00:00:00: Die Wandelwerker haben eine Mission, den Arbeitsschutz in den Unternehmen auf ein neues Level heben.
00:00:05: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge des Wandelwerker-Podcasts,
00:00:08: den ersten deutschen Arbeitsschutz-Podcast für ganzheitliche und innovative Ideen für den Arbeitsschutz.
00:00:13: Heutzutage können Informationen schnell gekült werden.
00:00:16: Experten, die mit neuen Strategien und Methoden Arbeitsunfälle nachhaltig reduzieren, sind gefragter denn je.
00:00:22: Die Wandelwerker zeigen Geschäftsführern, Sicherheitsingenieuren und Fachkräfte für Arbeitssicherheit
00:00:27: Schritt für Schritt, wie genau das funktioniert und wie damit den stagnierenden Unfallzahlen ein Ende gesetzt wird.
00:00:33: Es gibt keinen Grund, länger zu warten. Jetzt ist der Zeitpunkt, um Arbeitsunfälle zu reduzieren.
00:00:38: Hallo und herzlich willkommen zu dieser neuen Wandelwerker-Podcast-Folge.
00:00:43: Heute dreht es sich wieder um Mythen im Arbeitsschutz, man kann sagen Teil 2.
00:00:48: Wir haben wieder einige Fragen bekommen, die wir uns anschauen werden.
00:00:52: Mein Name ist Stefan, ich bin Geschäftsführer der Wandelwerker Consulting GmbH aus Wuppertal.
00:00:57: Zusammen mit meinem oder unserem rund 20-köpfigen Team unterstützen wir mittelständische Unternehmen und Konzerne dabei,
00:01:05: das Thema Sicherheitskultur nach vorne zu bringen, um Arbeitsunfälle und Unsituationen nachhaltig zu senken.
00:01:12: Und mit mir am Start ist wieder die Anna.
00:01:15: Ja, herzlich willkommen auch hier von meiner Seite zum Wandelwerker-Podcast zur nächsten Folge zu Mythen.
00:01:21: Ja, mein Name ist Anna Ganzke, ich bin gemeinsam mit dem Stefan hier die Gründerin des Unternehmens.
00:01:26: Und ich finde, wir haben auch dieses Mal wieder ein paar spannende Fragen gekriegt, die wir uns jetzt einmal gemeinsam anschauen wollen.
00:01:34: Einer der ersten Fragen, passend auch zu einem Mythos, der uns immer wieder begegnet ist, Sicherheitsbeauftragte sind gar keine Unterstützung.
00:01:43: Was ist dran oder wie erleben wir das aus unserer Sicht auch in der betrieblichen Praxis?
00:01:51: Ja, man muss, glaube ich, in der betrieblichen Praxis oftmals sagen,
00:01:54: Es ist auch so.
00:01:55: Ja, es ist so.
00:01:58: Oder kann die Rolle des Sicherheitsbeauftragten in den meisten Fällen nichts,
00:02:03: sondern die Art und Weise, wie die Sicherheitsbeauftragten ausgesucht worden sind.
00:02:08: Ich denke, es muss sich niemand wundern, wenn ich immer die Personen auswähle, die bei drei nicht auf dem Baum waren,
00:02:16: die noch stehen geblieben sind, als der Rest schon weggerannt ist.
00:02:19: Wenn ich die jetzt noch nehme und nicht, weil die das so toll finden,
00:02:23: sondern einfach, weil die halt da waren.
00:02:26: Oder halt auch die sind, die, sag ich mal, kaum Veto einlegen, immer schön danach das machen,
00:02:35: was die Führungskraft sagt, auch im Arbeitsschutz.
00:02:37: Dann brauchen wir uns, glaube ich, nicht wundern, dass die Sicherheitsbeauftragten eben nicht so wirksam sind.
00:02:43: Und dass sich das Ganze auch mit dem deckt, was die DGUV bei einer Umfrage,
00:02:48: und das wird 2022 herausgefunden hat.
00:02:51: Ja.
00:02:53: Es liegt, wie du das schon gesagt hast, es liegt in der Regel nicht an den Sicherheitsbeauftragten.
00:02:58: An der Rolle.
00:02:58: An der Rolle, ja.
00:02:59: Es liegt manchmal auch an den Personen, aber wiederum können auch die Personen nichts dafür,
00:03:03: weil man die einfach ausgewählt hat.
00:03:05: Und dann ist das einfach so, dass wir, Stand heute, in den wirklich wenigsten,
00:03:09: in den wirklich allerwenigsten Unternehmen,
00:03:11: und ich könnte jetzt, wenn ich auf unsere ganzen Kunden zurückblicke oder drauf schaue,
00:03:15: dann ist das nicht mal eine Handvoll, die wirklich ganz konkrete Aufgaben für die Sicherheitsbeauftragten definiert haben.
00:03:23: Gibt es nicht.
00:03:24: Haben die meisten Unternehmen nicht.
00:03:26: Wirklich nicht.
00:03:26: Das ist ja etwas, wo wir denken, Mensch, das macht ja eigentlich gar keinen Sinn.
00:03:30: Also verstehen wir manchmal gar nicht, warum das nicht so ist.
00:03:32: Aber es ist heute, so wie die heute, die Sicherheitsbeauftragten ausgewählt werden,
00:03:36: wie die qualifiziert werden.
00:03:37: Dann gehen die meistens zur Berufsgenossenschaft, aber dann findet eben auch kein Transfer statt.
00:03:41: Von dem, was ich bei der BG gelernt habe, wie machen wir das dann hier?
00:03:44: Das findet nicht statt.
00:03:45: Und dann sind die halt Sicherheitsbeauftragte.
00:03:48: Und ich komme gerade noch aus dem Strategiegespräch, da wurde gesagt,
00:03:50: ja, das sind halt Sicherheitsbeauftragte.
00:03:52: Und da haben wir denen halt mal gesagt, du bist hier der Officer, im Grunde genommen.
00:03:57: Und wenn man das natürlich so macht, dann sind die nicht wirksam.
00:04:03: Können die gar nicht sein.
00:04:04: Und da gibt es so viele Stellschrauben, an denen man drehen kann,
00:04:09: um das volle Potenzial zu benutzen.
00:04:11: Muss man sagen, wie geil ist das denn, dass wir in Deutschland eine Stelle haben,
00:04:14: die sogar gesetzlich verankert ist, die dazu da ist, den Arbeitsschutz mitzugestalten.
00:04:19: Neben der Führungskraft haben nicht alle Länder.
00:04:22: Und was machen wir draus?
00:04:24: Das ist jetzt nicht überall gleich gut.
00:04:26: Ja, weil der Support nicht erkannt wird.
00:04:28: Ich meine, allein auch jemanden zu dem BG zu schicken,
00:04:31: das Ergebnis ist ja drei Tage gut gespeist und getrunken und Pausen gemacht.
00:04:37: Nicht wahr, die BG zu schlecht wäre.
00:04:39: Das meine ich jetzt nicht.
00:04:39: Ich meine, wenn das das Ergebnis ist.
00:04:42: Aber am Ende des Tages setzt er das Wissen, was er mitgebracht hat von der BG, nicht um.
00:04:46: Ja.
00:04:46: Haben wir gut gerettet, ne?
00:04:48: Also, er setzt halt nicht um.
00:04:53: Und eins, was bei ihm hängen geblieben ist, ist halt,
00:04:55: wenn man nach einem Jahr fragt, was hast du dir jetzt mitgebracht,
00:04:58: was hat die Rolle dir gebracht, ja, ich war gut essen und abends getrunken bei der BG.
00:05:03: Und einmal im Jahr gibt es ein Event.
00:05:04: Genau, im besten Fall.
00:05:05: Die Frage ist auch vielmehr, warum ist das so?
00:05:09: Und ich glaube, und das sehen wir auch relativ häufig, weil niemand so richtig klar ist im Unternehmen,
00:05:15: also gerade auch der Führungskräfte nicht klar ist, was habe ich davon von diesen Sicherheitsbauaufgaben?
00:05:20: Es ist nicht so richtig, bei der Mehrheit sehen wir auch an den Vertrieb,
00:05:23: hört sich mal, der die Sicherheitsbauaufgaben sagt, na, da ist so, geht so, da ist Luft nach oben,
00:05:29: da ist mehr Luft nach oben.
