00:00:00: Die Wandelwerker haben eine Mission, den Arbeitsschutz in den Unternehmen auf ein neues Level heben.
00:00:05: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge des Wandelwerker Podcasts.
00:00:08: Den ersten deutschen Arbeitsschutz-Podcast wird ganzheitliche und innovativ ideen für den Arbeitsschutz.
00:00:13: Heutzutage können Informationen schnell gegeben werden.
00:00:16: Experten,
00:00:17: die
00:00:17: mit neuen strategienen Methoden arbeitsunfalle nachhaltig reduzieren, sind gefragter der Nehe.
00:00:39: Hallo und herzlich willkommen hier zu einer neuen Podcast-Folge im Wannewerker Podcast.
00:00:44: Ich begrüße heute einen ganz tollen neuen Gast.
00:00:46: Herzlich willkommen Dr.
00:00:48: Melanie Berghaus.
00:00:48: Hallo
00:00:50: Anna.
00:00:51: Schön, dass du da bist und dass du der Einladung hier in dem Podcast gefolgt bist, wie du, also wir fangen mal bei dir an.
00:00:58: Du bist von der Bauern, das heißt von der Bundeslandstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin und bist dort tätig in der Fachgruppe vier Bereichgefahrstoffe im Arbeitsschutz und Koordinierung rund um CLP.
00:01:12: Das sind jetzt nicht für alle ganz gängige Fachbegriffe, insbesondere was das Thema CLP.
00:01:17: An geht.
00:01:17: das wird nicht unser Schwerpunkt heute sein, sondern es wird heute so ein bisschen um das Thema EMKG gehen.
00:01:23: Und ich glaube, da hat der ein oder andere schon mal auch betrieblich deutlich häufiger Berührungspunkte auch zu gehabt.
00:01:29: Bevor wir da einsteigen, ich freue mich, dass du heute da bist und dass wir heute auch mal wieder einen sehr klassischen Gefährdungsfaktor hier mit und eine Unterstützung zum Umgang mit diesem Gefährdungsfaktor haben.
00:01:40: Vielleicht kannst du einmal so ein bisschen dich vorstellen, was macht ihr in der Fachgruppe, womit setzt euch auseinander?
00:01:46: Wie bist du zum Thema Gefahrstoffe gekommen?
00:01:48: Und dann freue ich mich, dass du da bist.
00:01:51: Ja, ich freue mich auch ganz doll, dass ich hier mitmachen darf.
00:01:54: Ja, ich habe hier ganz in der Nähe an der TU Dortmund chemische Biologie studiert und da auch promoviert.
00:02:00: Und danach bin ich dann, hier bei der Bauer angefangen.
00:02:04: Und seit im Jahr zwei tausend achtzehn bin ich hier in der Gruppe, die du gerade schon genannt hast.
00:02:09: Und ich beschäftige mich ganz viel mit Gefährdungsbeurteilung in Bezug auf Gefahrstoffe.
00:02:13: Das fängt an bei den EU Richtlinien über das Regelwerk bis hin zu dem EMKG.
00:02:20: Das ist ja das einfache Maßnahmenkonzept Gefahrstoffe.
00:02:23: Es ist ein Hilfsmittel für die Gefährdungsbeurteilung, das sich vor allem an kleinen Unternehmen richtet.
00:02:28: Und da kann man eben mit einfachen Parametern aus dem Sicherheitsdatenblatt und aus dem Betriebsgrundgang Maßnahmenstufen ermitteln, die dann jeweils mit Schutzleitfäden hinterlegt sind.
00:02:37: Und so kann man dann eben einfach Maßnahmen für seine Tätigkeiten festlegen.
00:02:42: Und das macht mir auch ganz viel Spaß, weil es eben so abwechslungsreich ist, vor allem da neue Sachen zu entwickeln.
00:02:48: Also die fachliche Entwicklung ist dabei, so mein Schwerpunkt.
00:02:53: Und ja, das ist super abwechslungsreich und wir machen auch ganz viel Webinare und Schulungen und wir waren auf der A und A und ja, ich liebe das.
00:03:03: Ich glaube, das brauchen wir auch.
00:03:04: Wir brauchen auch gute Leute, die auch begeistert sind vom Thema Gefahrstoffe als Beispiel.
