Geschäftsführer an Sicherheitsingenieuren und Fachkräften für Arbeitssicherheit in Deutschland, Österreich und der Schweiz dabei geholfen, die Sicherheitskultur in deren Unternehmen und bei deren Kunden zu verbessern.
00:32:46: Als Kooperationspartner des Verbandes für Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz bei der Arbeit liegt es uns am Herzen, dir das notwendige Handwerkszeug auf dem Weg zur Vision Zero zu zeigen und bei der Umsetzung zu unterstützen.
00:32:59: Wenn du wissen willst, ob du für eine Zusammenarbeit geeignet bist, dann sichere dir jetzt unter www.wandelwerker.com-termin deinen persönlichen Termin.