00:05:30: Wir sehen es selbst ja auch in unseren Kurven, wenn wir am Beginn zu arbeiten,
00:05:35: ist manchmal nicht ganz klar, warum ist das so.
00:05:37: Wenn man genau hinschaut, ist es oftmals, wie bei Führungskräften übrigens auch im Arbeitsschutz,
00:05:42: ist es einfach die Erwartungshaltung, die nicht klar ist.
00:05:44: Wenn ich als Führungskraft nicht klar habe, was möchte ich eigentlich für meinen Sicherheitsbauaufgaben?
00:05:49: Wie soll denn die Sicherheitsbauaufgaben eine Erwartungshaltung erfüllen, die gar nicht klar ist?
00:05:53: Ja, wiederum wissen die Führungskräfte nicht, was die Erwartungshaltung des Unternehmens,
00:05:57: die Zusammenarbeit mit dem Siebel ist.
00:05:59: Also der Kreis ist ja relativ lang an der Stelle.
00:06:02: Und die Sicherheitsbauaufgaben sind ja dafür da, um die Führungskräfte zu unterstützen.
00:06:07: Die haben ja eigentlich eine Rolle, aber diese Rolle gestalten wir eben einfach nicht aus,
00:06:12: sowohl von Seiten Siefer als auch von Seiten deiner Führungskräften ganz oft nicht.
00:06:16: Also die können quasi das Wissen, was sie von der BG mitbringen, ja gar nicht wirklich umsetzen.
00:06:20: Weil die kommen dann wieder, haben ihren Werkzeugkoffer gelernt und jetzt sollen die umsetzen und können es gar nicht,
00:06:27: weil die die Freiheiten nicht haben, weil die keine Zeit erwarten, dass du sicher an BG teilnimmst,
00:06:32: dass du Sicherheitsgespräche fühlst, dass du Unterweisungen durchführst.
00:06:35: Das meinen wir nicht.
00:06:36: Ja, Unterweisungen ist alle, ja auch Sicherheitsaufgaben dürfen, Unterweisungen durchführen.
00:06:41: Nur die Verantwortung bleibt bei der Führungskraft, wo auch da gibt es ja andere Mythos.
00:06:46: Genau, da musst du glaube ich weg.
00:06:48: Also wir müssen glaube ich hinkommen, Klarheit schaffen, wie so oft.
00:06:51: Weil wenn keine Klarheit herrscht, bin ich nicht gut unterwegs.
00:06:55: Dann habe ich so, so viel auch Effizienzverlust.
00:06:58: Es gibt ja eine Studie von McKinsey, die bezieht sich jetzt nicht allein nur auf Sicherheitsbrauch oder Arbeitsschutz,
00:07:04: sondern generell die Sartheit ist die Erwartungsteilung, das Rollenbild nicht klar,
00:07:08: gehen ungefähr 45% der Effizienz verloren.
00:07:10: Ja, glaube ich trifft bei weitem über die Siebes zu.
00:07:14: Und es gibt so viele Sachen, die die übernehmen könnten.
00:07:17: In manchen Unternehmen ist das dann anders organisiert, aber es gibt ja auch Dinge, die fallen immer mal wieder an.
00:07:22: Nicht nur Mitarbeiter ansprechen auf sicheres oder unsicheres Verhalten, PSA-Management.
00:07:26: Und es kommt jetzt immer darauf an, wie groß ist man, wie ist das organisiert.
00:07:29: Aber ein gutes PSA-Management zu haben, auch sowas wie Erste-Hilfe-Kästen im Blick zu halten,
00:07:35: sich auch Gedanken zu machen, wie können wir das hier weiterentwickeln.
00:07:38: Wir haben es zum Beispiel damals auch im Unternehmen so gemacht, dass die Sicherheitsbeauftragten
00:07:42: so alle vier bis sechs Wochen auch nochmal ein spezielles Thema mitbekommen haben.
00:07:47: Beispiel Cuttermesser.
00:07:49: Wir wissen alle, in den meisten Unternehmen sind Cuttermesser verboten.
00:07:52: Weil es gibt gute Alternativen in vielen Unternehmen.
00:07:55: Es gibt gute Alternativen, mit denen man arbeiten kann.
00:07:57: Jetzt ist das so, in vielen Unternehmen wachsen Cuttermesser in den Schubladen.
00:08:03: Also irgendwie sind die wieder da, obwohl die nicht bestellt werden können.
00:08:06: Obwohl die auch eigentlich verboten sind.
00:08:09: Aber irgendwie entstehen die immer ab und zu.
00:08:11: Und da hast du zum Beispiel eine...
00:08:12: Cuttermesser-Pflanze.
00:08:13: Ja, so eine Cuttermesser-Pflanze.
00:08:14: Ich weiß nicht, ich glaube, der eine oder andere kennt das.
00:08:16: Und letztlich findet man irgendwie wieder Cuttermesser, obwohl die gar nicht im Bestellkatalog sind.
00:08:20: Und dort war zum Beispiel dann eine Aufgabe auch für die Sicherheitsbeauftragten.
00:08:24: Das ist jetzt nur ein Beispiel.
00:08:26: Einmal herzugehen und zu schauen, Mensch, wie viel Cuttermesser...
00:08:30: Also haben wir bei uns wieder Cuttermesser?
00:08:32: Haben die sich wieder irgendwie eingeschlichen?
00:08:34: Hat sich wieder irgendwo eins, ich weiß nicht, wieder angepflanzt gewesen?
00:08:38: Und wieder da?
00:08:39: Und einfach für sowas dann nochmal einen Fokus drauf zu legen.
00:08:42: Zu sagen, Mensch, die holen wir jetzt nochmal raus.
00:08:44: Sprechen nochmal kurz drüber.
00:08:45: Dann ist das kein rechtliches Thema.
00:08:47: Also wenn die Führungskraft das jetzt nicht weiß und nicht macht, haben wir ein Problem.
00:08:52: Aber es ist ein Thema trotzdem, was die Führungskraft in der Ausgestaltung des Arbeitsschutzes einfach wirksam unterstützen kann.
00:08:59: Sowas kann doch ein Siebe gut machen.
00:09:00: Ich glaube, das ist auch eine Frage der Kulturstufe, wo sich ein Unternehmen befindet.
00:09:05: Ich habe letztens erst ein Führungskrafttraining gehabt mit einem Unternehmen, was sich selbst, ja,
00:09:11: hat die Kurve mal geschaut, 1,5 ungefähr eingestuft hat.
00:09:15: Da war der Sicherheitsaufrag natürlich auch nicht eingesetzt.
00:09:19: Und in einer gemeinsamen Überlegung, was könnte der tun?
00:09:22: Da war halt in den meisten Fällen das Thema Kontrollen durchführer Begehung.
00:09:27: Ja.
00:09:30: Auf Achtung, dass alle sicher arbeiten, aber in Form von Mäden, wenn es halt nur unsicher ist, nichts mehr verstärken.
00:09:37: Also diese Denkweise muss jetzt erstmal da sein.
00:09:40: Und das erleben wir auch.
00:09:41: Das ist einfach, wenn wir halt nicht strategisch rangehen, sondern einfach nur sagen, wir machen jetzt mal ein Führungskrafttraining.
00:09:46: Und dann soll die Führungskrafttraining loslaufen.
00:09:48: Das ist ja auch immer der Punkt, dass das passiert.
00:09:49: Wenn ich nicht weiß, wo stehe ich gerade, wenn ich nicht weiß, wo will ich hin,
00:09:52: dann kann ich mein Training nicht darauf anpassen.
00:09:55: Dann habe ich das Bewusstsein nicht für diverse Sachen.
00:09:57: Das muss ich ja erstmal entwickeln.
00:09:58: Von daher ist es ein alleiniges Führungskrafttraining auch nicht zielführend.
00:10:02: So, und ich glaube, um das Thema Wartungshaltung zurückzukommen,
00:10:06: ist sehr wichtig, wenn ich weiß, was erwarte ich von den Sicherheitsbeauftragten,
00:10:10: welche Rolle soll die übernehmen.