00:03:11: Ich habe da mit der, ich habe ja viel auch im Lehrstuhlarbeit-Sicherheitstechnik bei der Anke Karl gemacht und auch dort viele Jahre als studentische und wissenschaftliche Mitarbeiterin arbeiten dürfen.
00:03:23: Und die hatte das auch immer, die hatte auch immer diese Begeisterung für das Thema Gefahrstoffe.
00:03:28: Die hat ja
00:03:29: auch mal hier gearbeitet.
00:03:30: Ja, das stimmt.
00:03:33: Hat ja auch immer sehr vom Geschwärm.
00:03:35: Du hast das jetzt gerade schon mal so ganz kurz umrissen.
00:03:38: Vielleicht kannst du... Noch mal so die ein, zwei, drei Schritte, wobei das eben KG einfach eine Unterstützung ist, wenn es eben um die Beurteilung von Gefahrstoffen geht, mit eben daraus resultierenden Schutzmaßnahmen.
00:03:52: Vielleicht kannst du da nochmal eine Kurve drehen.
00:03:56: und für die Fachkräfte für Arbeitssicherheit, die jetzt vielleicht noch nicht so sehr mit diesem Thema gearbeitet haben.
00:04:02: Also mal einen kurzen Einblick, wie das so funktioniert und wobei, dass EMKG eine Unterstützung sein kann.
00:04:07: Ich habe das häufig, das werden wir auch zum Thema ganz klassische Gefährdungsfaktoren sprechen.
00:04:12: Da gibt es ja neben dem EMKB, EMKG auch eine Unterstützung, wie Leitmerkmalmethode, die dann alle irgendwie zwar mal bekannt sind, aber manchmal gar nicht so richtig bekannt ist, wurde es auch einfach für mich als Fahrkraft für Arbeitssicherheit und auch für mich als Führungskraft einfach auch eine große Unterstützung darstellt, um da gute Schutzkonzepte oder eben auch gute Schutzmaßnahmen zu ergreifen.
00:04:35: Ja, also wir steigen immer erst mal ein mit der Gefährlichkeitsgruppe.
00:04:37: Wir schauen uns an, wie gefährlich ist denn unser Stoff?
00:04:40: Ja, das ist für alle Module gleich, die wir haben.
00:04:42: Wir haben fünf Module, Haut, Einatmen, Brand und Explosion und jetzt sind noch Neu, Augen und Lagern dazugekommen.
00:04:49: Und nach der Gefährlichkeitsgruppe geht es ein bisschen unterschiedlich weiter, je nachdem welches Modul ich habe.
00:04:53: Das sind zum Beispiel bei Haut, die Wirkfläche und die Wirkdauer.
00:04:57: Bei Einatmen, Rand und Explosion und Augen sind es die Menge und die Freisetzungsgruppe und beim Lagern ist es dann nur ein Parameter, die Lagermenge.
00:05:04: Und damit kann ich dann eine Maßnahmenstufe bestimmen.
00:05:07: Und zu der gibt es immer passende Schutzleitfäden, die sind wie so Checklisten aufgebaut, damit ich dann eben meine Maßnahmen im Betrieb auch umsetzen kann.
00:05:16: Und wir haben eben KG verschiedene Hilfsmittel, ganz bekannt sind unsere Drehscheiben, die wurden uns auch auf der A und aus den Händen gerissen.
00:05:24: Wir haben aber auch eine App und eine Software und auch ein Poster, an dem man sehr schön erklären kann, wie das eben KG funktioniert und dass man sich im Büro an die Wand hängen kann.
00:05:32: Ja, und dann hat man das quasi direkt vor Augen.
00:05:35: Genau.
00:05:37: Jetzt gibt es ja im Jubiläumsjahr neue Module.
00:05:42: Vielleicht kannst du da mal ein bisschen was zu sagen, was kommt neu mit?
00:05:46: dazu hast du jetzt schon kurz erwähnt.
00:05:48: Vielleicht auch, warum war das notwendig, also warum hat man sich dazu entschieden, jetzt eben auch nochmal ein neues Modul mit hinzuzunehmen.
00:05:56: Und genau, was steckt dort hinter?
00:06:00: Genau, ich fang mal mit dem Modulaugen an.
00:06:03: Bei den Augen, das war bis jetzt immer ein bisschen einatmen integriert, es gab aber auch nicht so richtig die Schutzmaßnahmen dazu.
00:06:10: Deswegen haben wir da immer so das Gefühl, da fehlt noch was und wir hatten uns dann auch ganz viele Hilfestellungen angeguckt und die beeinhalten ganz, ganz viel zum Beispiel zu UV-Strahlung, zu mechanischer Gefährdung und zu allem Möglichen.
00:06:23: Aber die Gefahrstoffe sind darin halt nur sehr kurz behandelt und deswegen hatten wir dann uns überlegt, da was Eigenes zuzumachen.
00:06:32: Ich habe dann auch irgendwann bei der Echa so eine sehr hilfreiche Tabelle gefunden, wann welche Maßnahmen für den Augenschutz- und Sicherheitsdatenblatt aufgeführt werden müssen, wenn man dann normale Augenschutz reicht und wenn man so eine richtige Korbbrille braucht.
00:06:49: Und daran haben wir uns dann orientiert.
00:06:51: Und weil es je nachdem wie fein zum Beispiel Stäube sind, wie viel Dämpfe man hat, auch nochmal ein Unterschied ist, was man genau für eine Schutzbrille braucht, haben wir dann noch die Freisetzungsgruppen und die Menge, wie bei den bei den anderen Modulen einatmen und Brand und Explosion mit da reingenommen.
00:07:09: und da haben wir uns auch gefreut, dass wir das so hingekriegt haben, dass die Module genau gleich aufgebaut sind.
00:07:17: Das war für das eine neue Module.
00:07:23: Das andere ist das Lagern.
00:07:24: Da gab es schon ganz oft den Wunsch nach dem Lagermodul von unserem EMKG-Anwendern, weil beim Lagern hat man die Besonderheit, dass die Behälter ja geschlossen sind.
00:07:35: und die Gefahrstoffe nicht freigesetzt werden.
00:07:38: Und deswegen ist es ein bisschen schwierig, das so mit den anderen Modulen zu beurteilen, die ja von der Freisetzung ausgehen, weil man da ja dann immer zu schnell zu hohen Maßnahmen kommt und wir auch noch nicht konkrete Schutzleitfäden fürs Lagern hatten.
00:07:54: Und es gab schon mehrere Anläufe, wie wir dann die wir gestartet haben, um da ein Modul zu entwickeln.
00:08:02: Aber es hat sich auch im Regelwerk da so viel verändert.
00:08:04: Früher war das so, dass wir ganz viele verschiedenen stoffbeziehfischen technischen Regeln die ganzen Maßnahmen zum Lagern verteilt hatten.
00:08:12: Und dann wurden die alle zusammengefasst, so TGS-Fünfhundertzehn, die wurde dann noch mehrfach überarbeitet.
00:08:17: Das heißt, wir mussten da immer von vorne anfangen, weil wir immer wieder vom Regelwerk überholt wurden.
00:08:22: Und ja, jetzt ist die TGS-Fünfhundertzehn ja ... Schon vor einer Weile ist ja eine Neufassung rausgekommen und das war jetzt eine gute Basis.
00:08:33: Ich habe da auch dran mitgearbeitet in dem Arbeitskreis und das war jetzt auch so ein bisschen mein Baby, das Lagermodul, dass wir das jetzt mal vorangetrieben haben.
00:08:43: Ja, sehr cool.
00:08:44: Sehr cool.
00:08:44: Habt ihr da schon Rückmeldungen zu bekommen?
00:08:48: Ja, also wir haben da bis jetzt, also ja, es ist jetzt noch nicht so lange.
00:08:54: Wir waren da jetzt auf der A und A mit.
00:08:56: Ich habe da schon einen Vortrag zu gehalten.
00:08:58: Also grundsätzlich kam das sehr positiv an.
00:09:00: Es haben sich alle gefreut, dass wir da jetzt ein Lagermodul haben.
00:09:06: Die ersten Rückmeldungen sind sehr positiv.
00:09:09: Aber das ist auch noch nicht so lange draus.
00:09:12: Jetzt versuch dir ja auch der Fachgruppe heraus, das Thema Gefahrstoffe und auch EMKG auch positiv nach vorne zu pushen und bekannt zu machen.
00:09:22: Da hast du es gerade eben schon angesprochen.
00:09:23: Ihr macht auch Webinarene.
00:09:24: Ihr habt, glaube ich, auch das Webinarei als Treffpunkt EMKG.