00:10:12: Ja, zum Beispiel diese Impose, gucken, wo wachsen gerade die Sicherheitsmesser oder die Katamesser wieder her.
00:10:17: Ich hätte es auch.
00:10:18: Die Katamesser wieder her.
00:10:20: Das ist eine Erwartungshaltung, die ich habe.
00:10:23: Ja.
00:10:24: Wenn ich eine Erwartungshaltung habe, dann kann ich auch hingehen und kann sagen,
00:10:28: okay, diese Anforderungen muss der mitbringen.
00:10:31: Und wenn wir schnell feststellen, dass es eben keinen Sinn macht,
00:10:34: den jetzt einsetzen, der bei drei nicht auf dem Baum ist.
00:10:37: Und dann brauche ich halt Leute, die wirklich wollen.
00:10:40: Und dann starte ich vielleicht sogar lieber mit weniger, als ich eigentlich haben muss.
00:10:43: Und dafür gute Leute.
00:10:45: Und dann wird man feststellen, dass man Step by Step mit der richtigen Qualifizierung,
00:10:48: mit der richtigen Auffrischung, diverser Art und Weise,
00:10:51: dass ich halt flexibles habe mit einem Mindeststandard und welche noch besser sind als andere.
00:10:56: Und die haben Sonderrollen.
00:10:58: Dann habe ich auch ratzfatz, glaube ich, dass man nicht sagen kann,
00:11:01: der Sicherheitsbeauftragte ist wirklich wirksam eingesetzt.
00:11:05: Ja, das stimmt.
00:11:07: Und dann hat man die auch wirklich als Multiplikatoren,
00:11:13: als verlängerter Arm für die Arbeitssicherheit, aber eben auch für die Führungskräfte.
00:11:18: Und dann werden die auch zu Mittreibern für eine Sicherheitskultur
00:11:22: und sind nicht einfach nur da.
00:11:23: Definitiv.
00:11:24: Und das ist ja der Heck dahinter.
00:11:28: Meine Führungskräfte müssen verstehen, was habe ich da vorhin, die einzusetzen.
00:11:31: Das kann man relativ einfach klar machen,
00:11:33: und man denen mal wirklich mal auf Augenhöhe erklärt, wofür die da sind.
00:11:36: Ich meine jetzt nicht den Text vorlesen,
00:11:37: sondern wirklich mal in den Dialog gehen
00:11:39: und natürlich den entsprechenden Rahmen auch schaffen.
00:11:42: Das ist mal zum, wenn wir vier Mythen mitgebracht haben,
00:11:45: letztens haben wir uns zu lange bei einer aufgehalten,
00:11:48: da war es so drei nachher, ist eine runtergefallen.
00:11:50: Mythos zwei war, im Arbeitsschutz gibt es nur Schwarz und Weiß.
00:11:56: Sowas wie Pareto im Arbeitsschutz gibt es nicht.
00:11:58: Das wäre zu gefährlich.
00:11:59: Es gibt nur Schwarz-Weiß.
00:12:00: Dazwischen gibt es gar nichts.
00:12:01: Pareto im Arbeitsschutz wäre zu gefährlich gezielt.
00:12:04: Ja, habe ich schon mal gehört.
00:12:05: Habe ich schon mal gehört.
00:12:08: Nicht nur einmal.
00:12:09: Aber ist das so?
00:12:12: Mein früherer Chef hat immer gesagt, lieber unperfekt starten,
00:12:15: als perfekt nie fertig werden.
00:12:17: So sinngemäß war es, glaube ich.
00:12:18: Ich glaube, ich war auch für den Arbeitsschutz dran.
00:12:21: Aber wie siehst du das?
00:12:22: Gibt es nur Schwarz und Weiß?
00:12:24: Nein.
00:12:25: Richtig und falsch?
00:12:26: Nein.
00:12:26: Überraschung.
00:12:28: Überraschung.
00:12:29: Das ist doch, also Arbeitsschutz ist ja auch das Leben.
00:12:35: Und ich finde, der Lelif Gujo hat das auch schön auf unserem Arbeitsschutzkongress gesagt.
00:12:42: Ich überlege gerade nochmal, ob ich das Zitat zusammenbekomme.
00:12:44: Wenn du überlegst, überleg mal, gibt es der Werbeblock.
00:12:48: Am 10. April 2025 ist wieder soweit.
00:12:51: Der Deutsche Arbeitsschutzkongress geht an den Start.
00:12:54: Dritte Auflage wieder mit tollen Rednern.
00:12:56: Und wenn du noch kein Ticket hast, dann geh jetzt auf unsere Seite,
00:13:00: arbeitsschutzkongress.de und sichere dir jetzt nochmal den Preisnachlass.
00:13:05: Also jetzt quasi, wo wir es aufnehmen, November 2024, 60 Prozent super Frühbucherrabatt.
00:13:11: Ja, genau.
00:13:13: Vermutlich wird der Lelif Gujo auch wieder mit dabei sein.
00:13:16: Wir sind gerade im Kontakt, um mal zu schauen, ob er was wieder mit einrichten kann.
00:13:19: Gemeinsam mit Martin Brüsse und gegebenenfalls auch noch weiteren Kollegen.
00:13:23: Aber Dettelb Gujo hat darüber gesprochen, dass wir mehr Mut brauchen, auch für diesen Graubereich.
00:13:31: Natürlich steht im Arbeitsschutzgesetz geschrieben, es braucht eine Gefährdungsbeurteilung
00:13:37: und es braucht eine Unterweisung.
00:13:38: Aber da steht nicht konkret, genau wie das aussehen darf und für welchen Format das ist.
00:13:43: Wir brauchen schon auch mehr Mut für praktikable Lösungen.
00:13:48: Und diese praktikablen Lösungen, da gibt es nicht das eine und das eine.
00:13:53: Also schwarz und weiß, wie du das gerade benannt hast.
00:13:55: Als heute in dem Zeitentermin, in dem ich jetzt vor unserem Podcast-Ownament war,
00:14:01: ging es um das Thema Gefährdungsbeurteilung.
00:14:03: In welcher Plattform machen wir das?
00:14:06: Es gibt gerade zwei Lösungen.
00:14:07: Es gibt einmal Excel und einmal eine Softwarelösung dafür.
00:14:10: Und da ging es um die Frage, müssen wir jetzt alle in die Softwarelösung führen
00:14:17: oder lassen wir vielleicht auch gerade den Verwaltungsbereich und einfach den bekannten Weg über Excel offen?
00:14:22: Und auch da merkt man dran, dass es nicht immer, es gibt nicht das eine richtig und das eine falsch,
00:14:28: sondern es muss alle Maßnahmen, die ihr im Unternehmen umsetzt und umsetzen wollt,
00:14:33: die müssen zu euch als Kultur passen, die müssen zu euch als Unternehmen passen.
00:14:36: Deshalb ist ja auch eine individuelle Strategie so wichtig.
00:14:40: Weil Fahrplan A passt nicht gleich zu Unternehmen B, sondern muss dann vielleicht auch einfach nochmal angepasst werden.
00:14:46: Und meine Erfahrung ist, es gibt nicht richtig und falsch.
00:14:49: Und vor allen Dingen gibt es nicht diesen einen Weg, sondern jede Kultur, jedes Unternehmen hat seine eigene Historie
00:14:57: und braucht ein Stück weit einfach so seine eigene Umsetzung dessen auch.
00:15:03: Ja, das glaube ich auch.
00:15:04: Man erlebt es ja wirklich sehr oft und das ist das German Angst Phänomen.
00:15:10: Ja, ich möchte nur nichts verkehrt machen.
00:15:12: Am besten hole ich mir nochmal fünf Absicherungen per E-Mail rein,
00:15:15: für mich überhaupt etwas mache.
00:15:16: Ich habe ja selbst Unternehmen damals gehabt,
00:15:18: einen Bereich, der im Bereich, bis hinten unterwegs war,
00:15:24: der zig Absicherungen haben wollte.
00:15:26: Egal, was mir gegenüber, da wachst du ein Neues und sagst, ja kannst du so machen.
00:15:30: Und es war die Antwort, kannst du nochmal per E-Mail bestätigen.
00:15:34: Ganz im Ernst.