00:09:30: Ihr habt Mottos, die da ausgegeben werden.
00:09:33: Vielleicht kannst du dazu mal ein bisschen was zu sagen.
00:09:36: zum einen.
00:09:38: Warum?
00:09:39: Also ist im Grunde genommen, vielleicht ist der Aufklärungsbedarf auch nochmal... deutlich größer als gleich in anderen Gefährdungsfaktoren.
00:09:47: Und wie ihr jetzt auch im Rahmen des Jubiläums des Jahres das auch aufgestellt habt und auch die Themen da gewählt haben, sodass die Hörerinnen und Hörer auch so ein bisschen wissen, welche Themen kommen da und wann ist auch für mich vielleicht.
00:10:01: Der zeigt nun nicht, jeder hat alle Gefahrschiffe gleich in seinen Betrieb.
00:10:05: Wann sind das eben auch für mich Punkte, wo es sich dann auf jeden Fall über Lohn dreizuschauen?
00:10:11: Ja, wir hatten früher immer so Präsenzworkshops gemacht, so zweimal im Jahr und dann kam Corona und dann mussten wir auf ein Online-Format ausweichen und so kam das dann, dass wir angefangen haben, die eben KG-Treffpunkte zu machen.
00:10:24: Das ist immer so ein kurzer Einführungsvortrag und danach ist dann so ein Erfahrungsaustausch.
00:10:29: Also das heißt, kann jeder Fragenstellen oder Anregungen geben.
00:10:33: Und weil wir darüber auch in so einem steten Austausch sind mit dem KG-Anwender und mit den Teilnehmenden.
00:10:40: haben wir dann natürlich auch immer mal eine Frage, was beschäftigt die Leute gerade?
00:10:45: Was haben die für Probleme im Betrieb oder was wünschen die sich?
00:10:48: Und ja, im Jahr zwanzig, vierundzwanzig hatten wir dann immer, wenn sowas ist, dann beschäftigen wir uns dann damit und versuchen da Hilfestellung zu entwickeln und überlegen uns, was immer, wenn mal Zeit ist.
00:10:59: Und zwanzig, vierundzwanzig war das eben so, dass wir ganz viel in der Schublade hatten sozusagen.
00:11:04: Und dann haben wir uns zusammengesetzt und wir hatten uns überlegt, nächstes Jahr machen wir ein Jubiläumsjahr und haben das mal alles raus.
00:11:14: Ja, das war natürlich ein anstrengendes Jahr, aber wir haben auch ganz, ganz viel geschafft, unter anderem die beiden neuen Module und das Projektmaßnahmenpakete für Schutzleitfäden, kurz Maps, das haben wir auch abgeschlossen.
00:11:27: Und ja, ich freue mich, dass wir da so viel geschafft haben.
00:11:29: Wir machen diese Webinare immer einmal im Monat, meistens immer am letzten Freitag des Monats und schicken dann immer ein EMKG-Info-Brief rum, also unseren Newsletter und die sind meistens total schnell ausgewucht.
00:11:42: Das kommt total gut an.
00:11:45: Ja, das kann ich mir schon vorstellen, weil das auch ein Thema ist.
00:11:49: irgendwie noch mal ein bisschen sensibler ist als vielleicht manche andere Themen, um jetzt als Beispiel mal physische Belastung zu nehmen.
00:11:56: Das hat jetzt noch mal eine anderen Grad des Verständnisses, glaube ich, als man eben beim Thema Gefahrstoffe bebraucht.
00:12:04: Und ich glaube, da ist halt das EMKG auch eine total tolle Unterstützung, das möglichst einfach, aber auch sicher in seinem Betrieb umsetzen zu können.
00:12:15: Ja, so vielen ist gar nicht bewusst, dass sie Gefahrstoffe vor sich haben.
00:12:19: Es gibt ja zum Beispiel auch so Stäube, Dieselmotoremission, also gerade aber auch bei den Stäuben, da ist vielen auf der Baustelle gar nicht bewusst, dass das auch ein Gefahrstoff ist.
00:12:28: Es ist ja kein Piktogramm drauf.
00:12:31: Und ganz oft mangelt es nicht an irgendwelchen technischen Maßnahmen, sondern daran ist die Mindeststandards nicht umgesetzt sind, dass man die Arbeitsplätze sauber hält, dass man Waschgemöglichkeiten hat und so weiter und Staubschutzmaßnahmen etabliert.