00:15:35: Also da frage ich mich ja, was läuft verkehrt.
00:15:38: So, ich glaube, wir müssen dieses Schöne mit Mut wieder mehr haben.
00:15:41: Wir müssen uns mal trauen, was zu machen.
00:15:42: Nicht immer Angst haben, sofort wenn ich irgendwas anders mache,
00:15:45: kommt jetzt die Polizei, reißt mir den Kopf ab.
00:15:48: So ist es ja nicht.
00:15:49: Das ist ja das, was der Gesetzgeber, wo ich auch möchte,
00:15:52: Freiheit in der Bewertung.
00:15:54: Es gibt ja nicht mal die ganz klaren Schwarz-Weiß-Vorgramme.
00:15:57: Wir haben ja diese Freiheit.
00:15:58: Ich glaube, was der Defku Jo von der BGH immer sagte,
00:16:00: diesen Regler.
00:16:01: Ich bin jetzt wieder eingefallen, was er gesagt hat.
00:16:04: Brauchbare Illegalität.
00:16:05: Er hat nicht gesagt, dass jetzt alles illegal laufen soll
00:16:09: und keine Gefährdungsmitteilung.
00:16:10: Illegal, illegal Scheiße, ja.
00:16:11: Und keine Unterweisung mehr stattfinden,
00:16:13: sondern er hat gesagt, nutzt brauchbare Illegalität,
00:16:17: um die Dinge auch so zu gestalten, dass sie zu euch passend sind.
00:16:19: Und dass ihr einen anwendbaren Arbeitsschutz habt.
00:16:22: Einen Arbeitsschutz, der auch durch die Mitarbeiter
00:16:23: und Führungskräfte gelebt werden kann.
00:16:25: Weil die Frage ist, was illegal ist.
00:16:26: Ja, die Frage ist ja die brauchbare Illegalität, oder?
00:16:29: Das kann man jetzt philosophisch auf die nächste höhere Stufe stellen.
00:16:34: Wir können auch den Herrn Gouillot noch mal einladen,
00:16:37: zu diesem Begriff,
00:16:39: gemeinsam zu uns im Podcast zu kommen.
00:16:41: Aber ich fand es einfach sehr schön,
00:16:43: und der Herr Gouillot hat ja auch eine wichtige Position,
00:16:47: bei sich in der Berufsgenossenschaft.
00:16:48: Und auch einfach von dieser Stelle einfach zu hören,
00:16:52: macht den Arbeitsschutz, setzt sie so um,
00:16:54: dass er für euch auch passend ist.
00:16:56: Das bedeutet nicht,
00:16:57: dass ihr keine Gefährdungsmitteilung machen müsst.
00:16:58: Das hat er nicht gesagt, explizit nicht.
00:17:00: Aber gestaltet es für euch so,
00:17:02: dass ihr einen guten Arbeitsschutz
00:17:04: pragmatisch,
00:17:05: pragmatisch,
00:17:05: praktikabel umsetzen könnt.
00:17:10: Ich erinnere mich immer so an einem Thema,
00:17:12: Führungskräftetraining,
00:17:13: und da ging es darum,
00:17:14: dass in einem Logistikbereich
00:17:16: die Brandschutz-Tore nicht zugefahren sind,
00:17:18: wenn da irgendein Defekt war.
00:17:19: Da erinnere ich mich ganz genau noch dran.
00:17:21: Und dann haben wir eine riesen Diskussion,
00:17:23: wenn wir doch hier Sicherheit an erster Stelle wollen,
00:17:25: dann müssen wir dann auch sofort die Arbeiten einstellen,
00:17:28: weil der Brandschutz nicht gewährleistet wäre.
00:17:29: Da habe ich gefragt, warum?
00:17:31: Ja, aber es fährt nicht sicher.
00:17:34: Im Brandschutz fährt das Tor nicht zu.
00:17:35: Das ist ja grundsätzlich sehr richtig.
00:17:36: Wenn man es auffährt,
00:17:37: und es fährt nicht wirklich zu,
00:17:38: dann ist das ein Problem.
00:17:39: Aber da ist dann dieser Regler wieder,
00:17:41: mit dem muss ich arbeiten lernen.
00:17:44: Es gibt ja nicht nur,
00:17:45: Tor fährt nicht selbst zu.
00:17:47: Und dann war es das.
00:17:48: Ich kann doch mal hinstellen,
00:17:49: der das Tor im Worst Case war zu schiebt.
00:17:52: Weil der ja da ist.
00:17:53: Der ist ja nur an diesem Scheiß Tor.
00:17:55: und gut, dass das Tor halt auch im Worst Case mal zufährt.
00:17:58: Und so ist es auch.
00:17:59: Grau.
00:18:00: Aber es ist gängige Praxis.
00:18:01: Auch wenn ich es richtig in Erinnerungen habe,
00:18:04: auch im Baurecht.
00:18:05: Wenn du halt einen Bereich neu ziehst,
00:18:07: kannst du es genauso machen.
00:18:08: Oder wenn du Linien rausnehmen musst.
00:18:10: Das ist ja auch am Anfang.
00:18:11: Mein Brandschutz-Thema ist relativ lange her.
00:18:12: Aber ich meine, so war das.
00:18:14: Von daher, glaube ich,
00:18:16: ist es wichtig, diesen Spielraum zu nutzen,
00:18:18: um halt auch wirklich voranzukommen.
00:18:20: Was ich auch mal in den Trägen erwähne,
00:18:22: ist das mal Mutterschutzgesetz.
00:18:23: Wir hatten zum Beispiel damals,
00:18:25: das ist mein Mutterschutzgesetz,
00:18:27: dass man es unterweisen muss.
00:18:28: Und das war halt in einem Bereich,
00:18:30: wo halt seit 130 Jahren
00:18:33: nur Männer aktiv sind.
00:18:34: Das ruckst du jetzt so.
00:18:38: Jetzt kommen wir zum Thema brauchbare Illegalität.
00:18:42: Weil wir wissen, die Anforderung ist.
00:18:43: Ja, das war ja abgestimmt.
00:18:44: Ja, also wir haben gesagt,
00:18:47: ey, wir können jetzt hingehen,
00:18:48: können den 55 jährigen Männern wieder arbeiten,
00:18:51: sagen, Mutterschutz unterweisen.
00:18:53: Und ich weiß nur,
00:18:56: Bio-Grundkurs hat so abgewählt irgendwann.
00:18:57: Aber zumindest glaube ich,
00:18:58: dass es rein theoretisch nicht möglich ist,
00:18:59: dass da irgendjemand steht oder Mutter wird
00:19:01: in dem Bereich.
00:19:02: Also von daher haben wir gesagt,
00:19:04: okay, was machen wir jetzt?
00:19:04: Wir haben es dann quasi nicht gemacht.
00:19:07: Das war vorher auch mit den entsprechenden Behörden geklärt.
00:19:10: Und man hat das Thema Rechtskommission wieder reinzuholen.
00:19:12: Man hat sich bei diesem Thema
00:19:14: jetzt ein blaues Auge holen möchte.
00:19:16: Aber wir sind diesen Schritt gegangen.
00:19:18: Und wir haben einen Prozess gemacht.
00:19:19: Und es wurde selbst auch
00:19:20: ein Audit sich bemängelt.
00:19:21: Einen Prozess gemacht,
00:19:23: der klar ist,
00:19:23: wenn dann zum ersten Mal eine Frau arbeitet,
00:19:26: dann greift das sofort.
00:19:28: Das war damals nicht der Fall.
00:19:30: Ich weiß nicht,
00:19:31: aber damals war das nicht der Fall.
00:19:32: Und dann hat man das quasi anders geregelt.
00:19:34: Das ist vollkommen okay.
00:19:36: Brauchbare Illegalität.
00:19:38: Illegalität.
00:19:38: Zumindest abgestimmt auch in dem Fall mit der WG damals.
00:19:42: Ja, dann hat man ja den Stempel drauf.
00:19:47: Ja, Stempel drauf.
00:19:47: Ja, was haben wir da für gute...
00:19:50: Und TÜV drauf.
00:19:51: Und TÜV.
00:19:51: TÜV ist drauf.
00:19:53: Ja, nächster Punkt.