00:12:51: Also was du ja quasi im Kern sagst, wir haben auch noch Basics zu tun, bevor wir es mit den richtig komplizierten Dingen auseinandersetzen.
00:13:00: Genau, im KG ist das die Maßnahme Stufe eins, das sind fünf Schutzleitreden, die sogenannten Mindeststandards sind, die müssen wir immer umsetzen.
00:13:07: Es ist die Basis für alles, auf die alle anderen Maßnahmenstufen aufbauen.
00:13:11: Welche sind das, die fünf?
00:13:12: Kannst du sie kurz?
00:13:14: Ja, wir haben die fünf Mindeststandards, das ist die freie Lüftung, Brandschutzmaßnahmen, Hygienemaßnahmen für Einatmen und für Haut und Lagern und Bereitstellen.
00:13:25: Ich glaube,
00:13:26: das ist aber auch nochmal eine ganz wichtige Botschaft, zu sagen, es geht zum einen auch nochmal zu prüfen, habe ich tatsächlich.
00:13:34: bin ich wirklich hier ohne Gefahrstoffe oder habe ich Gefahrstoffe, wo mir gar nicht bewusst ist, dass das ein Gefahrstoff ist?
00:13:40: Und dann habe ich quasi die Basics im Sinne der Stufe eins erfüllt und dafür brauche ich keine großen Investitionen im Sinne jetzt des Arbeitgebers und vielleicht auch keine großartigen Maßnahmen im Sinne von des Mitarbeiters, dafür aber natürlich insbesondere eben auch Fokus auf Verhalten, das ist ja dann oft auch noch mal verhaltensrelevante Themen, wenn es auch um das Thema Hygiene sauber keine Unordnung geht.
00:14:03: Ich finde ich nochmal eine ganz, ganz wichtige Botschaft.
00:14:06: Du hast jetzt gerade schon angesprochen, dass ihr auch ein Forschungsprojekt habt, das MAPS Forschungsprojekt und habt dort auch im Rahmen dieses Forschungsprojektes einiges verändert und eine neue Struktur geschaffen.
00:14:17: Ich kannst du da nochmal ein bisschen was zu sagen, was genau das jetzt auch, ich glaube das weiß ich auch schon so ein bisschen, in dem was du gesagt hast, aber vielleicht kannst du das nochmal ausführen, was ihr im Rahmen des Forschungsprojektes dort angestoßen habt und gemacht habt.
00:14:29: Ja, also das ist... Ja, so dass das eben KG historisch gewachsen ist.
00:14:33: Wir hatten erst das Modul einatmen, dann kam Haut dazu, dann Brandt und Explosion und jetzt unsere beiden neuen Module.
00:14:40: Und die Vielen war nicht bewusst, dass man die Schutzleitfäden zu den Emissionsmindernden-Maßnahmen wie zum Beispiel Absaugung, dass man die auch für Brandt und Explosion benutzt.
00:14:52: Also dieses Ineinandergreifen, das war den Es war vielen gar nicht bewusst, woher wissen wir das?
00:14:58: Wir haben in einem vorhergehenden Forschungsprojekt ein Didaktikkonzept für das eben KG entwickeln lassen.
00:15:03: Und da wurde eben ganz viele Feldstudien gemacht, also man ist in Betriebe gegangen und man hat aber auch mit Stakeholders aus Politik und Wissenschaft, aber auch mit den Anwendern gesprochen, auch in mehreren Workshops, was sie sich so für das eben KG wünschen.
00:15:18: Und da haben eben auch viele gesagt, dass sie die Auswahl der Schutzleitfäden schwierig finden.
00:15:25: Gerade in der Masse am Stufe Zwei, da haben wir ja die meisten Schutzleitfäden.
00:15:28: Und das war für uns ein Anlass, dann das Projekt zu starten, um die Schutzleitfäden nochmal ein bisschen besser miteinander zu vernetzen.
00:15:37: Und sie mussten natürlich auch aktualisiert werden.
00:15:39: Wir wären jetzt zwanzig Jahre alt, die wurden zum Teil auch recht lange nicht mehr angefasst, die Schutzleitfäden.