00:19:54: Du hast es gerade schon angesprochen.
00:19:55: Wenn wir eine Maßnahme am Standort A umsetzen,
00:20:00: sagen wir mal,
00:20:02: die setzen wir jetzt in Bayern um,
00:20:03: dann kann ich ihn auch in Schleswig-Holstein umsetzen,
00:20:06: dann kann ich ihn in Amerika umsetzen,
00:20:07: dann kann ich ihn in Asien umsetzen,
00:20:08: überall.
00:20:09: Geht doch, oder?
00:20:10: Das ist mein Lieblingsthema.
00:20:12: Also grundsätzlich ist es schon,
00:20:15: wir nehmen jetzt mal Asien raus,
00:20:16: wir bleiben jetzt erstmal so im deutschen Raum.
00:20:18: Wir haben ja auch in Deutschland viele Firmen,
00:20:20: die haben mehrere Standorte.
00:20:21: Und dann ist es so,
00:20:23: dass wir häufig mit einem Bereich
00:20:24: oder einem Standort starten,
00:20:25: und dann machen wir eine Strategieentwicklung
00:20:28: oder machen ein Assessment
00:20:29: und schauen dann,
00:20:30: was sind so die richtigen Maßnahmen.
00:20:31: Und jetzt ist es,
00:20:33: sagen wir mal,
00:20:35: an vielen Stellen schon so,
00:20:36: dass die Maßnahmen aus dem Standort A
00:20:38: für den Standort B
00:20:40: durchaus passen könnten.
00:20:42: Jetzt wird aber ganz, ganz häufig
00:20:44: ein entscheidender Teil vergessen,
00:20:47: die Maßnahmen aus dem Standort B
00:20:48: fühlen sich für die Mitarbeiter
00:20:50: vom Standort A
00:20:51: nicht an wie die eigenen Maßnahmen.
00:20:53: Weil auch die Maßnahmenentwicklung
00:20:55: schon ein Kulturthema ist.
00:20:57: Sich gemeinsam hinzusetzen,
00:20:58: sich gemeinsam darauf zu verständigen,
00:21:00: zu sagen,
00:21:01: ja, wir wollen uns weiterentwickeln,
00:21:02: schaut mal,
00:21:02: was könnten unsere Maßnahmen sein.
00:21:04: Und dieser Prozess
00:21:05: wird außer Acht gelassen
00:21:06: und dann fühlt sich der Maßnahmenkatalog
00:21:09: oder auch die Strategie
00:21:10: fühlt sich nicht an wie die eigene.
00:21:11: Und das birgt ein Problem.
00:21:13: Weil dieser Prozess einfach davor fehlt.
00:21:18: In meiner Meinung ist das schon so,
00:21:20: dass viele,
00:21:20: dadurch, dass wir ja,
00:21:22: wir gehen zu Deutschland,
00:21:23: wir sind deutsch,
00:21:25: deutsche Unternehmen,
00:21:27: in deutschen Unternehmen,
00:21:28: haben alle eine ähnliche Historie.
00:21:30: Die einen sind ein bisschen weiter,
00:21:31: die einen sind doch nicht so weit.
00:21:33: Aber wir machen alle irgendwie
00:21:34: unsere Gefährdungsbeurteilung,
00:21:36: Unterweisung,
00:21:36: Betriebsanweisung,
00:21:37: die machen wir alle.
00:21:38: Und deshalb gibt es schon
00:21:39: vergleichbare Stände
00:21:40: auch in den Unternehmen.
00:21:41: Aber ganz, ganz wichtig,
00:21:43: man kann nicht aus den
00:21:44: unterschiedlichsten Gründen,
00:21:46: man kann nicht einfach hergehen
00:21:47: und sagen,
00:21:47: die Strategie hat hier gepasst,
00:21:49: die nehme ich jetzt
00:21:50: und wende die einfach darauf an.
00:21:51: Man muss das mit ein bisschen
00:21:52: Fingerspitzengefühl machen
00:21:53: und man muss es eben auch
00:21:55: mit dem Schritt,
00:21:56: den wir immer davor machen.
00:21:57: Also sich darauf auszurichten,
00:21:59: sich darauf zu verständigen,
00:22:00: wir wollen was machen,
00:22:01: wir wollen was verändern
00:22:02: und so könnte das aussehen.
00:22:04: Das ist ein Schritt,
00:22:05: der muss unbedingt erfolgen.
00:22:06: Weil ansonsten ist die Akzeptanz
00:22:08: nicht da
00:22:08: und das Kommit mit nicht
00:22:09: und dann scheitert es sowieso.
00:22:10: Man muss natürlich eins sagen,
00:22:12: Unternehmen,
00:22:13: die sich schon mal
00:22:13: vor Gedanken
00:22:14: um eine Strategie gemacht hat,
00:22:16: ist schon mal weiter
00:22:18: als viele andere,
00:22:18: die einfach sagen,
00:22:19: wir holen jetzt jemanden rein,
00:22:20: der zeigt uns,
00:22:21: wie wir Begegnungen machen
00:22:21: oder irgendwas.
00:22:22: So eine Einzelmaßnahme
00:22:23: macht keinen Sinn.
00:22:24: Also in der Qualität,
00:22:25: die sich schon mal
00:22:25: und die Strategie
00:22:26: haben schon mal einen Schritt weiter.
00:22:27: Die haben sich schon mal verstanden,
00:22:28: okay, wir müssen was machen,
00:22:28: was strategisch sinnvoll ist.
00:22:31: dann das zu übertragen,
00:22:33: 1 zu 1,
00:22:33: das wird nicht funktionieren.
00:22:35: Also weder in Deutschland
00:22:37: einfach so rüberzuziehen
00:22:38: noch europäisch
00:22:40: oder darüber hinaus.
00:22:41: Ich habe mich das mal erzählt,
00:22:43: wir haben ja auch viele Unternehmen,
00:22:44: die auch international arbeiten.
00:22:45: Wir haben ein Unternehmen,
00:22:46: die stellen auch ein Produkt her
00:22:49: und die machen mit uns
00:22:50: in Deutschland ein Kulturprojekt
00:22:52: und in China
00:22:53: haben die überall Kameras.
00:22:54: Die übermachen einfach
00:22:56: jeden Arbeitsplatz.
00:22:56: Da brauchen die keine Kultur.
00:22:57: Super, ja.
00:23:00: Also so unterschiedlich ist das einfach.
00:23:01: Da brauchst du halt andere Dinge.
00:23:03: Wäre hier nicht möglich,
00:23:04: aber dafür brauchen die da
00:23:05: keine Kultur.
00:23:05: Und der Rausch misst direkt
00:23:08: die Kamera.
00:23:11: Genau, der Kamera weg von der Kamera.
00:23:14: Genau, der wichtige Punkt
00:23:16: ist aber wirklich hinzugehen.
00:23:17: Das habe ich ja erst
00:23:18: gerade selbst gemacht vor kurzem.
00:23:20: Wir haben ein Standort
00:23:22: uns größer angeschaut.
00:23:23: Wir haben gesagt,
00:23:23: okay, wir können sie nicht übertragen.
00:23:24: Wir waren beim zweiten Standort
00:23:26: und haben uns das angeschaut.
00:23:27: Das wurde ganz klar,
00:23:28: auch da deutlich,
00:23:29: das ist halt auch nicht einfach
00:23:30: 1 zu 1 übertragbar.
00:23:31: Sonst wäre es ja auch so ein Produkt,
00:23:32: was im Schrank steht.
00:23:33: Das ist ja quasi
00:23:35: nicht möglich an der Stelle.
00:23:37: Da werden Nuancen angepasst.
00:23:40: Und beim selben Kunden
00:23:41: geht es jetzt nochmal
00:23:42: nächste Woche hin.
00:23:43: Anderer Standort.
00:23:45: Bisschen andere Produktionsbereiche
00:23:46: auch.
00:23:47: Auch vom Produkt her.
00:23:48: Wird sich wieder angeschaut.
00:23:50: Im nächsten Jahr
00:23:50: ist nochmal ein Standort dran.
00:23:52: Und alle sind
00:23:53: in ihrer Art spezifisch.
00:23:54: Sowohl, weil sie
00:23:56: in anderen Bundeslanden
00:23:57: unterwegs sind.