00:15:44: Das war auch noch mit einem Punkt, dass man da auch für alle Schutzleitfäden mal guckt, ist das noch aktuell, müssen wir da was ergänzen.
00:15:51: Und wir haben auch noch neue Schutzleitfäden gemacht, zum Beispiel zu Augen und Lagern.
00:15:55: Die kommen direkt aus dem Projekt.
00:15:57: Habt ihr das jetzt auch erst quasi mit Beginn der Messe abgeschlossen oder habt ihr da auch schon mal Rückmeldungen jetzt aus zu den aktualisierten Schutzleitfäden bekommen, die dann vielleicht nach zwanzig Jahren aktualisiert werden?
00:16:10: Ja, das Projekt wird im Sommer abgeschlossen.
00:16:14: Was jetzt noch ansteht, ist die ganzen Schutzleitfäden im Bauer-Layout zu gestalten und zu veröffentlichen auf unserer Homepage und in App und Software zu integrieren.
00:16:23: Da sind wir gerade noch dabei.
00:16:26: sind noch nicht alle veröffentlicht.
00:16:28: Also Augen und Lagern haben wir schon veröffentlicht und der Rest kommt jetzt so nach und nach.
00:16:35: Wir haben, ich habe da schon einen eben KG-Treffpunkt zugemacht, somit die neue Struktur vorgestellt und ein bisschen Schutzleitwäden gezeigt hat, waren die Rückmeldungen sehr positiv und auch von der A und A.
00:16:45: Ja, okay, das denke ich mir, weil ich würde jetzt, wenn ich mich doch mal an meine Zeit als sie verinnere, da ist man ja total dankbar für die Unterstützung, die man dann.
00:16:57: oder Handlungsleitfäden, die man da heranziehen kann, um da einfach auch eine gute Gefährdungsbeurteilung zu machen.
00:17:04: Und da muss man sagen, ist ja immer schön, das Feedback, was man aus der betrieblichen Praxis bekommt, ist ja auch sehr ehrlich.
00:17:10: Und dann kann man eben auch schauen, kommt es gut an, haben wir es verbessert an den meisten Stellen oder gibt es eben auch Punkte, wo man dann vielleicht nochmal hinschauen muss.
00:17:18: Deshalb glaube ich, ist das total sachlich.
00:17:21: Ja, wir haben in dem Forschungsprojekt auch ganz viele Betriebe besucht.
00:17:24: Zweiundzwanzig Besucher haben wir gemacht in Viertzan Betrieben.
00:17:28: Und da haben uns dann angeguckt, was die für Maßnahmen umgesetzt haben und haben auch ganz viele praktische Tipps mitgenommen.
00:17:35: Wir haben auch hinterher einige Betrieben noch mal die daraus entstandenen Schutzleitfäden gegeben und gefragt, ob sie damit zurecht kommen.
00:17:42: Die haben es dann auch noch mal ein paar Verbesserungsvorschläge gegeben, aber haben insgesamt gesagt, dass sie das damit sehr gut klargekommen sind und das gut umsetzen konnten.
00:17:52: Ja, okay, cool.
00:17:54: Wir hatten jetzt gerade schon mal ganz kurz auch drauf geschaut auf das Thema Modul lagern.
00:18:01: Vielleicht kannst du da nochmal, weil ich weiß, da haben wir nämlich auch immer die eine oder andere Rückfrage dazu.
00:18:06: Du hast ja selber gesagt, dass es ein Modul, was unglaublich ersehnt worden ist, damit man damit arbeiten kann für den Betrieb.
00:18:15: Vielleicht kannst du da nochmal kurz was zu den Parametern sagen, die dort mit Einfließen im Rahmen des Konzeptes und worauf es einfach dann auch zu achten gilt.
00:18:28: Ja, die TRGS-Fünfhundert-Zielen beschäftigt sich ja mit der Lagerung von ortsbeweglichen Behältern.
00:18:33: Da drin ist eine recht große Tabelle, die Tabelle eins, die eben auch so aufgebaut ist wie unser Modul.
00:18:39: Also wir haben einmal die gefährlichen Eigenschaften, die Hasetze und dann eben je nachdem, Menge, was man für Maßnahmen braucht.
00:18:47: Und deswegen hatten wir uns dann auch überlegt, dass wir das natürlich daran anliegen, das Modul, dass wir auch dann mit unserer Gefährlichkeitsgruppe einsteigen und dann die Lagermenge.