00:23:58: Das macht ja auch schon oft
00:23:58: was aus.
00:23:59: Und von den Aufgaben her auch.
00:24:01: Und von den Rahmenbedingungen.
00:24:02: Und das ist halt der wichtige Punkt.
00:24:04: Da wirklich zu schauen,
00:24:05: was kann ich adaptieren.
00:24:06: Das ist ja vollkommen okay.
00:24:07: Du wirst das gerade
00:24:08: nicht über neu erfinden.
00:24:09: Es gibt ja schon gewisse
00:24:10: Sachen, die man vergleichen kann.
00:24:12: Aber ich glaube,
00:24:13: von der Vorgehenswerte
00:24:14: in den Maßnahmen
00:24:14: gibt es zum Beispiel Unterschiede.
00:24:15: Wenn ich das vergleiche,
00:24:16: bei dem einen
00:24:18: setzen wir gerade schon
00:24:19: das Thema
00:24:19: Safe Leadership Programm um.
00:24:20: als eine Säule vom ganzen
00:24:22: Programm,
00:24:23: vom ganzen Maßnahmen planen.
00:24:24: So und wir müssen halt
00:24:26: bei dem Unternehmen,
00:24:26: wo wir letzte Woche,
00:24:28: vor der Woche waren,
00:24:29: müssen wir nochmal
00:24:29: ein bisschen früher ansetzen.
00:24:30: Wenn wir da sofort
00:24:31: mit dem Leadership Programm
00:24:32: starten würden,
00:24:33: in der Version,
00:24:34: die wir jetzt an dem
00:24:35: Standort 1 haben,
00:24:36: A haben,
00:24:37: von A haben,
00:24:37: da würden wir
00:24:38: den Standort B
00:24:39: verloren sein.
00:24:40: Also dann müssen wir
00:24:41: gut noch etwas anderes
00:24:42: vormodellieren.
00:24:43: Das macht es ja so spannend.
00:24:46: Deswegen ist es ja gut
00:24:46: und deswegen braucht man
00:24:47: auch die Expertise,
00:24:48: wenn wir mit Unternehmen
00:24:50: so arbeiten,
00:24:50: dass sie am Ende
00:24:51: alles was davon haben,
00:24:52: nachhaltig.
00:24:52: Wenn du natürlich
00:24:54: dann aus Deutschland rausgehst,
00:24:55: dann lass mal
00:24:56: den Dachraum zusammenfassen.
00:24:57: Aber wenn jetzt
00:24:58: sowas wie du
00:24:59: das in der Dänemark,
00:25:00: Stimmt.
00:25:01: Dänemark unter anderem,
00:25:03: dann ist das wieder
00:25:04: was anderes.
00:25:04: Cool, freue ich mich drauf,
00:25:05: die dänische
00:25:06: Arbeitsschutzkultur
00:25:07: mal kennenzulernen.
00:25:08: Das ist was anderes.
00:25:10: Das heißt,
00:25:10: du kannst jetzt nicht
00:25:11: einfach sagen,
00:25:11: das deutsche System,
00:25:12: was Kultur betrifft,
00:25:13: was die Menschen betrifft,
00:25:15: ziehe ich einfach mal
00:25:16: rüber nach Dänemark.
00:25:17: Das funktioniert ja nicht.
00:25:18: Das geht ja genauso
00:25:18: nicht nach Holland,
00:25:19: das geht so nicht nach Frankreich,
00:25:20: nach Polen,
00:25:20: wie auch immer.
00:25:21: Da musst du immer
00:25:22: separat gucken.
00:25:23: Du kannst ja nicht
00:25:24: diesen Kamm rüberscheren
00:25:26: und sagen,
00:25:26: alles ist gleich.
00:25:26: Ja.
00:25:27: Da haben wir jetzt
00:25:28: im Dezember
00:25:28: auch nochmal einen Workshop
00:25:29: mit einem Unternehmen,
00:25:31: wo wir alle,
00:25:33: also alle HSEler
00:25:36: auf der ganzen Welt
00:25:37: quasi zusammen haben.
00:25:38: Von Ungarn
00:25:39: über Belgien,
00:25:41: über Frankreich,
00:25:42: Italien,
00:25:43: auch USA,
00:25:44: Großbritannien
00:25:45: und da bin ich
00:25:46: auch mal ganz gespannt drauf,
00:25:47: wie sich genau das,
00:25:48: was du jetzt gerade gesagt hast,
00:25:49: wie sich das so darstellt,
00:25:51: auch die unterschiedlichen Kulturen,
00:25:52: gar nicht nur bezogen auf Deutschland,
00:25:53: sondern einfach international.
00:25:54: Ja.
00:25:55: Es gibt schon Maßnahmen,
00:25:57: die man ruhig übertragen kann.
00:25:58: Wir hatten sowas gehabt,
00:25:59: da mussten Führungskräfte
00:26:02: nach 48 Stunden quasi
00:26:04: antreten
00:26:06: und quasi jede Antwort stehen,
00:26:08: kann man schon sagen.
00:26:08: Das war halt eher so
00:26:09: Kulturstufe 2.
00:26:10: Das Unternehmen hat uns ja geholt,
00:26:12: um halt Umfahrzahlungen
00:26:13: mit zu senken
00:26:14: und Kultur zu steigern
00:26:15: und hat man entschieden,
00:26:17: dass es nicht sinnvoll ist.
00:26:18: Auf unserer Empfehlung
00:26:19: hat es halt weltweit gestrichen.
00:26:20: Das Unternehmen ist echt
00:26:22: meines Erachtens
00:26:22: sehr, sehr gut unterwegs,
00:26:23: weil die wirklich
00:26:24: ein Spirit haben,
00:26:26: Sachen verändern wollen,
00:26:27: sehr selbstkritisch auch sind
00:26:28: an der Stelle,
00:26:29: ja,
00:26:29: und
00:26:29: nicht sagen,
00:26:31: das war schon immer so,
00:26:32: sondern wirklich selbst
00:26:32: auch im Managementbereich,
00:26:34: auch operative Führungskräfte,
00:26:35: lebe ich bei denen,
00:26:36: wirklich sich selbst
00:26:37: kritisch hinterfragen.
00:26:39: Und da wurde der 48 Stunden Call,
00:26:41: den wir in Deutschland
00:26:42: besprochen hatten,
00:26:43: dass er nicht funktioniert
00:26:44: und nicht so sein sollte,
00:26:45: einfach mal gestrichen
00:26:47: vorläufig,
00:26:48: weltweit
00:26:48: und ein neues System
00:26:49: eingeführt
00:26:50: mit uns.
00:26:51: Also,
00:26:52: ein paar Sachen
00:26:53: mag man übertragen können,
00:26:54: man muss das nur noch
00:26:55: abgleichen,
00:26:55: was passt jetzt wie hin.
00:26:57: Lass uns mal zum
00:26:59: vierten Mythos kommen.
00:27:01: Den schaffen wir diesmal.
00:27:02: Den schaffen wir noch.
00:27:03: Vierter Mythos,
00:27:05: den wir uns heute
00:27:06: hier rausgenommen haben,
00:27:07: der da heißt
00:27:10: Safety First
00:27:11: oder
00:27:11: Nichts geht mehr.
00:27:12: Sie beim Roulette,
00:27:14: Nichts geht mehr.
00:27:15: Ja,
00:27:16: also was dahinter steckt,
00:27:17: ist von der Frage her
00:27:19: war die gewesen,
00:27:20: wenn jetzt
00:27:22: mein Geschäftsführer
00:27:23: nicht immer sagt,
00:27:24: Safety First
00:27:24: ist das Wichtigste
00:27:25: und nicht irgendwo
00:27:26: im Austausch
00:27:27: über Wirtschaftlichkeit
00:27:28: und so weiter.
00:27:29: Also es muss,
00:27:29: da war es so gedacht,
00:27:31: es muss immer überall
00:27:33: Sicherheit ganz oben stehen
00:27:35: und dann kommt erstmal nichts
00:27:36: und dann kommt vielleicht
00:27:37: Qualität,
00:27:38: dann Wirtschaftlichkeit.
00:27:38: Man kennt ja auch die
00:27:39: Sprüche,
00:27:40: erst Sicherheit,
00:27:41: dann Qualität,
00:27:41: dann Wirtschaftlichkeit.
00:27:42: Und ich glaube,
00:27:44: dass das
00:27:45: gar nicht der Realität
00:27:47: entspricht.
00:27:47: Ich glaube,
00:27:47: das ist wie so ein bisschen
00:27:48: so ein Glückskicks,
00:27:49: den du aufmachst,
00:27:49: du bist auf Safety First.
00:27:51: Ich glaube,
00:27:51: wenn wir es schaffen würden,
00:27:52: wir hätten immer Glückskicks gemacht.
00:27:55: Ja klar,
00:27:56: wir haben schon Glückskicks gemacht.
00:27:57: Ich glaube,
00:27:58: wir werden gut darin beraten,
00:28:00: zu sagen,
00:28:00: Sicherheit gleich Qualität,
00:28:02: gleich Wirtschaftlichkeit
00:28:03: und im Zweifel dann
00:28:04: viel Sicherheit.
00:28:05: Das kauft uns
00:28:06: uns allen,
00:28:07: auch er,
00:28:08: der Mitarbeiter ab,
00:28:09: der wirklich alles versteht,
00:28:10: wenn es schon mal Stress aufkommt,
00:28:11: wenn wirklich mal
00:28:12: ein Personalausfall ist,
00:28:13: wenn irgendwas mal
00:28:15: nicht nach Planen läuft,
00:28:16: ist das,
00:28:16: aus meiner Ansicht
00:28:17: glaube ich,
00:28:17: der ehrlichere Weg.
00:28:18: Aber du hast mich gerne korrigieren.
00:28:19: Nein,
00:28:20: korrigieren will ich dich gar nicht.
00:28:22: Ich finde,
00:28:24: Sicherheit
00:28:25: ist keine Priorität.
00:28:27: Weil Prioritäten
00:28:29: können sich einfach ändern.
00:28:30: Und dann ist es halt
00:28:31: heute Sicherheit
00:28:32: und morgen Wirtschaftlichkeit,
00:28:33: weil oben die Zahl,
00:28:34: die angeschlagen ist,
00:28:35: ist einfach die Anzahl der Stücke,
00:28:37: die gerade rausgegangen sind,
00:28:38: nicht die Sicherheitsdialoge,
00:28:40: die wir gerade geführt haben.
00:28:41: Und solange Arbeitssicherheit
00:28:43: eine Priorität ist
00:28:45: und hat,
00:28:46: kann sich die Priorität
00:28:47: wieder verändern.
00:28:48: Was würde heißen,
00:28:49: Safety First ist im Prinzip
00:28:50: dann eher was
00:28:51: für Kulturschiffe 2?
00:28:52: Na, warte mal,
00:28:53: ich bin ja noch nicht fertig.
00:28:54: Ich glaube,
00:28:57: dass Sicherheit
00:28:59: viel, viel mehr
00:29:00: als Wert betrachtet werden muss.
00:29:02: Also in einer Kulturschiffe 2
00:29:04: hat Arbeitssicherheit
00:29:05: einen Wert,
00:29:06: hat Arbeitssicherheit
00:29:07: eine Priorität.
00:29:08: In der Kulturschiffe 3 und 4
00:29:09: ist Arbeitssicherheit
00:29:11: oder Arbeitsschutz
00:29:12: ein Wert,
00:29:13: auf den das Unternehmen stolz ist
00:29:16: und der auch als Wert
00:29:17: gelebt wird.
00:29:18: Alles, was wir machen,
00:29:19: machen wir sicher.
00:29:20: Und dann fließt das einfach
00:29:22: viel, viel mehr
00:29:22: auch in Wirtschaftlichkeit,
00:29:24: in Qualität.
00:29:24: Wir wissen alle,
00:29:25: wenn wir eine gute
00:29:26: Arbeitssicherheit haben,
00:29:26: haben wir in der Regel
00:29:27: auch gute Qualitätsprozesse
00:29:28: und gute Wirtschaftlichkeit.
00:29:29: Und deshalb plädiere ich immer dafür,
00:29:32: dass Arbeitsschutz keine Priorität haben darf,
00:29:35: weil Prioritäten ändern sich,
00:29:36: aber Arbeitsschutz darf ein Wert werden,
00:29:39: ein gelebter Unternehmenswert.
00:29:40: Ja, definitiv.
00:29:43: Also es muss halt,
00:29:44: ja, der Wert passt, glaube ich.
00:29:45: Ich glaube,
00:29:46: das ist ein Unterschied zwischen,
00:29:47: ich sage,
00:29:48: was ich meine,
00:29:49: ich sage,
00:29:50: das Safety First muss immer oben stehen,
00:29:51: Priorisierung,
00:29:53: oder ich fühle es als Wert ein.
00:29:54: Und da ist, glaube ich,
00:29:55: von der Denkweise,
00:29:56: das klingt vielleicht philosophisch,
00:29:59: aber ich glaube,
00:29:59: das ist ein großer Unterschied zwischen.
00:30:01: Ja, finde ich auch.
00:30:02: Und ich glaube aber auch,
00:30:03: von dem, der es fordert,
00:30:05: das Safety First
00:30:06: und dann erstmal nichts
00:30:07: und dann der Rest kommt,
00:30:08: ist es auch hier, glaube ich,
00:30:10: wichtig,
00:30:10: gerade wenn es der Arbeitsschützer macht,
00:30:11: ja, weil der verliert ja auch
00:30:13: beim Management.
00:30:13: Aber was soll der Geschäftsführer jetzt sagen?
00:30:16: Nee, Safety First, nee.
00:30:18: Ja, aber alle wissen,
00:30:20: am Ende des Tages,
00:30:22: ist es ein Wert,
00:30:23: der bei einem Unternehmen gehören muss.
00:30:24: Aber wenn ich es priorisiere,
00:30:25: kommt der Fall,
00:30:26: wo vielleicht gerade
00:30:27: ein Riesenkunde irgendwas braucht
00:30:29: oder dann ist der Fokus
00:30:31: auf Wirtschaftlichkeit.
00:30:32: Ja.
00:30:32: Was auch okay ist,
00:30:33: weil es sicher kein Selbstzweck ist.
00:30:35: Aber wenn es als Wert integriert ist,
00:30:37: Leben ist ja ganz anders.
00:30:38: Ja.
00:30:39: Das ist auch so.
00:30:40: Und dann kann man darauf auch
00:30:42: eine Wertekultur,
00:30:44: eine Haltungskultur
00:30:44: in so einer Kulturschrufe 3 und 4
00:30:46: aufbauen.
00:30:47: Und jetzt ist das ja,
00:30:49: das sind ja jetzt,
00:30:50: ich will jetzt nicht sagen,
00:30:50: Worthülsen,
00:30:51: mit denen wir jetzt um uns schweißen.
00:30:52: Aber das,
00:30:54: die Herausforderung ist dann tatsächlich,
00:30:56: das ja auch,
00:30:57: was wir jetzt gerade gesagt haben,
00:30:58: Priorität und Wert und so,
00:30:59: das eben auch erfolgreich
00:31:01: in die Köpfe der Mitarbeiter
00:31:02: und Führungskräfte
00:31:03: hineinzubringen.
00:31:03: Und dafür
00:31:04: eignet sich nicht unbedingt
00:31:06: das,
00:31:06: was wir jetzt gerade gesagt haben,
00:31:08: sondern das Ganze
00:31:09: muss man dann operationalisieren,
00:31:10: sodass eben auch Mitarbeiter
00:31:11: und Führungskräfte
00:31:12: das gut anwenden können.
00:31:14: Wie zum Beispiel,
00:31:16: Arbeitssicherheit als erstes
00:31:17: oder Arbeitssicherheit als Wert,
00:31:19: ist ja jetzt erstmal so gesagt,
00:31:20: die praktische Umsetzung dazu
00:31:22: ist ja häufig so eine
00:31:23: Last-Minute-Risk,
00:31:25: so ein Last-Minute-Risk-Assessment
00:31:26: oder so,
00:31:26: als Beispiel.