00:18:58: Das herausfordernd war, weil diese ganz, ganz lange Tabelle in wenigen Gefährlichkeitsgruppen zusammenzufassen, muss man natürlich an der einen oder anderen Stelle etwas pragmatischer sein.
00:19:09: Wir haben jetzt sechs Gefährlichkeitsgruppen.
00:19:11: Am liebsten werden uns nur fünf gewesen, aber das ist dann nicht ein Gericht.
00:19:15: Aber wir haben da sehr, sehr lange daran überlegt im Team auch und ungetüftelt, dass wir dann eine gute Lösung gefunden haben, die wir die wenigen Gefährlichkeitsgruppen zusammen bringen können.
00:19:27: Ja, und die lange Liste in fünf Gefährlichkeitsgruppen oder fünf waren es jetzt, oder sechs?
00:19:32: Ja, sechs, fünf.
00:19:34: Jetzt sind sechs.
00:19:35: In sechs Gefährlichkeitsgruppen runterzubrechen.
00:19:37: Das ist hier auch schon eine große Unterstützung für alle da draußen.
00:19:40: Wenn man in die THKS reinguckt und dann von der ganz langen Liste auf die sechs runterzukommen.
00:19:45: Ich glaube, das hilft eben auch enorm.
00:19:48: Ja, wir haben dann eben alles zusammengefasst, was ähnliche Mengengrenzen
00:19:54: hat.
00:19:55: Ja, das denke ich auch, dass das hilft.
00:19:56: Man muss da natürlich an ein oder anderen Stelle pragmatisch sein und dann auch mal immer eher auf der sicheren Seite sein, so die waren ein bisschen zu hohe Maßnahmen und es ein bisschen zu wenige.
00:20:08: Und das ist eben auch mal die Herausforderung, wenn wir was entwickeln, was dann wirklich auch am einfachen Gut zu benutzen sei.
00:20:19: Ganz am Anfang hast du schon darüber gesprochen, dass es ja nicht nur die Webinare gibt und den Update auf der Homepage und auch da die Informationen zum Herunterleihen, sondern ich habe dazu eine ganze Menge Möglichkeiten, sich darüber zu informieren.
00:20:32: über das EMKG und vor allem auch Unterstützungshilfen zur Anwendung zu haben.
00:20:37: Was steht da den Anwender in der betrieblichen Praxis zur Verfügung?
00:20:42: Womit kann man was machen?
00:20:44: Die Drehscheibe, die Drehscheibe, die kenne ich auch.
00:20:47: Aber ich glaube, da gibt es mittlerweile auch das ein oder andere noch mehr, wie ich das EMKG auch gut anwenden kann.
00:20:54: Ja, die Drehscheiben.
00:20:57: guckt man erst auf die Rückseite, dann bestimmt man die Gefährlichkeitsgruppe und die anderen Parameter.
00:21:01: Und dann dreht man die Scheibe um, dass man von vorne drauf guckt.
00:21:04: und dann kann man die Maßnahmen, kann man die Parameter eindrehen und die Maßnahmen Stufe ablesen anhand der Farbe, die angezeigt wird.
00:21:11: Spassig ein Kinderspiel, ne?
00:21:14: Ja, so muss nur die Parameter eben richtig festlegen.
00:21:18: Ja, genau.
00:21:20: Also die Drehscheiben sind auch sehr beliebt.
00:21:21: Ich habe immer den Eindruck, es ist so ein bisschen Fifty-Fifty, die gerne die Analogen... Produkte benutzen wie Drehscheiben und Booster.
00:21:30: Und die andere Hälfte, die bevorzugt dann die digitalen Produkte.
00:21:34: Die App, die kann das Gleiche wie die Drehscheiben.
00:21:36: Das heißt, ich gehe da eben auch durch die einzelne Module durch.
00:21:40: Ein paar Sachen gebe ich vorab ein.
00:21:41: Also die H-Sätze muss ich dann zum Beispiel nur einmal eingeben.
00:21:47: Und dann sagt ihr mir auch dann meine Maßnahmenstufe.
00:21:49: Das Schöne in der App ist, dass ich dann auch gleich die ganzen Schutzleitfäden mir anschauen kann.
00:21:55: Kann ich in der Software auch.