00:31:28: Und das aber jetzt auch
00:31:29: so zu gestalten,
00:31:30: dass das auch gut anwendbar ist
00:31:32: und dass es auch klar wird,
00:31:33: dass es einen Wert hat
00:31:35: und auch durch die Führungskräfte
00:31:36: so gelebt wird.
00:31:37: Und deshalb immer,
00:31:39: wenn ihr auch so Maßnahmen umsetzt
00:31:41: und gerade dieses Thema
00:31:43: Sicherheit als erstes
00:31:45: oder Safety first,
00:31:45: das wollte ich eben noch dazu sagen,
00:31:47: häufig sind das dann auch
00:31:48: Geschäftsführer
00:31:49: oder Management eben,
00:31:50: die sagen Safety first,
00:31:51: aber parken auf der anderen Seite
00:31:53: im Halteverbot.
00:31:53: Und dann ist in dem Moment
00:31:55: eben auch das Thema
00:31:55: Outlet-Minute-Parkplatz.
00:31:57: ist in dem Moment
00:31:58: auch das Thema Authentizität
00:32:00: eben in Frage gestellt.
00:32:01: Und dann bricht
00:32:02: dieses ganze Konstrukt
00:32:03: sowieso.
00:32:03: Safety first glaubt sowieso
00:32:05: keiner
00:32:05: oder glauben die wenigsten.
00:32:07: Und dazu kommt dann auch noch,
00:32:09: dass derjenige,
00:32:10: der es sagt,
00:32:10: vielleicht sich auch
00:32:11: sich selber 100% daran hält.
00:32:12: Ich glaube,
00:32:13: es ist ganz, ganz oft
00:32:14: so gemeint.
00:32:15: Schon.
00:32:16: Ich habe letzte Woche
00:32:17: ein Interview mit einer
00:32:17: Geschäftsführer,
00:32:18: mit einem Geschäftsführer gehabt,
00:32:19: der das auch gesagt hat
00:32:20: und der meint das auch so.
00:32:21: Aber die Herausforderung ist schon,
00:32:23: es so zu formulieren,
00:32:25: dass es auch klar wird,
00:32:26: was ist damit gemeint.
00:32:27: Und wie wollen wir das hier leben?
00:32:29: Also operationalisiert
00:32:31: auf Verhalten,
00:32:32: auf Gewohnheiten,
00:32:34: auf Werkzeuge,
00:32:35: da muss es hin.
00:32:36: Das darf aber kein Lippenbekenntnis sein.
00:32:38: Das wird es immer,
00:32:39: wenn ich es mit der Priorisierung setze.
00:32:41: Genau.
00:32:41: Zusammengefasst.
00:32:43: Ja, und das ist der Punkt,
00:32:44: glaube ich,
00:32:45: warum es auch so wichtig ist,
00:32:46: am Ende des Tages,
00:32:47: wenn ich was verändern will
00:32:48: im Arbeitsschutz,
00:32:49: auch das Commitment einzuholen,
00:32:50: sich da hinsetzen,
00:32:52: sich Gedanken zu machen
00:32:53: und Erwartungen zu definieren,
00:32:55: Werte zu definieren,
00:32:57: vielleicht ein Zielbild zu definieren.
00:32:59: Das sind ja alles Sachen,
00:33:00: die möglich sind,
00:33:01: die mit reinspielen,
00:33:02: wo man auf der Gruppe muss.
00:33:03: Und deswegen ist es,
00:33:03: glaube ich,
00:33:04: und ich weiß nicht,
00:33:05: wir ruhen uns da regelmäßig,
00:33:06: das A und O zu wissen,
00:33:10: wo stehe ich,
00:33:11: wo will ich hin
00:33:11: und was fühlt mich dahin,
00:33:13: welche Maßnahmen,
00:33:13: eine Strategie mit konkreten Maßnahmen planen.
00:33:16: Und wenn du als Zuhörer sagst,
00:33:18: stimmt,
00:33:18: ja,
00:33:19: Wertesystem haben wir,
00:33:21: das Thema Sicherheit noch nicht so richtig mit drin,
00:33:23: wir priorisieren erstmal noch
00:33:24: oder unsere Siebes sind nicht richtig eingesetzt
00:33:27: oder,
00:33:28: ja,
00:33:29: wir haben was,
00:33:30: was sich aus Amerika,
00:33:31: England,
00:33:32: asischen,
00:33:33: asiatischen,
00:33:34: noch gar nicht übergestülpt bekommen,
00:33:35: das passt irgendwie nicht zu uns,
00:33:36: dann,
00:33:37: ja,
00:33:38: sind wir die richtigen Ansprechpartner.
00:33:39: Wir begleiten derzeit über 160 Unternehmen dabei,
00:33:43: genau das zu tun,
00:33:44: das Thema Arbeitsumfälle zu senken,
00:33:46: sichere Verhaltensweisen zu steigern,
00:33:47: an der Organisation zu arbeiten,
00:33:49: warum,
00:33:49: und das geht es ja alles nicht.
00:33:50: Also kurz,
00:33:51: um das Thema Sicherheitskultur voranzutreiben,
00:33:53: wenn du mehr erfahren willst,
00:33:55: wie auch du das schaffen kannst,
00:33:56: egal ob du aus dem deutschsprachigen Raum kommst
00:33:58: oder darüber hinaus,
00:33:59: geh auf unsere Website
00:34:01: www.wanderwerker.com
00:34:02: slash Termin,
00:34:03: buch dir jetzt dein kostenloses Erstgespräch.
00:34:05: Wir freuen uns,
00:34:06: dich kennenzulernen.
00:34:07: Bis bald,
00:34:08: ansonsten hören wir uns in der nächsten Folge.
00:34:10: Ciao.
00:34:10: Vielen Dank,
00:34:12: dass du heute wieder dabei warst.
00:34:14: Wenn dir gefallen hat,
00:34:15: was du heute gehört hast,
00:34:16: dann war das nur die Kostprobe.
00:34:18: Willst du wissen,
00:34:19: ob du für eine Zusammenarbeit geeignet bist,
00:34:21: dann gehe jetzt auf www.wanderwerker.com
00:34:24: schrägstrich Termin
00:34:25: und buche dir einen Termin.
00:34:26: In diesem 45-minütigen Beratungsgespräch
00:34:29: wird eine Strategie für dich erstellt.
00:34:31: Du erfährst,
00:34:32: in welchen Schritten
00:34:33: du an der Einstellung
00:34:34: der Menschen im Unternehmen arbeitest,
00:34:35: sichere Gewohnheiten schaffst
00:34:37: und somit die Arbeitsunfälle
00:34:39: nachhaltig reduziert.
00:34:40: Vergiss eine Sache bitte nicht.
00:34:43: Wenn seit Jahren die Unfallzahlen
00:34:45: bei dir stagnieren,
00:34:46: dann verbessert sich der Zustand
00:34:48: nicht von alleine.
00:34:48: Du brauchst einen Berater,
00:34:50: der dir zeigt,
00:34:51: welche Schritte du befolgen sollst
00:34:52: und welche lieber nicht.
00:34:54: Wir haben Geschäftsführern,
00:34:56: Sicherheitsingenieuren
00:34:57: und Fachkräfte für Arbeitssicherheit
00:34:58: in Deutschland,
00:34:59: Österreich und der Schweiz
00:35:00: dabei geholfen,
00:35:01: die Sicherheitskultur
00:35:02: in deren Unternehmen
00:35:03: und bei deren Kunden
00:35:04: zu verbessern.
00:35:04: Als Kooperationspartner
00:35:06: des Verbandes für Sicherheit,
00:35:07: Gesundheit und Umweltschutz
00:35:09: bei der Arbeit
00:35:09: liegt es uns am Herzen,
00:35:11: dir das notwendige Handwerkszeug
00:35:13: auf dem Weg zur Vision Zero
00:35:14: zu zeigen
00:35:15: und bei der Umsetzung
00:35:16: zu unterstützen.
00:35:17: Wenn du wissen willst,
00:35:18: ob du für eine Zusammenarbeit
00:35:19: geeignet bist,
00:35:20: dann sichere dir jetzt
00:35:21: unter www.wandelwerker.com
00:35:24: schrägstrich Termin
00:35:25: deinen persönlichen Termin.