00:21:56: Und die Software, die führt einen da auch wirklich noch mal Schritt für Schritt durch, hat ganz viel Erklärtexte.
00:22:01: Und ich kann damit auch eben gleichzeitig alles dokumentieren und auch ein Gefahrstoff Verzeichnis führen.
00:22:07: Das war uns ganz wichtig.
00:22:09: Ah, okay, das kann ich sogar in der App machen.
00:22:12: In der Software.
00:22:13: In der Software.
00:22:14: Wir
00:22:14: haben ja eine App fürs Handy, die kann das gleiche wie die Drehscheiben und so platt gesagt.
00:22:19: Und die Software, die ist eben richtig für die Dokumentation auch.
00:22:23: Ja, sehr cool.
00:22:24: Das ist ja dann insbesondere auch nochmal was für kleine kleine und auch mittelständische Unternehmen, die jetzt vielleicht keine riesige Software haben für das komplette Arbeitsschutz Thema, wo ich Gefährdungsbruder, Unterweisungen etc.
00:22:36: etc.
00:22:36: drin machen kann, sondern wenn es mir als Unternehmen und darum geht, eben auch ein Gefahrstoffkatastor zu führen, dann kann ich das tatsächlich auch in eurer Software mitmachen.
00:22:47: Genau.
00:22:48: Ja okay, cool.
00:22:49: Das ist ja gar nicht.
00:22:50: Also die Gefahrstoffkatastrophe ist auch da, wobei möglich.
00:22:54: Wie sieht denn jetzt aus eurem Fachbereich heraus?
00:22:57: Ich weiß nicht, wie groß ist euer Fachbereich?
00:22:58: Bei der Bauer?
00:22:59: Ultima Gefahrstoffe?
00:23:03: Groß, ne?
00:23:04: Ja, sehr groß.
00:23:05: Also sind schon über hundert Leute, die bei uns im Fachbereich arbeiten insgesamt.
00:23:13: Wahnsinn.
00:23:14: Der wird jetzt auch unterteilt in zwei Bereiche, einmal die Gefahrstoffe und einmal die Biostoffe und die Biozide.
00:23:24: Jeder Bereich hat, ich glaube, einer fünf, einer sechs Gruppen.
00:23:29: Ja, gibt schon was zu tun.
00:23:31: Wie sieht denn so die langfristige Vision auch für die Weiterentwicklung des EMKGs aus?
00:23:36: Also jetzt auch nach dem Jubiläumsjahr, jetzt hast du gesagt, naja, ihr habt richtig viel gemacht, viel veröffentlicht, neue Module etabliert.
00:23:43: Wie geht es denn da jetzt weiter?
00:23:45: Ist jetzt zwanzig Jahre dann wieder ruhig, so ein bisschen überschwitzgesagt?
00:23:49: Oder wie geht es da eben auch in sechsund zwanzig, siebenzwanzig weiter?
00:23:52: Was habt ihr noch auf der Agenda?
00:23:54: Ja, also die... ganzen Schutzleitfäden aus dem Maps Projekt.
00:23:58: Die müssen also erst mal auf die Homepage.
00:24:01: Jetzt hat auch eine ganz hohe Priorität.
00:24:03: Wir haben jetzt gerade schon angefangen, die App zu überarbeiten.
00:24:06: Da kommen jetzt die beiden neuen Module rein und dann bald auch die neuen Schutzleitfäden.
00:24:11: Die Software, die wird komplett neu programmiert.
00:24:13: Das startet auch nächstes Jahr.
00:24:14: Das wird dann auch, das ist ein größeres Projekt, was auch ausgeschrieben war.
00:24:18: Das wird eben dann noch ein bisschen dauern, bis da dann alles drin ist.
00:24:21: Die wird komplett neu programmiert.
00:24:25: Das sind so ein paar Baustellen, die wir haben und wir planen auch für die Maßnahme Stufe drei, ein Projekt, um da neue Schutzzeitwien zu machen und die vorhanden uns überarbeiten.
00:24:35: Sehr cool.
00:24:36: Das heißt, da kommt noch ein bisschen was, oder?
00:24:38: Ja, genau.
00:24:40: Ja, Melanie, vielen, vielen Dank, dass du da warst und Einblick gegeben hast in das ganze Thema rund ums KG und auch um die ganzen Themen, die jetzt auch im Rahmen des Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und
00:25:00: Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und
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